03. August 2001 Über 100 Fußballteams aus 23 Ländern treten ab Samstag beim Robo-Cup 2001, der 5. Internationalen Fußballmeisterschaft für Roboter, in Seattle (US-Bundesstaat Washington) gegeneinander an.
Eine Woche lang werden die Roboter auf einem Fußballfeld von der Größe einer Tischtennisplatte einen Fußball von der Größe eines Golfballs kicken. Je nach Größe treten die Roboter in vier Wettkampfklassen gegeneinander an. Sie wurden vorab so programmiert, dass sie selbst die Entscheidung über die Bewegungen und die Spielstrategie treffen müssen.
Entwicklung künstlicher Helfer
Nach dem Startschuss dürfen die Trainer nicht mehr in den Wettkampf eingreifen. Für ihre Trainer, Ingenieure und Computerfachleute renommierter Universitäten aus aller Welt, sind die Fußballkenntnisse der Roboter nur ein Nebenprodukt. Ihre Forschung gilt der Entwicklung von künstlichen Helfern, die in Teamarbeit medizinische Operationen ausführen, Brände bekämpfen und in Katastrophengebieten aushelfen.
Es dauert bis zu einem Jahr, das Programm und die Hardware für ein automatisches Fußballteam zu entwickeln. Bei der ersten Weltmeisterschaft im Jahr 1997 hätten viele Roboter den Ball häufig nicht getroffen, sagen die Veranstalter. Doch mit jedem Wettkampf würden sie sich enorm verbessern.
Software- statt Trikottausch
Am Ende des RoboCup-Turniers wechseln die Spieler zwar keine Trikots, doch die Erfinder tauschen ihre Software aus, um das Spieltempo und den technischen Fortschritt zu beschleunigen.
Text: @tk, mit Material von dpa
Bildmaterial: FU-Fighters Berlin