Raumfahrt

Japan auf dem Weg zum Mond

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14. September 2007 Japan hat am Freitagmorgen erfolgreich eine Sonde ins All geschossen, mit der der Mond beobachtet werden soll. „Kaguya“ hob in der Nacht zu Freitag von der Insel Tanegashima ab. 45 Minuten später trennte sich die Sonde von der Rakete und machte sich auf die 380.000 Kilometer lange Reise zum Mond.

Es sei die aufwendigste und ehrgeizigste Mondmission seit dem Apollo-Programm Amerikas 1969, teilte die japanische Raumfahrtagentur (Jaxa) mit. „Wir haben die Rakete erfolgreich abgeschossen und die Sonde von der Rakete getrennt“, teilte Jaxa-Sprecher Eriko Sunada mit. Mit der Sonde sollen Entstehung und Entwicklung des Mondes erhellt werden. Außerdem sei sie der erste Schritt für Japans Ziel, eine bemannte Raumstation auf dem Mond zu errichten.

Wichtig für Vorsprung vor China, Indien und Amerika

„Kaguya” hebt von der Insel Tanegashima ab

„Kaguya” hebt von der Insel Tanegashima ab

Mit rund 15 verschiedenen Messinstrumenten und Beobachtungsgeräten soll die mineralische Zusammensetzung des Mondes ermittelt und magnetische Phänomene aufgeklärt werden. Das Programm kostet rund 55 Milliarden Yen (355 Millionen Euro). Ein Jahr lang soll „Kaguya“ in einer Höhe von 100 Kilometern über dem Erdtrabanten kreisen und dessen Oberfläche untersuchen.

Außerdem ist an der Sonde eine hochauflösende Kamera installiert, um zu filmen wie die Erde über dem Mond aufgeht. Wichtig ist das „Kaguya“-Projekt für Japan auch, um sich in der Raumfahrt einen Vorsprung vor China, Indien und Amerika bei der Erforschung des Monds zu verschaffen.

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AFP, reuters

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