03. Mai 2006 Der öffentliche Personenverkehr wird langsam beliebter. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, gab es im vergangenen Jahr mit rund 10,1 Milliarden Fahrten in öffentlichen Bussen und Bahnen einen Anstieg um 0,6 Prozent gegenüber 2004. Bezogen auf die Kilometerleistung lag der Anstieg sogar bei 2,0 Prozent auf 126 Milliarden Personenkilometer.
Mit diesen vorläufigen Zahlen setzte sich laut Bundesamt der beständig leichte Zuwachs der letzten Jahre weiter fort. Gestützt wird dieser Trend vor allem dadurch, daß immer mehr Menschen Bahnen und Straßenbahnen nutzen. Die Zahl der Bus-Fahrgäste von Bussen ging dagegen den Erkenntnissen der Statistiker zufolge sowohl im Nah- wie im Fernverkehr zurück.
Beliebt vor allem im Nahverkehr
Die weitaus meisten Fahrgäste öffentlicher Verkehrsmittel gab es im Jahr 2005 mit rund zehn Milliarden im Nahverkehr - 0,6 Prozent mehr als 2004. Alle Verkehrsmittel wurden stärker genutzt als im vorjahr: 2,0 Milliarden Fahrgäste nutzten die Eisenbahn (plus 2,9 Prozent), 3,5 Milliarden die Straßenbahn (plus 3,0 Prozent) und 5,2 Milliarden den Omnibus (minus 1,1 Prozent).
Im Fernverkehr stieg die Zahl der Fahrgäste der Eisenbahnen gegenüber 2004 um 2,9 Prozent auf 119 Millionen Personen, die Beförderungsleistung wuchs um 4,0 Prozent auf 33,7 Milliarden Personenkilometer, wie die Statistiker weiter mitteilte. Mit Bussen fuhren im Linienfernverkehr 5,3 Millionen Reisende (minus 2,9 Prozent).
Die Fahrgastzahlen stammen nach Angaben der Wiesbadener Statistiker von den rund 880 größeren Unternehmen im Liniennahverkehr mit Bussen und Bahnen beziehungsweise im Linienfernverkehr mit Bussen, die mindestens 250.000 Fahrgäste im Jahr beförderten, sowie von allen Unternehmen mit Eisenbahnfernverkehr. Fahrgäste, die während einer Fahrt zwischen den Verkehrsmitteln eines Unternehmens umsteigen, wurden dabei in die Gesamtzahl nur einmal einbezogen, in die nach Verkehrsmitteln untergliederten Angaben jedoch mehrmals.
Text: FAZ.NET mit Material von AP