
Millionen Deutsche haben immer wieder mit Dirk und den Basketballern gelitten, als sie es nicht geschafft haben sich für die letzten beiden Spiele zu qualifizieren. Zum Vergleich: Die Fußballer sind ebenfalls mal wieder nicht dabei, aber die kümmerts nicht. Bei Nowitzki ist eben der Sport alles - und nicht das Geld. Er ist ein ehrlicher Arbeiter, jemand mit dem man sich identifiziert, mit dem man mitfiebert, mitleidet und man selbst Tränen in den Augen hat, wenn er hemmungslos heult weil sein Olympiatraum in Erfüllung geht. Er hat jahrelang Flagge bekannt, wenn er persönliche Interessen hinter die Interessen der Nationalmannschaft gestellt hat. Es gibt niemand besseren, der nun auch buchstäblich die Deutsch Fahne tragen darf. Es ist umso bemerkenswerter, dass die Tradition diesmal nicht im Wege stand und somit eine einmalige Chance nicht verpasst wurde. Bravo!

Habe in der Auflistung versehentlich den Fechter Arnd Schmitt (Fahnenträger 1996) ausgelassen. Und natürlich ist es auch für die Sportschützen traurig, dass ihre Leistungen bislang noch nicht entsprechend gewürdigt wurden. Immerhin ist diese "Randsportart" in der Bevölkerung weit verbreitet (allein der Deutsche Schützenbund zählt laut Wikipedia ca. 1,6 Millionen Mitglieder). Da spielt sicherlich auch die geringere TV-Vermarktungsfähigkeit eine Rolle.

er verkörpert den olympischen Geist wie kein Zweiter. Er ruft das ganze Jahr über Weltklasseleistungen ab um dann in seiner Freizeit (mich wundert, dass das die NBA Manager zulassen) die deutsche Basketball-Nationalmannschaft erst durch seine Anwesenheit Wettbewerbsfähig zu machen. Bei allem Respekt für Sportschützen und andere Nischensportler.....Dirks Leistungen wiegen einfach schwerer.

Man mag zu den Spielen in Peking stehen wie man will, aber zumindest mit DIESER Entscheidung bin ich ausgesprochen zufrieden. Nicht nur, dass mit Herrn Nowitzki ein Sportler mit untadeligem Arbeitsethos und ohne die üblichen Starallüren gewählt wurde. Auch die Tatsache, dass es (nach der Handballerin Kristina Richter in Moskau) erst zum zweiten(!) Mal einen Ball-/Mannschaftssportler trifft, ist bezeichnend und sollte allen Kritikern dieser Wahl vor Augen führen, wie ungleich schwerer es in solchen Disziplinen ist, als Sportler mit anerkanntermaßen herausragenden Fähigkeiten auch in der öffentlichen Wahrnehmung, die ja am liebsten nur Medaillen zählt, zum "verdienten Olympioniken" zu werden. Zum Vergleich: Leichtathletik = 8 Träger Reiten = 5 Träger Kanu = 2 Rudern = 1 Turnen = 1 Boxen = 1 Ringen = 1 Segeln = 1 Handball = 1

Warum dann nicht auslosen? Oder stecken da auch Marketinggründe dahinter?