23. Juni 2004 Bei einem schweren Busunfall in der Nähe der westfranzösischen Stadt Poitiers sind am Dienstag abend mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. 38 weitere Insassen des marokkanischen Reisebusses seien verletzt worden, davon zwölf schwer, sagte ein Notfallarzt im Krankenhaus von Poitiers.
Die Zahl der Toten und Verletzten könne sich aber noch ändern. Zuvor hatte die Polizei die Zahl der Toten mit elf angegeben. Der Bus mit 50 aus Marokko stammenden Insassen war auf dem Weg von Brüssel nach Marokko, als er auf der Nationalstraße 10 bei Ligugé südlich von Poitiers während eines Gewitters gegen eine Leitplanke raste und sich überschlug.
Luftstoß als Unfallursache?
Wie ein Busfahrer der Polizei sagte, war der Reisebus vor dem Unfall von einem Lastwagen überholt worden. Dabei sei ein Luftstoß entstanden und der Lkw habe den Anhänger des Busses erfaßt. Der Bus sei abgedrängt worden und über seine rechte Seite umgekippt. Einige Insassen berichteten, der Gepäckanhänger sei überladen gewesen, wodurch der Fahrer die Kontrolle verloren habe. Andere Passagiere sprachen von überhöhter Geschwindigkeit. Kurz vor dem Unfall hatte ein schweres Gewitter angefangen.
Der französische Verkehrsminister Gilles de Robien wollte sich nach Angaben seines Ministeriums zum Unglücksort begeben. Auch der Konsul der marokkanischen Vertretung in Bordeaux wurde nach Angaben der Polizei dort erwartet.
Text: @FAZ.NET mit Material von AFP
Bildmaterial: REUTERS