15. Januar 2003 Die General-Begnadigung von Todeskandidaten in Illinois hat in den USA keineswegs dazu geführt, dass alle verhängten Todesstrafen in Frage gestellt, nochmal untersucht oder aufgeschoben werden. In Texas begann mit der Hinrichtung eines dreifachen Raubmörders eine Serie von sieben geplanten Exekutionen im Januar und insgesamt 18 Hinrichtungen bis Ende April.
Wie eine Justizsprecherin mitteilte, starb der 31-Jährige Samuel Gallamore im Staatsgefängnis von Huntsville durch eine Giftinjektion. Gallamore hatte im Jahr 1992 gemeinsam mit einem Komplizen ein Rentnerehepaar und dessen Tochter in ihrem Wohnhaus bei Kerrville in Südtexas überfallen und brutal ermordet. Beide Täter waren drogensüchtig und wollten mit dem geraubten Schmuck Drogen kaufen.
Hinrichtungsrekord in Texas
Todesstrafengegner sprachen von einer neuen Hinrichtungswelle und rechnen damit, dass Texas in diesem Jahr einen neuen Rekord für die Zahl von Exekutionen in einem einzelnen Bundesstaat aufstellt. Im Jahr 2000 waren in Huntsville 40 Menschen hingerichtet worden, mehr als je zuvor pro Jahr in einem Bundesstaat.
Die Zahl der Hinrichtungen in den USA war im Jahr 2002 wieder leicht gestiegen. Ursache dafür war jedoch der Bundesstaat Texas. Von den 71 Exekutionen des vergangenen Jahres fanden allein 33 im texanischen Staatsgefängnis von Huntsville statt. Landesweit betrachtet ging die Zahl zurück. Es wurden in den USA zudem deutlich weniger Todesurteile verhängt und nur noch 13 Bundesstaaten nahmen Hinrichtungen vor.
Text: @cop
Bildmaterial: AP