Doping
Waren die Spiele diesmal sauberer?
Die Flut an Weltrekorden lässt manchen daran zweifeln. Immerhin: In China gab es rund 4620 Doping-Tests - also mehr als in Athen vor vier Jahren (3600). Bei den entdeckten Doping-Verstößen in Athen handelte es sich überwiegend um die Einnahme von Anabolika. Damit wurden nun nur noch zwei Athletinnen (Siebenkämpferin Ludmilla Blonska (l.) und Hürdenläuferin Fania Halkia) erwischt. Anti-Doping-Experten wie der Biochemiker Wilhelm Schänzer von der Deutschen Sporthochschule Köln gehen davon aus, dass potentielle Anabolika-Konsumenten abgeschreckt wurden. Das bedeutet jedoch nicht, dass in Peking kein Athlet von Anabolika profitiert hat. Es wird auch zum Formaufbau im Training verwendet und kann, wenn es rechtzeitig abgesetzt wird, im Wettkampf nicht nachgewiesen werden. Das gilt auch für andere Mittel, denn nicht überall wird auch im Training konsequent kontrolliert. Im Übrigen gilt: Die Zahl der Kontrollen sagt wenig aus. Die Doping-Sünderin Marion Jones (l.) wurde 160 Mal kontrolliert und kein einziges Mal erwischt, obwohl sie laut eigener Aussage „voll Stoff” war.