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Kölner Dom beliebtester Ort der Deutschen

Der Deutschen liebster Ort: Der Dom im Zentrum KölnsDie Nummer 2: Brandenburger Tor, BerlinPlatz 3: Schloßkirche in der Lutherstadt Wittenberg, Unesco-WelterbeÜberraschungs-Vierter: Prinzipalmarkt im westfälischen Münster

Bildergalerie Keinen Platz in Deutschland finden die Deutschen so schön wie den Kölner Dom. Zumindest kürten die Teilnehmer an der ZDF-Show „Unsere Besten - die Lieblingsorte der Deutschen“ die Kathedrale zum Gewinner. Manche Sehenswürdigkeit fand sich auf hinteren Plätzen wieder.

Lesermeinungen zum Beitrag

24. September 2006 10:48

Fast wie in China...

Marc Rieger (rieger74)

In China ist es seit langem ueblich, alles und jenes in "kanonischen" Listen zusammenzufassen. So gibt es "die 300 Gedichte der Tang-Zeit" oder die "vier grossen Erfindungen". Und Xi'an hat zum Beispiel "vier grosse Sehenswuerdigkeiten". (Und wer zunaechst andere besucht, ist irgendwie seltsam...) Ich habe da immer ein wenig geschmunzelt.
Tja, und nun machen wir es in Deutschland eben auch so, und ich muss feststellen, dass die kulturellen Unterschiede gar nicht so gross sind, und die gemeinsame Suche nach dem sicheren Gefuehl, das eine solche Liste der "besten Orte" schafft, wohl hier wie dort exisitiert.
Ich sehe schon Heerscharen von Touristen gemaess ihrem Reisefuehrer "Die 10 Sehenswuerdigkeiten Deutschlands" vom Koelner Dom ueber das Brandenburger Tor bis zur Quedlinburger Altstadt pilgern...
Vielleicht kommt es aber nicht dazu, und das ganze geraet dann doch wieder in die Vergessenheit. Egal, solange es Spass macht, und wir dadurch unser Land besser kennenlernen...

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24. September 2006 04:31

Bild?

Otto Jaegermeyer (maulwurf_redivivus)

Ja, am Montag wird es sicher in der Bild stehen. Und schon heute steht aus auf Faz-net.de. Dann steht es am Montag auch in der FAZ.

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23. September 2006 17:11

Trotzdem

Lutz Jansen (LJA)

Ist ja im Prinzip richtig. Allerdings kenne ich die Sparrenburg nicht, obwohl ich ganz in der Nähe von Bielefeld wohne. Vermutlich gibt es noch viele andere schöne Plätze die ich nicht kenne (und vermutlich auch niemals kennen lernen werde). Von daher würde ich mir niemals so eine allgemeine Aussage anmaßen, wie sie in einer solchen Sendung gemacht wird. Was mich dabei am meisten nervt, ist die Tatsache das am Montag garantiert in BILD oder anderen Publikationen zu lesen sein wird, welches die schönsten Orte in Deutschland sind. Absolut und unfehlbar für alle Zeit. Das Volk hat ja gesprochen Widerspruch in Zukunft sinnlos. Es gibt viele Leute die das wirklich glauben.

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23. September 2006 15:40

Äpfel sind Obst. Birnen sind Obst.

Otto Jaegermeyer (maulwurf_redivivus)

Nein, hier werden keine Äpfel mit Birnen verglichen. Es geht nicht um schöne Kulturdenkmäler etc, es geht um Lieblingsorte. Dass das ganze eine Spielerei ist, ist natürlich klar. Aber ist es nicht wunderbar, dass wir Deutschen unser Land, nein: unsere eigene Scholle anscheinend doch mehr lieben, als man es uns zutraut? Denn nicht irgendwelche hippen und angesagten places-to-be in der Hauptstadt oder irgendwelchen Schickimickimetropolen haben gewonnen, sondern vor allem und völlig überraschend Plätze, die aus der urbanen Anonymität heraustreten, weil man mit ihnen etwas ganz Persönliches verbindet. Wer schon einmal ein Bierchen im Sommer im Park der Bielefelder Sparrenburg (Platz 17) zu sich nahm oder nach beschwerlicher Busreise freudig die wahl-heimatlichen Zwillingstürme des Kölner Doms erblickte, weiß, was in diesem Ranking im Vordergrund stand. Es sind identifikatorische Leuchttürme, die sicherlich ein lokalpatriotisches Licht ausstrahlen; aber ist es nicht schön, dass wir in Deutschland über so einen schönen und völlig unverdächtigen Lokalpatriotismus verfügen?

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23. September 2006 14:35

Grober Unfug

Lutz Jansen (LJA)

Was soll der Blödsinn? Hier werden mal wieder Äpfel mit Birnen verglichen. Ein Gasometer mit einer Kirche, eine Waldlandschaft mit einer Altstadt. Natürlich spielen hier auch persönliche Vorlieben und Erinnerungen eine Rolle, ganz zu schweigen vom Lokalpatriotismus. Letztere dürfte auch bei der Vorauswahl durch den Sender eine Rolle gespielt haben. Immerhin 10 von 50 angebotenen Orten liegen in Bayern (satte 20%). Warum taucht beispielsweise der Englische Garten in München auf, nicht jedoch die Herrenhäuser Gärten in Hannover oder die Gruga in Essen ?
Die Aussagekraft solcher Umfragen geht hart gegen 0.

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