Musik

Neue Regeln für den Grand Prix

Nach der Kritik vor allem aus den traditionsreichen westlichen Grand-Prix-Ländern an dem Finale des Eurovision Song Contest in Helsinki im Mai hat die Europäische Rundfunkunion nun weitreichende Regeländerungen beschlossen.

Lesermeinungen zum Beitrag

03. Oktober 2007 11:18

One man, one vote

Mike aus Mainz (8GradOst50GradNord)

Anstatt komplizierteste neue Regeln zu schaffen, sollte man einfach den demokratischen Grundsatz der Stimmgleichheit (One man, one vote) bei der Telefonabstimmung einführen. Wenn ein Land sich in 3 Länder aufteilt, hatten sie bislang 3x so viel Stimmgewicht wie vorher, siehe Ex-Jugoslawien. Bei echter Stimmengleichheit wäre es egal, ob bspw. die BRD künftig mit 16 Ländern antreten würde, es blieben potenziell 80 Millionen Stimmen. Bei diesem Verfahren bräuchten die großen Länder auch keine automatische Setzung wie bisher, sie hätten ja ohnehin mehr Stimmgewalt. Die einzige Regel, die beizubehalten wäre, wäre dass man nicht für sich selbst abstimmen darf. Ich wüsste nicht, was dagegen spräche. Warum sollen Länder wie Malta unproportional zur eigenen Bevölkerung Stimmen an ein anderes Land verteilen dürfen. Wenn Malta ein tolles Lied hat - oder Serbien wie dieses Jahr, - können sie nach wie vor gewinnen. Und bevor jetzt jemand im Sinne der Political Corectness meint, das ginge ja nicht, weil "Deutschland dann die meisten Stimmen hätte", kann man ihn ja beruhigen, die meisten Stimmen aus Deutschland werden bestimmt auch weiterhin für "Turkey" abgegeben werden, aber die Schummelei zwischen Skandinaviern und Balkaniern wäre vorbei.

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03. Oktober 2007 00:52

Gibt es einen Grand Prix Zwang für Deutschland?

A. Malliki (a.malliki)


Diese Regelung macht bestimmt nicht glücklich und bringt viel Streit und Unmut in eine Talentshow.

Es wäre gescheiter sich einfach aus dem Grand Prix zurückzuziehen. Wir könnten viel Geld sparen und die ARD und ZDF eine Spende an unser Gesundheitssystem überweisen.

Deutschland wird auch mit der neuen Regelung nicht mehr Chancen erwarten können. Die Deutschen Chancen des Grand Prix bestehen lediglich darin, dass der Teilnehmer (Text + Musik) auf dem Grand Prix Sampler standardmäßig verewigt wird und GEMA-Gebühren abkassieren kann.

Europaweites Ausstrahlungsrecht sowie eine Millionenfachauflage darf man nicht verachten.

Deshalb ist wohl auch die Vorentscheidung in Deutschland so verfilzt und die GEZ-Gebühren (Sorry Rundfunkgebühren - richtig?) werden in Siegel, Raab und Bohlen sicher angelegt.

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02. Oktober 2007 19:33

Skandalös

corinna makowski (makowski2)

Was ist fair an einem Verfahren, dass einige Länder von vorneherein bevorzugt? Jetzt soll die Popularität des Song-Contests erhalten werden, indem man ost- und mitteleuropafeindliche Menschen zu befriedigen sucht. Das ist das eigentlich Skandlöse an dieser Entscheidung. Westeuropäische Musiker müssten in der Konsequenz diese Veranstaltung boykottieren. Das wäre eine würdevolle Reaktion auf diese Entscheidung und würde Solidarität mit den mittel- und osteuropäischen Künstlern demonstrieren.

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02. Oktober 2007 19:30

Ungerechtigkeit!?

Valery Schuetz (ValeRock)

So lange sich die westlichen Länder (Skandienawien) die Punkte zugeschanzt hatten, war wohl alles in Ordnung.
Ungerecht ist einzig und allein, dass einige Länder sich nicht durch gute Musik, sonder durch "Geldbestechungen" in das Finale qualifizieren. Ein aufmerksamer Beobachter wir merken, dass die osteuropäischen Länder wesentlich mehr Aufwand für den Grand Prix betreiben und professioneller auftreten. Deshalb landen sie auch oben. Und nach mermaligen Anhören des Songs des letzten Siegers muss ich zugeben, dass sie zurecht gesiegt hatte.

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02. Oktober 2007 18:52

Faires Verfahren

Christian Weichbrodt (weicc001)

Mich hätten Änderungsvorschläge auch eher überzeugt, bei denen die großen Geldgeber sich auch einem Qualifikationsentscheid stellen. So wird das alte Problem, daß nämlich Titel bei Halb- und Endfinale laufen und damit von einem Wiedererkennungseffekt profitieren können, nicht beseitigt. Und auch wenn wir die Rechnung bezahlen, einem Teil Europas, der jahrzehntelang vom Wettbewerb ausgeschlossen war und nun frischen Wind in die Veranstaltung bringt, sollte man nicht so offensichtlich zeigen, wer meint, die Hosen anzuhaben und sich dabei als beleidigte Leberwurst geriert.
Zumal Punkteschieben ja keine osteuropäische Erfindung ist...(siehe Griechenland/Zypern, Skandinavien)

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