Sprache

„Das alte Europa“ ist das Wort des Jahres

Inspiriert amerikanische Politiker und deutsche Sprachpfleger: das alte Europa

Inspiriert amerikanische Politiker und deutsche Sprachpfleger: das alte Europa

19. Dezember 2003 „Das alte Europa“ ist das Wort des Jahres 2003. Das gab die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag in Wiesbaden bekannt. Der ursprünglich polemisch gemeinte Ausdruck des amerikanischen Verteidigungsministers Donald Rumsfeld habe den Sprachgebrauch geprägt und sei dabei zu einem positiven Selbstverständnis der Europäer umgedeutet worden, hieß es in der Begründung. Auf Platz zwei kam „Agenda 2010“, den dritten Platz belegte „Reformstreit“. Im vergangenen Jahr war „Teuro“ der Spitzenreiter.

„Deutschland sucht den Superstar“

Zum Satz des Jahres wählte die GfdS „Deutschland sucht den Superstar“ mit der Abkürzung „DSDS“. Diese Fernsehaktion habe eine erstaunliche Begeisterung insbesondere bei Jugendlichen ausgelöst und dadurch den Sprachgebrauch geprägt, sagte Jurymitglied Lutz Cuntzsch. Unter die Top Ten schafften es auch die Begriffe „Sars“, „Eingebettete Journalisten“, „Maut-Desaster“, „Jahrtausendglut“, „Steuerbegünstigungsgesetz“, „Googlen“ und auf Platz zehn „Alcopops“.

Prägt die Sprache im alten Europa: Donald Rumsfeld

Prägt die Sprache im alten Europa: Donald Rumsfeld

Seit 1971 kürt die Sprachgesellschaft Ausdrücke, die den öffentlichen Sprachgebrauch des jeweiligen Jahres beeinflussen. 2001 war es „Der 11. September“ und 2000 „Schwarzgeldaffäre“.

Wort des Jahres - in den vergangenen zehn Jahren:


1993: „Sozialabbau“
1994: „Superwahljahr“
1995: „Multimedia“
1996: „Sparpaket“
1997: „Reformstau“
1998: „Rot-Grün“
1999: „Millennium“
2000: „Schwarzgeldaffäre“
2001: „Der 11. September“
2002: „Teuro“



Text: dpa
Bildmaterial: AP, dpa/dpaweb

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2009.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche