29. Juli 2002 Die aus dem Main geborgenen Brüder sind entgegen erster Vermutungen doch ertrunken. Das toxikologische Gutachten habe eindeutige Spuren ergeben, die auf einen Tod durch Ertrinken hinweisen, teilte die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Montag mit. Giftspuren seien nicht gefunden worden. Der unter Mordverdacht stehende Vater der am Mittwoch gefundenen, vier und fünf Jahre alten Jungen sei nach wie vor flüchtig.
Die Kinder waren am vergangenen Mittwoch aus dem Main geborgen worden. In der Offenbacher Wohnung des verschwundenen 43-jährigen Vaters der Jungen fanden Ermittler nach Angaben der Polizei schriftliche Notizen des Mannes. Das Schreiben sei an die getrennt lebende Ehefrau und die Polizei gerichtet.
Darin versuche der Vater den Vorfall als Unglück darzustellen. Der Fundort der Kinder, die Spurenlage und das vorläufige Obduktionsergebnis widerlegten jedoch eindeutig diese Darstellung. Die Polizei wertet den Inhalt des Briefs daher als Schutzbehauptung.
Text: dpa