27. Februar 2003 Die Creutzfeldt-Jakob-Epidemie in Großbritannien klingt einer neuen Studie zufolge möglicherweise ab. Die Zahl der Todesfälle durch die neue Variante der unbehandelbaren Gehirnkrankheit sinkt demnach kontinuierlich: Im Jahr 2000 waren es noch 28, im Jahr 2001 dann 20 und 2002 nur noch 17. Die am Freitag im Fachmagazin Lancet veröffentlichte Studie wurde vom staatlichen britischen Beobachtungszentrum für die Creutzfeldt- Jakob-Krankheit (CJK) in Edinburgh erstellt.
Einer der Autoren, Robert Will, bezeichnete es als ermutigend, dass die Zahl der Todesfälle abnehme. Die Schlussfolgerung, dass die Epidemie dauerhaft im Abklingen begriffen ist, wäre jedoch voreilig, warnte er. Darauf gebe es bisher nur Hinweise.
In den vergangenen Jahren hatten einige Forscher auf der Basis von Hochrechnungen Hunderttausende oder sogar Millionen von CJK-Fällen in Großbritannien vorausgesagt. Die Krankheit wird nach geltender Kenntnis durch den Verzehr von BSE-infiziertem Fleisch übertragen.
Text: dpa