Nepal

Mekka für Trekking-Touristen und Abenteurer

22. August 2002 Das Himalaya-Königreich Nepal gilt unter Kulturtouristen, Abenteurern, Bergsteigern und Trekkern als Traumziel. Die Besucherzahlen stiegen ständig, bis im vergangenen Jahr der Untergrundkrieg der Maoisten eskalierte und der Tourismus einbrach.

Aber trotzdem kommen immer noch Touristen, um die Königsstädte im Kathmandu-Tal zu erkunden, um den Mount Everest im Osten, mit 8.848 Metern der höchste Berg der Welt, zu umwandern oder gar zu bezwingen, oder um im Annapurna-Massiv im Westen auf eine mehrtägige Tour zu Fuß zu gehen.

Anziehungspunkt Mustang

Das sagenumwobene Königreich Lo, im Westen als Mustang bekannt, zieht Leute an, die sowohl an Kultur interessiert als auch sportlich sind. Die abgelegene Region nördlich des Himalaya auf 4.000 Metern Höhe ist nur für Trekker zugänglich.

Diese müssen in einer Gruppe anreisen und eine spezielle Erlaubnis haben. Denn Lizenzen für einen Mustang-Besuch sind rar. Kritiker meinen, dass den vielleicht 5.000 Einwohnern auch so schon viel zugemutet wird durch ausländische Bergwandergruppen.

Zum Ausgangspunkt der Mustang-Touren in Jomsom fliegen nur Propeller-Maschinen vom Typ Twin Otter, weil der Ort fast 3.000 Meter hoch liegt. Die Strecke zwischen Jomsom und Pokhara führt durch eine 6.000 Meter tiefe Schlucht zwischen dem Annapurna und dem Dhaulagiri. Der Flug gilt nicht nur als extrem schwierig, sondern ist so spektakulär, das viele Touristen die Reise zwischen Jomsom und Pokhara allein wegen des Ausblicks auf die Bergwelt machen.

Rückgang des Tourismus

Trotz aller Attraktionen leidet Nepal seit zwei Jahren unter einem Rückgang des Tourismus, der eine der wichtigsten Devisenquellen des extrem armen Landes ist. Im Kampf zwischen Maoisten und Polizei sind seit 1996 schon mehr als 5000 Menschen getötet worden. Auch das Massaker an der Königsfamilie im vergangenen Jahr schadete dem Image Nepals.

Text: dpa

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