11. November 2005 Polizei und Feuerwehr haben an diesem Freitag mit einem Großaufgebot in Elmshorn (Kreis Pinneberg) nach einem verschwundenem Zweijährigen gesucht.
Der kleine Tim war am Donnerstag abend unter mysteriösen Umständen aus der Wohnung seiner 21 Jahre alten Mutter verschwunden. Bis zum Nachmittag fehlte von dem Jungen jede Spur. Die Polizei wollte die Suche noch bis zum Einbruch der Dunkelheit fortsetzen, sagte ein Polizeisprecher an diesem Freitag in Elmshorn. Rund 80 Polizisten und Feuerwehrmänner durchkämmten den ganzen Tag die Umgebung des Wohnhauses und ein nahes Bahngelände. Taucher der Feuerwehr suchten im Fluß Krückau nach Spuren, fanden aber keine Hinweise auf den Verbleib des kleinen Jungen. Auch der Einsatz eines Hubschraubers mit einer Wärmebildkamera am Vormittag brachte nach Angaben der Polizei keine Erfolge. Am Abend sollten auch Anwohner in der Nähe der Wohnung befragt werden, sagte der Sprecher. Für die Befragungen hat die Kriminalpolizei 20 Beamte aus Itzehoe und Elmshorn in kleine Gruppen aufgeteilt. Bereits in der Nacht zum Freitag hatten Streifenwagenbesatzungen nach dem Kind gesucht.
Bisher keinerlei Anhaltspunkte
Nach ersten Aussagen der Mutter hatte sie ihren bereits schlafenden Sohn gegen 19 Uhr am Donnerstagabend ins Bett gebracht. Weil sie den Jungen nicht wecken wollte, habe sie ihm keinen Schlafanzug angezogen. Sie selbst habe sich im angrenzenden Wohnzimmer hingelegt und sei eingenickt. Als die 21jährige nach drei Stunden aufwachte und noch einmal nach dem kleinen Tim sehen wollte, sei dieser nicht mehr da gewesen, sagte die Mutter der Polizei.
Bisher haben wir keine Anhaltspunkte, sagte der Polizeisprecher. Es könne derzeit aber nichts ausgeschlossen werden. Es sei möglich, daß der Junge die Wohnung seiner allein erziehenden Mutter auf eigene Faust verlassen hat, auch ein Verbrechen sei denkbar. Wir ermitteln in alle Richtungen, sagte der Sprecher. Hinweise auf einen familiären Hintergrund für das Verschwinden gebe es aber nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Bekleidet ist Tim nach Angaben der Polizei mit einer blauen Jeans, rot-weißen Turnschuhen und einem grau-melierten Pullover mit rotem Bruststreifen und kleinen Teddybären.
Text: dpa
Bildmaterial: dpa/dpaweb