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Dedaye

Hilfe haben sie noch nicht bekommen

Vor den Resten ihres kleinen Dorfes nahe dem Ort Dedaye im Irrawaddy-Delta im Südwesten Burmas hockt eine junge Frau im Regen am Straßenrand, neben ihr ein kleines Kind. Der Zyklon „Nargis“ hat hier am 2. Mai die Hütten der Menschen zerfetzt, zerpflückt, zerdrückt, von kaum einer steht noch mehr als das hölzerne Gerüst, auch hier sind viele Menschen ums Leben gekommen. Hilfe hätten sie noch keine bekommen, Reis hätten sie keinen mehr und auch keine Planen, um wenigstens das Regenwasser zum Trinken zu sammeln, sagt die junge Frau. Ihr Kind presst sich dichter an sie heran. Von allen Seiten kommen etwa 40 Menschen heran, sie haben das Auto gesehen. Sie sind mager, ihre Augen geweitet, dem Monsun begegnen sie mit nichts als Baumwollhemd und Wickelrock am Leib. Etliche husten.