Erdbeben

Erdstöße in Südwestdeutschland und den Vogesen

Das Erdbeben verursachte kleinere Schäden

Das Erdbeben verursachte kleinere Schäden

23. Februar 2003 Mehrere Erdstöße haben am Samstagabend den Südwesten Deutschlands und die Vogesen erschüttert. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 5,4 lag 20 Kilometer nordöstlich der Vogesen-Gemeinde Saint-Dié des Vosges. Es gab kleinere Sachschäden, verletzt wurde niemand.

Die Oper in Straßburg und ein Ferienlager mit 50 Schülern in den Vogesen wurden evakuiert. Bewohner berichteten, dass Hausrat aus Regalen gestürzt sei. Nach dem Erdstoß wurden noch mehrere leichte Nachbeben registriert. In etlichen französischen Städten gingen die Menschen nach dem mittelschweren Beben aus Angst vor einstürzenden Häusern auf die Straßen. „Anrufer vermuteten ein Attentat oder eine Explosion“, berichtete die Pariser Feuerwehr. Bei Feuerwehren und Radiostationen standen die Telefone lange nicht still, weil besorgte Bürger wissen wollten, was geschehen war.

Risse in Hauswänden

Auch in Baden-Württemberg und dem Saarland gab es Schäden an Häusern. In der Schweiz war das Beben ebenfalls zu spüren. Gut 300 Notrufe gingen bei der Polizeidirektion Freiburg ein. Im Stadtgebiet Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald wurden Schäden an mindestens vier Gebäuden in Form von Fassadenrissen gemeldet. In Mannheim und Karlsruhe wurde an jeweils einem Haus ein Fassadenriss gemeldet, wie ein Sprecher der Landespolizeidirektion Karlsruhe erklärte.

Der erste Erdstoß der Stärke 5,4 wurde nach Angaben der Straßburger Erdbebenwarte gegen 21.40 Uhr registriert. Er dauerte etwa acht Sekunden. Das Erdbeben, eines der schwersten der vergangenen Jahrzehnte in Frankreich, war in etwa 30 Départements des Landes zu spüren gewesen. Das Institut für Erdphysik in Straßburg wies darauf hin, dass die Region um Saint-Dié tektonisch noch nicht zur Ruhe gekommen sei. Die Präfektur des französischen Departements Meurthe-et-Moselle warnte die Bevölkerung, dass es in den nächsten Tagen zu weiteren Erdstößen kommen könnte.

Text: @cop
Bildmaterial: dpa

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