Lizenz des Namens

David Fearn heißt jetzt Bond - James Bond

17. November 2006 Wahre Fans schrecken vor nichts zurück: Aus Verehrung für 007 hat ein britischer Angestellter jetzt
seinen Namen in „James Bond“ ändern lassen. Doch damit nicht genug: Nach einem Bericht des „Daily Mirror“ nahm der 23jährige mit dem bürgerlichen Namen David Fearn auch gleich noch alle 21 Filmtitel der Agentenserie in seinen neuen Namen auf. Er heißt jetzt komplett also:

„James Dr. No From Russia with Love Goldfinger Thunderball You Only Live Twice On Her Majesty's Secret
Service Diamonds Are Forever Live and Let Die The Man with the Golden Gun The Spy Who Loved Me Moonraker For Your Eyes Only Octopussy A View to a Kill The Living Daylights Licence to Kill Golden Eye Tomorrow Never Dies The World Is Not Enough Die Another Day Casino Royale Bond“.

„Ich wollte beweisen, daß ich einer der größten Bond-Fans aller Zeiten bin“, sagte der Angestellte aus Walsall. „Ich kann es gar nicht erwarten, daß mich jemand nach meinem Namen fragt.“ Der neue 007-Film „Casino Royale“ hatte am Dienstagabend im Beisein der Queen in London Weltpremiere und startet kommende Woche auch in Deutschland in den Kinos.

Es kann nicht nur einen geben

Britney, Tiger, Gandalf und Madonna werden auf britischen Spielplätzen bald mit den üblichen Peters,
Janes und Toms zusammentreffen: Laut einer neuen Umfrage kommen ungewöhnliche Vornamen für den Nachwuchs immer mehr in Mode. Demnach wurden in jüngster Zeit unter anderem der Name Snoop - nach
dem amerikanischen Rapper Snoop Dogg -, Harry Potter sowie die eigentlich von Turnschuhen stammenden Namen Reebok und Adidas an Babys vergeben. „Anscheinend treiben viele Leute ihre Star-Verehrung auf eine neue Ebene, indem sie ihre Kinder nach den von ihnen angebeteten Helden nennen“, sagte Sarah Malone von der Website findmypast, die die Umfrage organisiert hatte.

Daß von den Befragten Briten sechs ihren Sohn Gandalf - nach der Figur aus dem „Herrn der Ringe“ - nannten und auch ein Harry Potter und zwei Superman dabei waren, bezeichnete Malone als „Zeichen des berühmten britischen Sinns für Humor“. Sport ist im Vereinigten Königreich ebenfalls eine beliebte Inspirationsquelle für Kindernamen: So laufen 1191 Briten mit dem Vornamen des Star-Golfers Tiger Woods herum, es gibt drei David Beckhams, 39 Gazzas nach dem Spitznamen von Fußballer Paul Gascoigne, zwei Reeboks und drei Adidas. 26 Jungen und Mädchen heißen Arsenal nach dem Londoner Fußballclub.

Popstar Kylie Minogue hat die Eltern von 7261 kleinen Mädchen inspiriert, Madonna hat dagegen „nur“ 288 Namensschwestern, außerdem bevölkern 1611 Britneys die Insel. Der amerikanische Schauspieler Keanu Reeves kann sich über 1120 kleine britische Keanus freuen.



Text: FAZ.NET mit Material von AFP
Bildmaterial: Cinetext Bildarchiv

 
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