Astronomie

Uhr-Sterne messen das Alter des Universums

Die Weißen Zwerge im Blick von Hubble

Die Weißen Zwerge im Blick von Hubble

24. April 2002 So wie die Wärme ausgeglühter Kohlen das Alter eines Lagerfeuers verrät, verraten so genannte Weiße Zwerge das Alter des Universums. Es sind Sterne, die schon lange ausgeglüht sind - aber als Uhr-Sterne für das Universum nutzbar sind.

Denn um herauszufinden, wie alt das Universum ist, hat das Hubble Space Teleskop sich auf einen 7.000 Lichtjahre entfernten Sternenhaufen im Sternbild Skorpion gerichtet. Dort fanden die Astronomen die Überreste von Sternen, die sich zu Beginn des Weltalls - nur etwa eine Milliarde Jahre nach dem Urknall - bildeten. Von ihnen sind nur noch Reste übrig, und je älter der Stern war, desto kälter die Asche und desto weniger Licht dringt aus ihnen. Da dieser Vorgang mit einer bestimmten Geschwindigkeit geschieht, konnten die Wissenschaftler aus dem dunkelsten beobachteten Stern auf das Alter des Universums schließen - und kamen auf zwölf bis dreizehn Milliarden Jahre.

Ausdehnung als Altershinweis

Bisher hatten die Wissenschaftler das Alter des Universums gemessen, indem sie die Ausdehnungsgeschwindigkeit berechneten. Auch diese Methode ergab ein Alter von etwa 13 bis 14 Milliarden Jahre. Das Alter des Universums ist für die Wissenschaft von elementarer Bedeutung, daher suchen Forscher nach unterschiedlichen Möglichkeiten, es zu bestimmen. Demnächst wollen die Wissenschaftler ihre „Uhr-Sterne“ noch einmal mit dem neuen Hubble-Teleskop kontrollieren.

Der Namensgeber des Hubble Space Teleskop, der Astronom Edwin Hubble, hatte 1928 aus Berechnungen geschlossen, dass sich das Universum ständig ausdehnt. Er brachte die Idee eines berechenbaren „Anfangs“ auf und sein erster Tipp lag bei zwei Milliarden Jahren.

Text: @cop
Bildmaterial: Nasa

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