Behörden-Notruf

Bei Schlagloch Anruf!

Künftig ein Fall für die 115?

Künftig ein Fall für die 115?

18. Dezember 2006 Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will einem Zeitungsbericht zufolge einen bundesweit einheitlichen Notruf einführen, der bei Ärger mit Behörden und Ämtern weiterhilft. Unter der Nummer 115 sollen Experten sieben Tage in der Woche rund um die Uhr Bürger beraten, berichtet das „Hamburger Abendblatt“.

Dabei könne es sich um Probleme wie ein Schlagloch in der Straße, die verdreckte Bank im Bushäuschen oder Probleme mit Antragsformularen handeln. Damit dies gelingt, sollen alle Behörden von Bund, Ländern und Kommunen technisch miteinander vernetzt werden. Merkel wolle sich schon heute auf der ersten nationalen IT-Konferenz in Potsdam für den Notruf öffentlich stark machen.

Hilfe innerhalb von Sekunden

Vorbild für den Behörden-Notruf sei der Bürgerservice in New York, mit dem Michael Bloomberg die Bürgermeisterwahl in der amerikanischen Metropole gewonnen hat. Unter der Telefonnummer 311 meldet sich in New York innerhalb von maximal sieben Sekunden rund um die Uhr ein kompetenter Ansprechpartner, der sich um die Anliegen seiner Anrufer persönlich kümmert.

„Persönlich kümmern“ heißt dabei: ein einfaches Weiterverbinden, wie es bei vielen Hotlines häufig vorkommt, soll es nicht geben. Der Ansprechpartner gibt selbst Auskunft oder nennt eine neue Telefonnummer, unter der dem Bürger konkret geholfen werden kann.

Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: dpa

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