03. September 2001 Nach wochenlangen schweren Regenfällen sind in Vietnam und im benachbarten Kambodscha mindestens 49 Menschen ums Leben gekommen. Fast eine halbe Million Menschen ist auf der Flucht vor den Fluten und 125.000 brauchen dringendst Nahrungsmittel.
Im Mekong-Delta stehen über 80.000 Behausungen teilweise mehr als einen Meter unter Wasser. Die Armee hat bisher 28.000 Menschen in Sicherheit gebracht, die jetzt entlang der Straßen in Notunterkünften kampieren. Weitere 23.000 sollen auf höher gelegenes Gelände gebracht werden, teilte ein Sprecher der Provinzbehörde für Überschwemmungen und Stürme mit.
Wir brauchen viel mehr, um die Hungrigen versorgen zu können
Genauso verheerend ist die Nahrungsversorgung im Lande. Bisher ist es gelungen, Lebensmittel im Wert von rund 8.500 Mark zu beschaffen, aber das lange nicht aus, um die mehr als 125.000 Hungerleidenden zu versorgen. Auch im benachbarten Kambodscha ist die Lage bedrohlich: Örtlichen Medienberichten zufolge sind dort etwa 400.000 Menschen auf der Flucht vor den Fluten.
Im vergangenen Jahr erlebte das fruchtbare Mündungsgebiet die schwersten Überschwemmungen seit 40 Jahren. Dabei kamen fast 500 Menschen ums Leben.
Text: @kate
Bildmaterial: dpa