Von Brandon Loomis, AP
17. Februar 2003 Eine Massenpanik in einer Discothek in Chicago hat mindestens 21 Menschen das Leben gekostet. Die Feuerwehr erklärte am Montag, am frühen Morgen habe offenbar jemand Pfefferspray oder einen anderen chemischen Reizstoff in die Luft gesprüht. Daraufhin seien viele der mehr als 1.500 Besucher des zweigeschossigen Clubs Epitome zu den Ausgängen gestürmt. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, einige davon lebensgefährlich.
Die meisten Opfer wurden zu Tode gedrückt oder erstickten, sagte Polizeisprecher Ozzie Rodriguez. Augenzeugen berichteten von schrecklichen Szenen im Eingangsbereich der Discothek. Die Leute haben geweint, sie konnten nicht atmen, sagte Reggie Clark, ein Gast in Epitome. Der 33-jährige Cory Thomas wollte um 3.00 Uhr zwei Freunde abholen und sah, wie sich die Besucher hinter den Glastüren drängten. Die Menschen lagen aufeinander, sie schrien und würgten, berichtete Thomas. Die Tür war blockiert, weil sich einfach zu viele Menschen gegen sie drängten.
Feuerwehrsprecher Will Knight erklärte, die genaue Zahl der Verletzten sei nicht bekannt. Viele seien offenbar von Freunden und Angehörigen in Krankenhäuser gebracht worden. Es war einer der schwersten Vorfälle dieser Art in den USA. Im Dezember 1991 waren neun junge Leute in New York vor Beginn eines Basketballspiels zu Tode getrampelt worden. Im Dezember 1979 wurden in Cincinnati elf Menschen getötet, als es bei einem Konzert der Gruppe The Who zu einer Panik kam.
Text: AP
Bildmaterial: AP