Tiere

Schwarze Witwen im Obst - Britische Hausfrauen geschockt

27. November 2002 Die gute Nachricht für britische Verbraucher: Ihre Weintrauben sind weniger mit Insektengift belastet. Die schlechte Nachricht: In den Trauben finden sich deutlich mehr Giftspinnen. Wie die „Times“ und der „Daily Telegraph“ am Mittwoch berichteten, haben in den vergangenen zwei Monaten drei britische Hausfrauen Spinnen der Spezies „Schwarze Witwe“ in ihren Weintrauben gefunden.

Diese Spinnenart, Lactrodectus mactans, ist 15 Mal giftiger als eine Klapperschlange. Alle hatten das Obst bei der größten britischen Supermarktkette Tesco gekauft. Die Trauben stammen aus einem kalifornischen Anbaugebiet, wo statt Insektengift „natürliche Feinde“ der Schädlinge eingesetzt werden. Dazu gehören auch kleine Spinnen - allerdings nicht die tödlichen Schwarzen Witwen. „Aber weniger Pestizide bedeutet auch, dass sich andere Insekten - ohne Schaden zu nehmen - in dem Obst verkriechen können“, sagte ein Tesco-Sprecher. „Das scheint hier mit den Schwarzen Witwen passiert zu sein.“

Stephanie Thorneycroft entdeckte ihre Schwarze Witwe, nachdem sie die Weintrauben in ein Sieb geschüttet hatte: „Ich habe geschrien und bin nach draußen gerannt, um den Mann meiner Nachbarin zu suchen“, sagte sie. Der habe die Spinne tot geschlagen. Linda Cooper bereitete gerade die Pausen-Mahlzeit für ihre Kinder zu, als ihr Blick auf „eine schwarze, glänzende Spinne“ fiel. Sie rief die Polizei, die das Tier in den Londoner Zoo brachte. Das Exemplar, das Noelle Bolzern in ihren Trauben fand, war bereits tot.



 
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