Demographie

Niedrigste Geburtenzahl in Deutschland seit 1946

Die Zahl der Geburten ist in Deutschland im vorigen Jahr so stark gesunken wie seit 15 Jahren nicht mehr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kamen demnach 2005 weniger Kinder zur Welt als im ersten Nachkriegsjahr 1946.

Lesermeinungen zum Beitrag

18. März 2006 14:40

Betriebswirtschaft und niedrige Geburtenrate

Herbert Winter (Tell59)

Schon mal überlegt wo da der Zusammenhang besteht? Die heutigen Grundsätze der Betriebswirtschaft stehen diametral im Widerspruch zu jenen einer kinderreichen Familie! Wer nichts anderes lernt, als nach immer mehr Mammon zu streben, kann sich – da scheuklappenanalytisch geschult - nicht für Kinder entscheiden, denn diese sind ein Kostenfaktor mit eher unsicherer Rendite, keineswegs aber bringen sie die kurzfristigen Gewinne, nach denen "Controler" und Manager lechzen.

Wenn nun zum Kindermachen aufgerufen wird, bekommt man zwangsläufig den bitteren Verdacht, daß die Konkurrenz unter den sich um Arbeitsplätze raufenden Mittel- und Unterschichten zusätzlich angefacht werden soll. Denn es droht, was Betriebswirtschaftler am meisten fürchten: Arbeitskräftemangel! Als Kenner der Marktgesetze wissen sie, daß Angebot und Nachfrage den Lohn regulieren. Und sie wissen ebenfalls, daß dem Holen billiger Arbeitskräfte aus dem Ausland Grenzen gesetzt werden können. Ja was dann?

Großes Zetern allseits, da weniger Geburten als zu Zeiten wo Deutschland total in Trümmern lag. Heute liegen nicht die Häuser in Trümmern, sondern die menschliche Zuversicht! In den schmucken deutschen Häusern sieht die eigene Zukunft in den Köpfen der Menschen aus wie ein Überflug über das zerstörte Dresden.

Die Menschen wehren sich: Der Verweigerung gerechter Arbeitsbedingungen und Löhne wird die Verweigerung der Produktion künftiger Sklaven entgegengestellt.

Also doch betriebswirtschaftlich?

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17. März 2006 09:20

so wird es kommen: 2

Klaus Steffen (krs)

Als weiterer logischer Schritt wird dann auch der Vertrieb und der Verkauf von Verhütungsmitteln einem strikten Verbot unterworfen. Dergleichen wird nur noch nach notwendiger medizinischer Indikation zu haben sein. Besitz und Erwerb jenseits dieser medizinischen Erfordernis wird wie der Besitz und Erwerb von harten Drogen verfolgt und bestraft werden.

Gleichzeitig wird es zu einschneidenden Restriktionen gegenüber jeglicher Wirtschaftstätigkeit kommen, um die absolute Gleichrangigkeit von Frauen und erst recht von Müttern in den (allen) Betrieben durchzusetzen. Ein Antidiskriminiererungsgebot, daß alles bisher Denkbares in den Schatten stellt. Das Wort Familie wird einen Stellenwert erhalten, den man sich heute nicht mehr vorstellen kann.

Alle diese Maßnahmen können, müssen aber nicht, die Freiheit des Individuums einschränken. Die Verantwortung für das Ganze jedenfalls, wird spürbarer werden. Und es ist absehbar, daß dies den Beifall des betroffenen Volkes finden wird.

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17. März 2006 09:08

so könnte es kommen: 1

Klaus Steffen (krs)

Ganz langsam wird es den Menschen im Lande bewußt (werden), daß in Deutschland in nicht allzu großer Ferne ca. 20 Mio. Menschen fehlen werden. Irgendwann wird das auch den Politikern auffallen. Infolge der demographischen Entwicklung werden große Landesteile veröden und es wird mühsam und teuer sein, die Infrastruktur des Landes aufrecht zu erhalten. Inkl. des öffentlichen Nahverkehrs.

Da wird es nicht mehr lange dauern, bis die Politik die Patentrezepte entdecken wird. Zunächst einmal wird weiter an den Sozialsystemen bis zu deren Unkenntlichkeit herumgebastelt. Dann aber wird man die Notwendigkeit entdecken, gleich einer Währungsreform, einen radikalen Schnitt vorzunehmen: Von der Generationensolidarität weg, zur individuellen Absicherung. An der individuellen Absicherung und Versicherung auf allen Gebieten wird kein Weg mehr vorbeiführen. Egal, wie schön oder schrecklich dies gesehen werden wird.

Dann wird sich die Politik der Tatsache erinnern, daß in diesem Lande jährlich ca. 250000 Menschen buchstäblich auf den Müll geschmissen werden. Vornehm zurückhaltend und beschönigend nennt man das heute Abtreibung. Demographen können leicht errechnen, wie sich 2,5 Mio. Menschen in 10 Jahren auf die Bevölkerungsstatistik langfristig auswirken. Die Folge wird sein, daß derartiges Tun wie vor 50 jahren unter (erhebliche) Strafe gestellt werden wird. Abtreibung wird dann wie ein gewöhnlicher heimtückischer Mord behandelt werden.

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17. März 2006 08:42

Sehr geehrter Herr Herden,

Holger Manier (Peel)

vielleicht sind die Türken wegen ihres"angestaubten Familienbildes"so eine junge, starke Nation geworden...
Und die Deutschen wegen ihres "Progressivismus" am untergehen.
#Schon mal bedacht?

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17. März 2006 08:30

Verstand

Jean-Louis Palgen (Jeanlouis)

Tiere bekommen Nachwuchs ohne Verstand, wir sind aber keine Tiere. Tiere werfen ihre Kinder aus dem Nest wenn sie reif sind. Die Natur ernährt sie dann, oder nicht!
Wir sind aber keine Tiere, und unsere Kinder werden nicht von der Natur ernährt. Ich habe drei Kinder, und nur weil ein System es so will aus soll ich eins davon erschiessen?
Vögel können sich in Hecken einnisten, mein dritter Bub kann das nicht, warum in aller Welt auch wenn er Kinder mag soll er welche machen.
Ich finde ein Familienministerium ist überflüssig, ehrliche Politik für die Familien, das heisst zum Weiterbestand des Staates müsste selbsverständlich sein. Aber der Staat hat sich seit Menschengedenken nur auf dem Buckel der Familien fortgepflanzt. Und das Clou am Spektakel war dass Zölibatäre wie die Pfarrer und der Papst dies auch noch unterstützten, anstatt mal zu sagen wer und was die Stütze des Staates ist!
Dies Diskussion wird ja zeigen ob es die Renditen sind oder die Kinder. Was uns wertvoll ist dafür müssen wir Geld ausgeben, sei es ein Auto, ein Tornado, den Militäreinsatz im Kongo, den Berliner Flughafen, usw.
Da fallen die Entscheidungen und Geld ist kein Problem, komisch nicht? Nur bei der Umsetzung auf Kinderfreundlich, Kindertagesstätten, das scheint es nicht so lockker zu sitzen.
Übrigens mit Befremden wurde Angelikas Weg in den USA empfunden, Frau und Politik ohne Kinder!

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16. März 2006 15:44

Kinderlast ?

Richard Herden (richardherdenqwert)

Herr Seidl: das verwundert mich in der Tat auch immer an
der deutschen Diskussion über Kinder.

Hierzulande kreist diese Diskussion vor allem um die mit
Kindern verbundenen Lasten und Kosten, und welche
Entschädigungen dafür der Staat den Eltern schuldet.

Die natürliche Kinderliebe anderer Nationen, deren
Familien nicht annähernd vergleichbare öffentliche Hilfe
erhalten, wo Kinder dennoch zuallererst als ein Geschenk
anstatt als Belastung für die man auf Entschädigung pocht
empfunden werden, vermisse ich in Deutschland sehr.

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16. März 2006 13:27

Verkehrte Welt

Andreas Seidl (ASeidl)

Wenn die Deutschen zu wenig Kinder haben suchen viele die Schuld beim Staat oder der Gesellschaft. Sie müssen Kinder fördern, kinderfreundlicher sein etc.

Machen wir es uns da nicht zu leicht?

Die öffentliche Diskussion verfolgend trifft man stets darauf, daß bei Kindern von Belastungen gesprochen wird. Ich persönliche habe die Widmung und den Aufwand, den ich unserm Nachwuchs täglich spende niemals negativ als Belastung empfunden!

Wir müssen bei uns selber anfangen und überlegen, wie wir das Thema Fimilie / Kinder in unserer persönlichen Betrachtung besetzen, negativ oder positiv.

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16. März 2006 12:50

vorsintflutliches Familienbild

Richard Herden (richardherdenqwert)

Frau Weinrich: damit sprechen Sie einen wunden Punkt an.

Solange Familienpolitik in Deutschland von konservativen
Männern gemacht wurde, war das Ideal die hierarchisch
organisierte Hausfrauenehe: der Mann macht Karriere,
die Frau bedient ihn und putzt. Diese Vorstellung spukt
noch heute in vielen Köpfen herum und schreckt viele
junge Frauen davon ab, Kinder zu haben.

Wer glaubt, ich übertreibe: bis vor ein paar Jahrzehnten
durften Frauen in Deutschland weder ein eigenes Bank-
konto besitzen noch überhaupt einen Beruf ausüben
(ausser der Ehemann gab schriftlich seine Erlaubnis und
bestätigte, dass die Frau trotzdem ordentlich kochte und
putzte) und die bürgerlichen Grundrechte für Frauen sind
in den 50er Jahren nur gegen den erbitterten Widerstand
rechter Familienpolitiker in die Verfassung aufgenommen
worden.

Aber wir sind ja sooo fortschrittlich und die Türkei darf
nicht in die EU weil wir uns um die Frauenrechte sorgen ...

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16. März 2006 10:57

Weckt Erinnerungen an die "Drei Affen".

HMA Tornow (hatow)

Wie die Bevölkerung inzwischen auch gemerkt hat, scheinen diese Tatsachen die aktuellen Abgeordneten, ausser bei öffentlicher Befragung, nur unwesentlich zu tangieren, da unsere Abgeordneten spätestens nach der zweiten Wahlperiode ihren garantierten, überdurchschnittlichen Versorgungsanspruch erhalten haben!

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16. März 2006 10:09

@Berufsleben und Kindererziehung in der DDR

Jean-Louis Palgen (Jeanlouis)

Nur eines der wenigen Dinge? Aber ein wesentlisches. Deshalb hat Onkel Helmut ja auch genial sich die DDR einverleibt um damit über seine danebengeratene Familienpolitik hinwegzutäuschen.
Denn in der BRD bestand das Problem schon lange vorher, schliesslich kommt so etwas nicht von Heute auf Morgen.

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16. März 2006 09:40

Berufsleben und Kindererziehung in der DDR

Sandra Weinrich (Sandra_Weinrich)


Der letzte Abschnitt dieses Artikels kann eigentlich nur für
westdeutsche Mütter zutreffen, da in der ehemaligen DDR
Berufsleben und Kindererziehung sehr wohl miteinander
verbunden wurde. (Eines der wenigen guten Dinge in der DDR). Das Probem an Deutschland ist, das es absolut
reaktionär und frauen-kinder-alten-feindlich ist.
Es scheint mir auch, als ob immer nur den Frauen die
Schuld daran gegeben wird, das Berufsleben und Kinder-
erziehung nicht miteinander verbunden werden kann.
Erstmal muss der Staat einer Frau mehr Möglichkeiten bieten und das es auch für Männer keine Blamage ist
einmal ein Jahr zu Hause zu bleiben. (Mal davon abgesehen das Männer immer noch mehr verdienen als
Frauen für die selbe Arbeit.)
In Schweden gibt es dieses Modell auch, warum nicht hier?

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15. März 2006 22:31

Ordnungspolitische Schraube

Jesco Topp (jesco_topp)

Alle Leute hier sagen, Deutschland müsse wieder familienfreundlicher werden und fordern sofort, dass der Staat etwas tun müsse.

So funktioniert das nicht. Bevor ich Kinder bekomme stelle ich doch keine Gewinn-und-Verlust-Rechnung an. Dreht man an irgendwelchen ordnungspolitischen Stellschrauben, dann wird sich doch die *Einstellung* der Menschen zu Kindern nicht ändern. Jemand, der Kinder liebt, wird wohl auch unter diesen Rahmenbedingungen welche bekommen. Wer Kinder nicht leiden kann, der bekommt auch keine (solange er nicht zu doof zum Verhüten ist). Jemand, der nur Kinder (nicht) bekommt, weil es schlecht für seinen Lebensstandard ist - tut mir leid - der sollte *nie* im Leben Nachkommen zeugen.

Immer dieses Obrigkeitshörige Deutschland... Mensch, traut Euch doch mal das zu tun was ihr wollt,... und versucht nicht immer dem Staat alles zuzuschieben.

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15. März 2006 17:27

Überzogenes Unterhaltsrecht

wilhelm rose (wilhelm.rose1)

Ein Grund mit für die Weigerung, Kinder zu bekommen und großzuziehen, ist das -im Gegensatz z.B. zu Frankreich - völlig überzogene Unterhaltsrecht sowohl für Kinder wie für den die Kinder betreuenden Elternteil (also meistens die Mutter). Hier können oft -natürlich immer im angeblichen Interesse des Kindes - Forderungen durchge-
setzt werden, die oft mit einer fairen Haltung nichts mehr zu tun haben. Die Beziehungen der geschiedenen Eltern und der Kinder werden dadurch meistens auf Dauer belastet oder sogar endgültig zerstört. Dabei liegt es gerade im Interesse der Kinder, wenn ihre Eltern auch nach der Trennung und Scheidung verantwortungsvoll miteinander umgehen und nicht dauernd Krieg gegen-
einander führen.

Zudem wird nach der endgültigen Trennung der unterhaltsverpflichtete Elternteil (meistens der Vater) durch den Wegfall des Splittingvorteils finanziell in unzumutbarer Weise benachteiligt, sodaß für Unterhalts-
zahlungen erheblich weniger zur Verfügung steht und dann ggfs. das Sozialamt eintreten muß. Besser wäre es in jedem Fall, den Kindesunterhalt steuerlich mehr als bisher geltend machen zu können, damit der dadurch erzielte Vorteil dann auch unmittelbar ohne weiteren Verwaltungsaufwand den Kindern zur Verfügung stehen kann.

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15. März 2006 15:14

Albernheiten

Wolfgang Schaefer (schaeferw)

Interessanterweise sind immer die Rahmenbedingungen schuld, der Umgang der Gesellschaft mit Rabenmüttern, Benachteiligung der Familien durch die Politik, die Kinderfeindlichkeit des Drogeristen Schlecker und wer sonst noch. Stimmt ja alles irgendwie. Aber die eigentliche Wahrheit ist: Wer hat schon Bock auf Kinder? Die sind einfach anstrengend, teuer und lästig. Das zuzugeben wäre ehrlich, alles Andere sind nur Ausreden.
Und wer heute in Deutschland noch auf etwas von oben wartet, hat die letzten 30 Jahre auf einem anderen Stern gelebt.

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15. März 2006 03:43

Aufklaerungsarbeit der Politik fehlt

Thorsten Pattberg (PhillipPaux)

Es muss ernsthafte Politik betrieben werden, um das Ruder noch einmal rumzureissen. Japan konnte seine Population gezielt in nur 50 Jahren verdoppeln, um die zweitgroesste Wirtschaftsmacht der Erde zu werden. Deutschland konnte sich stets in Europa behaupten, weil wir die Bevoelkerung immer hoeher halten konnten als Britannien oder Frankreich.
Das hat sich alles geaendert. Die Tuerkei wird groesste EU-Macht (nach Einwohnerzahlen), Britannien verschmilzt mit Indern, Moslems, Asiaten zu einer neuen Gesellschaftsform, Frankreich tut alles um auf mindestens 70 Millionen in 2050 zu gelangen (und damit Deutschland einzuholen, die wir bis dahin auf 69 Millionen geschrumpft sein koennten).
Amerika wird auf 450 Millionen kommen, das ist geschriebenes Gesetz, da will die Politik hin, da muss sie hin, um zu ueberleben, sonst geht der Westen den Bach runter. Der Praesident wird bis dahin nicht mehr weiss sein.
China wird in deutschen Schulen behandelt, als seie es eine Art 'Unfall', dass sich die Chinesen so stark vermehrten. Dabei haben sich seit Darwin's Theorien bis heute die Chinesen verdoppelt mit dem einzigen Ziel die maechtigste Rasse der Erde zu werden, was kein Geheimnis in Asien ist (Mao Zedong), aber in Deutschland nach der Kriegsniederlage nicht mehr oeffentlich diskutiert werden darf.

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