Justiz

Microsoft verklagt 17jährigen wegen seines Domain-Namens

19. Januar 2004 Zwischen einem kanadischen Teenager und dem Softwarekonzern Microsoft ist ein bizarrer Rechtsstreit entbrannt. Der Grund: Der 17jährige Mike Rowe erweiterte seinen Namen in seiner Internet-Adresse um die Silbe „soft“. Microsoft hält von wenig von www.mikerowesoft.com und wirft Rowe einen Verstoß gegen das Urheberrecht vor. Der Softwaregigant brachte seine Anwälte gegen den Schüler aus Victoria in British Columbia in Stellung, damit er die Adresse seiner Web-Site schleunigst ändere.

Im August 2003 hatte Mike Rowe seine Internet-Adresse registrieren lassen, die im November vergangenen Jahres die kanadischen Microsoft-Anwälte auf den Plan rief. „Ich hätte nie gedacht, daß sie ihre hoch bezahlten Juristen gegen mich einsetzen würden“, sagte er der Zeitung. Er verlangte von Microsoft für die Aufgabe seines Namens eine Entschädigung, weil er bereits eine Menge Ausgaben für seine Webseite und den Aufbau seines Gewerbes als Webdesigner gehabt habe.

Das daraufhin erfolgte Angebot über zehn Dollar schien ihm jedoch weit unter Wert, und er hängte optimistisch drei Nullen an. Microsoft hält den Preis für den Domain-Namen allerdings für zu hoch. Noch ist die Angelegenheit nicht ausgestanden. Mike Rowe sicherte sich mittlerweile selbst den juristischen Beistand eines Freundes, auch die Familie stehe im Streit mit Microsoft hinter ihm, beteuerte er. Ein Konzernsprecher teilte derweil mit, man habe die Hoffnung, eine Lösung im gegenseitigen Einvernehmen zu finden. Details über eine mögliche Entschädigungszahlung wollte er gleichwohl nicht nennen.

Text: @mg

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