Den Weg zm Arbeitsamt hat das Hungeropfer gescheut

Verwahrlosung

Depressiver verhungert in seiner Wohnung

Vor den Augen seiner Mutter ist ein 20 Jahre alter Mann in seiner Wohnung verhungert. Anscheinend litt er unter Depressionen. Die Mutter sagte allerdings aus, es sei nicht genug Geld da gewesen, um Lebensmittel zu kaufen.

Lesermeinungen zum Beitrag

21. April 2007 10:07

Manche sollten sich erstmal informieren...

Andre Heidrich (Luthienne)

Seit der Einführung von ALG2 gibt es nahezu KEINE weiteren Hilfen mehr, die man beantragen könnte. Ausgenommen sind z.b. Klassenfahrten bei Schulkindern, Beihilfen zum Umzug (NUR wenn man von der ARGE dazu aufgefordert wurde).
Alles andere muss von den 345€ bestritten werden, bei vielen Arbeitslosen auch ein Teil der Miete, weil es kaum noch freie Wohnungen gibt, die den Richtlinien entsprechen.
Als normaler Mensch gibts selbstverständlich auch einige Versicherungen, die einfach sein müssen- Hausrat und Haftplicht, um nur mal die wirklich wichtigen zu nennen.
Und wenn es Arbeitslose gibt, die gute Erfahrungen mit engagierten Sachbearbeitern gemacht haben, heißt das noch lange nicht, dass es überall so ist. Die Regelungen ermöglichen den Fallmanagern sehr viele Enscheidungen im eigenen Ermessen, was wiederum mit den Entsprechenden Charakterzügen- oder Anweisungen von "oben"- vielfältige Möglichkeiten gibt, den Einzelnen regelrecht zu schikanieren.

Es ist erwiesen, dass seit der Einführung von ALG2 die Anzahl depressiver Arbeitsloser massiv zugenommen hat.
Größtenteils liegt es aber, da muss ich zustimmen, nicht an der finanziellen Ausstattung, sondern an der Behandlung bei den Behörden.

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19. April 2007 01:35

Verwahrlosung-Depressiver verhungert...

Gabriele Hönschel (Gabiele)

Ich persönlich verstehe die ganze Diskussion hier nicht und warum hier ein Zusammenhang zwischen "Hungertod" und "Harz IV" konstruiert wird.
Die Hauptursache ist doch die Depression, die Patt-Situation dieser beiden Menschen, unfähig, sich selbst zu helfen.
Was ist denn mit den vielen Alkoholikern z.B. die sich zu Tode trinken oder Fresssüchtige ? Manche davon haben sogar eine gut bezahlte Arbeit und trotzdem werden sie arbeitsunfähig irgendwann und versterben früher.
Ich persönlich bin selbst Harz-IV-Empfänger und habe unter dem geringen "Einkommen" auch sehr zu leiden, weil alle anderen Umstände, wie Altlasten usw. gar nicht mit berücksichtigt werden. (Kredite sind ja eigentlich zurückliegende Investitionen in die Volkswirtschaft).
Dennoch ist mir der 1-Euro-Job erspart geblieben und ich sehe, wie frustriert die Mitarbeiter der ARGE sind. Und trotzdem versuchen sie, ihren Job gut zu machen.
Setzen Sie sich mal ein paar Stunden dort hinein und beobachten Sie, wie viele Leute herumpöbeln, nach Alkohol stinken und sich aufführen wie ein Haufen Minderbemittelter. Ich möchte nicht tauschen müssen. Also nicht immer schimpfen, weil gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen !

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18. April 2007 16:39

Die letzten Jahrzehnte...

Tobias Riepe (TobyR)

... medizinischen Fortschritts scheinen an einigen Kommentatoren hier spurlos vorübergegangen zu sein.
Der Betroffene litt, wie es aussieht, unter Depression. Das ist keine Laune oder Charakterschwäche, sondern eine *Krankheit*, und zwar eine, die genetische und neurologische Ursachen hat. Mit der gleichen Stichhaltigkeit, mit der man hier sagt "selber Schuld", könnte man dies auch bei einem Hirntumor oder anderen Krankheiten sagen. Also, Krebspatienten, geistig Behinderte und andere durch chronische Krankheit Arbeitsunfähige lassen wir dann auch munter verhungern?

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18. April 2007 15:56

@Fichtner (ebaristo)

Fridolin Hanf (frihan)

Sehr geehrter Herr Fichtner,
mal abgesehen von der Polemik bzgl Herrn Schröders und der Regierung, die ich nicht weiter kommentieren möchte, lässt es sich von 375 EUR durchaus leben.

Sicher, damit fährt man nicht nach Mallorca. Damit kauft man auch keine JOOP Anzüge oder ein neues Auto oder auch nur einen DVD Spieler.
Das ist aber auch alles Luxus, den sich andere ERARBEITEN müssen.
Fürs täglich Brot reichen 375 EUR allemal. Für Kleidung und zusätzliche Zuwendungen (Fernseher,Radio) kann man Anträge einreichen.
Verhungern MUSS niemand. Auch nicht von ALG 2 oder Hartz IV. Wer das behauptet verkennt nicht nur die Tatsachen, sondern äußert schlichtweg Unwahrheiten.

Welche Versicherungen von den 375 EUR abgehen müssen Sie mir bitte darlegen und bitte auch in welcher Höhe.

Ich jedenfalls konnte von 150 EUR als Student gut essen. Ich kenne immer noch Kommilitonen, die noch weniger Geld benötigten, um immer gut zu essen. Der Spitzenreiter ist der Vater eines guten Freundes, der den inneren Ansporn hatte, für damals noch 50 Pfennig pro Tag zu essen. Das Essen war immer ausgezeichnet und keineswegs schal oder wenig nahrhaft.

Für jeglichen Mehrbedarf muss man allerdings arbeiten, der Staat steht nur für die Grundversorgung.

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18. April 2007 13:20

Die Willkür der Arbeitsagenturen!

Michael Fichtner (ebaristo)

Die fehelnde Betreuung sowie unsere unsozialen Sozialgesetze sind an der Verwarlosung schuld sowie die Willkür der Mitarbeiter in den Arbeitsagenturen. Im römischen reich entschied der Kaiser mit Daumen hoch oder runter über das Schicksal der Einzelnen, heute darf dies jeder kleine Angestellte der Arbeitsagentur!

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18. April 2007 13:11

Der Staat trägt die Verantwortung!

Michael Fichtner (ebaristo)

Für die Verwarlosung trägt der Staat die Verantwortung bzw. die rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder (Bundeskanzler a.D.) sowie allen Mitgliedern des Bundestages und Bundesrates, die den Hartz4-Gesetzen zugestimmt haben. Was muss in Deutschland noch passieren, müssen erst dutzende oder hunderte von Kindern verhungern, bis die Politik etwas unternimmt und diese sinnlosen Hartz4-Gesetze abschaffen.

Und Kommentatoren, die behaupten, das diese Leute selber dran Schuld sind, die sollten selber mal von 345 Euro im Monat leben und davon gehen auch noch Versicherungen und Lebensunterhaltskosten ab.

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18. April 2007 12:33

Möglicherweise Bedarfsgemeinschaft

Thomas Schmitz (thomas31584)

Möglicherweise lag in diesem Fall eine Bedarfsgemeinschaft vor. Ich selbst wohne auch bei meinen Eltern und bekomme kein ALG II, weil meine Eltern "nicht bedürftig" sind. Im Falle einer Bedarfsgemeinschaft, wenn ich den bürokratischen Zirkus richtig verstanden habe, hätte die Mutter das ALG II für beide beantragen müssen. Wäre vielleicht interessant dem nachzugehen, wie es bei den beiden gewesen ist. Jugendliche haben sonst erst ab 25 die Möglichkeit ihr bedarfsgemeinschaft unabhängiges ALG II zu beantragen. Möglicherweise erklärt sich deshalb auch die relativ niedrige Jugendarbeitslosigkeit, die Vermittlung ist so schlecht, da lohnt es sich nicht, wenn man kein Geld bekommt bei der Arbeitsagentur registriert zu sein. Ähnliches gilt auch für AUsbildungsplatzsuchende....

MfG

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18. April 2007 12:33

Na Und?

Franz Besorgt (franzbesorgt)

Ein arbeitsscheuer ist durch eigenen Dummheit verhungert?

Wer ist schuld: ER und NUR ER!

Eigenverantung ist eine Selbstverständlichkeit, wenn hier ständig nach dem Staat geschrieen wird, zeigt dies nur wie sehr die meisten schon dieses unschöne Zwangsbeglückungsdenken des "allmächtigen Sozialstaats" übernommen haben.
Darüberhinaus: Vielleicht mal kritisch mit der Mutter wegen unterlassenner Hilfeleistung reden. Und ansonsten: Wer keine Lust mehr hat soll gehen, ist sein gutes Recht.

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18. April 2007 12:15

Überwachungsstaat vs Aufsichtspflicht

Gerd Kochem (Kah-thurak1)

Einerseits wird an jeder Ecke über den "Überwachungsstaat" gekammert, und auf der anderen Seite ist das Geschrei groß, wenn der Staat nicht merkt, das zwei Erwachsene in der eigenen Wohnung verhungern, weil sie möglicherweise die ihnen zu stehenden Sozialehilfegelder nicht beantragt haben... Sicher ist das tragisch, aber was soll der Staat den tun? Bei jedem Bürger regelmäßig vorbeikommen und nach dem rechten sehen? Wenn weder Mutter noch Sohn es schaffen, sich um Hilfe zu bemühen, und auch zu niemandem Kontakt genug haben, als das dieser die Situation erkennt und hilft oder die Behörden informiert, dann sind das nunmal tragische Einzelschicksale, für die es keinen externen Schuldigen gibt. Also erspare man sich doch bitte die Suche nach einem solchen...

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18. April 2007 12:03

na, es geht also doch

Jeff Ciacci (j.ciacci)

man trage persönliches missempfinden sozialer unterschiede nicht lärmend und blutrünstig nach aussen, sondern erwarte stattdessen still und einsam den eintritt des unvermeidbaren.

als folge schrumpft das medieninteresse schon zusammen, bevor es sich auch nur in ansätzen zu entfalten gedachte

als opfer weitgehend ähnlicher ursachen nahm dieser held rücksicht auf das strapazierte gewissen des publikums

andererseits könnte dekandenz eine angemessene zustandsbeschreibung einer gesellschaft, die einem hungeropfer aus den eigenen reihen überhaupt mediales interesse zugesteht, darstellen.

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18. April 2007 11:49

Gesellschaftsbedingte Verwahrlosung

Clive Parker (CParker)

Hier liegt wahrhaftig ein Fall der Verwahrlosung vor, Verwahrlosung durch die Gesellschaft. Die nachgeschobene Erklärung, der Betroffene habe Arbeitsangebote abgeschlagen, soll vermutlich als Feigenblatt dienen, um die Scham zu verdecken, die wir alle empfinden müssten. Beraubt ihrer Lebensgrundlage und ihrer Würde ziehen sich Arbeitslose zurück. Sie sehen ihr Heil im Alkohol oder verfallen einer Depression. Als Depressiver ist man kaum in der Lage, morgens aufzustehen. Insbesondere Klinischdepressive sind de facto arbeitsunfähig. Aus dieser tragischen Situation einen Vorwurf (Arbeitsunwillen) konstruieren zu wollen, ist eine Schande. Ein Umdenken täte not. Wo sollte man anfangen? Vielleicht bei den sogenannten Wirtschaftsweisen, die als Gefangene seelenloser und krankhafter neoliberaler Theorien tatsächlich empfehlen, Niedriglöhne weiter zu senken, obgleich Deutschlands Stärke in der Breite der Mittelklasse liegt. Diese Mittelklasse schrumpft. Eine tragende Säule des Wohlfahrtssystems bröckelt also ab. Anstatt diesen Prozess beschleunigen zu wollen, sollte man dafür sorgen, dass möglichst viele in den Kreis der relativ Sorglosen aufgenommen werden. So werden Kaufkraft und inländische Nachfrage erhöht, Arbeitsplätze geschaffen.

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18. April 2007 11:17

Familienverantwortung Teil 2

Fridolin Hanf (frihan)

Der junge Mann hat alle Arbeit ausgeschlagen. Das war sein unveräußerliches Recht. Er hat die Konsequenzen auf schreckliche und tragische Weise tragen müssen. Auch das war sein Recht.

Interessant wären hier die Hintergründe über Art und Weise seiner Ausbildung, Werdegang, Qualifikationen. Nur damit liesse sich darüber spekulieren, ob das Schicksal hätte abgewendet werden können und eventuell vorzusorgen, das dies ein Einzelfall bleibt.

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18. April 2007 11:16

Familienverantwortung Teil 1

Fridolin Hanf (frihan)

Schrecklich, keine Frage.
Aber zwingen kann man niemanden, zum Arbeitsamt zu gehen. Oder einer Arbeit nachzugehen. Oder sich in Behandlung zu geben.
Das nennt man bei uns auch Selbstbestimmungsrecht. Und ist eines unserer meistgeachteten und härtest verteidigten Grundrechte, liebe Mitkommentatoren.

In meiner Bekanntschaft gibt es ein paar Hartz IV Empfänger, bzw ALG 2. Keiner von denen musste bisher hungern.

Das Arbeitsamt ist auch nicht in Verantwortung zu ziehen, ein psychologisches Gutachten über seine Kunden zu erstellen. Dafür sind die Mitarbeiter, egal wie motiviert, nicht ausgebildet.
Wenn hier jemand die Schuld trägt, ist es die Mutter, die ihr eigenes Kind verhungern liess, ohne etwas zu unternehmen. Und genauso verhält es sich auch: Die Familie wird in Verantwortung gezogen, nicht der Staat.
Verantwortung fängt in der Keimzelle an, erst wenn diese nicht mehr existiert, geht es weiter an der Staat.
Und auch dieser kann nur soweit helfen, wie jeder einzelne Bürger ihn lässt.
Wie gesagt, Selbstbestimmungsrecht.

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18. April 2007 11:14

Wer hat die Schuld am Tod des Mannes?

Fikret Sitti (sunci)

Ich finde der Staat fühlt sich in seinen Kreisen sehr Wohl.
Wenn ich in meinem Umkries sehe wieviele Hartz 4 Empfänger knapp bei Kasse sind, wie verwahrlost Sie sind,
frage ich mich wo bleibt der Sozialstaat. Wieso wird hier nicht geholfen? Mann kann mit H4 nicht überleben. Das ist hier wohl auch ein sehr gutes Beispiel dafür.
Wie soll jemand mit 345€ im Monat bei Hartz 4 auskommen.
Ich hoffe das bald wieder mal was für die Bevölkerung gemacht wird.
Die Arge bietet vielen keine Jobs an! Obwohl Deutschland wieder in Boom ist. Es sind mehr Stellen ausgeschrieben, aber die A-losenzahl sinkt nicht, es geht den Haushalten nicht gut. Wie soll man von 1200 Netto mit einer 3 köpfigen Familie auskommen. Wo von allein für Miete die Hälfte aufgewendet wird.

Das ist zu wenig, man schränkt sich so ein, das man am sozialen Leben gar nicht mehr Teilnehmen kann.
Man kann sich nicht dementsprechen Anziehen etc... geschweige denn Ausgehen. Sogar Kinobesuche sind auf 1x in 2 Monaten oder weniger reduziert.

Ich wünsche mir das die Regierung mal was für die gering Verdienenden tut.


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18. April 2007 11:04

Fragen über Fragen...

Andre Heidrich (Luthienne)

Der junge Mann hat mit seiner Mutter in einem Haushalt gewohnt, diese hatte schon seit Jahren keine Hilfen mehr beantragt. Dies müsste eigentlich auch so beim Amt bekannt gewesen sein.
Er selbst lehnt Angebote ab bzw bewirbt sich gar nicht erst.

Normalerweise Grund genug für die Argentur, irgendwelche Mauscheleien und verschwiegenen Einkünfte zu vermuten und- in dieser Konstellation im Gegensatz zu vielen anderen Fällen auch durchaus berechtigt!- mit ihrer schon sprichwörtlichen Verfolgungsbetreuung einzusetzen.

Und wo blieb der viel gelobte, angeblich ach so tolle Kontakt der Fallmanager zu ihren Kunden? Es soll wahrscheinlich am Ende niemandem aufgefallen sein, dass der Mann immer mehr abmagerte, wenn dem so wäre.

Es hätte, egal wie intensiv der Kontakt war, reichlich Möglichkeiten gegeben, entgegenzuwirken- man hätte nur mal die Augen aufmachen müssen.

Aber halt, nein- man hat ja schon eine Kürzung ausgesprochen, und nach der Sanktion kann man sich anscheinend als Sachbearbeiter dann wohlgefällig in den Sessel zurücklehnen und den nächsten hineinwinken, um über sein Schicksal zu entscheiden.

Böse Zungen könnten sagen, der Mann hat geholfen, den Haushalt wieder ins Reine zu bringen.

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18. April 2007 11:03

Fragen über Fragen...

Andre Heidrich (Luthienne)

Der junge Mann hat mit seiner Mutter in einem Haushalt gewohnt, diese hatte schon seit Jahren keine Hilfen mehr beantragt. Dies müsste eigentlich auch so beim Amt bekannt gewesen sein.
Er selbst lehnt Angebote ab bzw bewirbt sich gar nicht erst.

Normalerweise Grund genug für die Argentur, irgendwelche Mauscheleien und verschwiegenen Einkünfte zu vermuten und- in dieser Konstellation im Gegensatz zu vielen anderen Fällen auch durchaus berechtigt!- mit ihrer schon sprichwörtlichen Verfolgungsbetreuung einzusetzen.

Und wo blieb der viel gelobte, angeblich ach so tolle Kontakt der Fallmanager zu ihren Kunden? Es soll wahrscheinlich am Ende niemandem aufgefallen sein, dass der Mann immer mehr abmagerte, wenn dem so wäre.

Es hätte, egal wie intensiv der Kontakt war, reichlich Möglichkeiten gegeben, entgegenzuwirken- man hätte nur mal die Augen aufmachen müssen.

Aber halt, nein- man hat ja schon eine Kürzung ausgesprochen, und nach der Sanktion kann man sich anscheinend als Sachbearbeiter dann wohlgefällig in den Sessel zurücklehnen und den nächsten hineinwinken, um über sein Schicksal zu entscheiden.

Böse Zungen könnten sagen, der Mann hat geholfen, den Haushalt wieder ins Reine zu bringen.

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18. April 2007 10:30

Wir

José Rodriguez (KW2)

Depressionen sind eine Krankheit.
Geldtransferleistung sind kein Heilmittel gegen Krankheiten.
Was hier versagt hat ist die Sensibilität der beteiligten zu erkennen das hier jemand dort abgeholt werden muss wo er steht.

Eine Überweisung an den zuständigen Sozialpsychiatrischen Dienst
wäre hier von Nöten gewesen dort hätte man wohl recht schnelle bemerkt das der Mann
nicht arbeitsfähig gewesen ist also kein Fall fürs ALG I sondern zumindest auf zeit
ins SGB XII ( ALG II) gehört.

Eine entsprechende Betreuung auch mit Medikamenten kann helfen.
So schlimm der Einzelfall sich auch anhört so sehr ist er auch die Ausnahme auch bei ähnlich gelagerten fällen.

Die Verantwortung einzig auf den Mitarbeiter der Arbeitsagentur zu schieben wäre aber sehr verkürzt und würde nur der Polemik dienen.

Was ist mit der Mutter, den Nachbarn, dem Hausarzt letztlich uns allen?
Auch in zukunft werden sich solche fälle nicht ausschließen können.

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18. April 2007 06:35

Ist das Alles???

Klaus Weil (KlausWeil)

Ein Depressiver verhungert, ein Alkoholiker saeuft sich tod etc. Kurze Meldung, dass. Aber keine Information, die verstehen helfen kann, warum Menschen im perfekten Sozialsystem der BRD ueberhaupt alkoholabhaengig oder depressiv werden koennen. Oder gar, warum jemand den zweiten Gang zum Sozial- oder Arbeitsamt scheut.

Die Gesellschaft krankt an der "Beflissenheit" der Bediensteten der oeffentlichen Fuersorge. Mehr als nur traurig: entsetzlich!

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18. April 2007 05:39

Verhungert

heinz peter (pitiplatsch)

Und was macht die FAZ ? Erst mal in Frage stellen warum ? Liebe FAZ es war kein Geld da um etwas zum Essen einzukaufen ! und wahrscheinlich hat er sich geschämt Geld zu beantragen, und warum ? dies sollten Sie ermitteln. Weil der Staat nicht genügend Geld ausgibt für die ärmsten, und lieber Kriege mitfinanziert so siehts aus und nicht anderst. Was kostet wohl ein Mittagsessen derjenigen die diese Gesetze bestimmt haben ??

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18. April 2007 04:58

Und Schröder verhungert nicht in seinen Werken...

Rudolf Neuber (r.neuber)

Was hat denn Schröder 7 Jahre lang gemacht?

Acht Prozent der Bevölkerung dürfen es Schröder danken, daß er sich um nichts gekümmert hat.

Sieben Jahre hat Schröder Zeit gehabt, um die wirklichen Probleme des Landes anzupacken; stattdessen reiste er in die libysche Wüste oder nach Moskau zur Feier des deutschen Niedergangs oder führte Prozesse wegen seiner Haarfarbe oder spielte Bäumchen-wechsel-dich mit dem Arbeitsamt.

Und das ist das Ergebnis: Acht Prozent Unterschicht, acht Prozent Frauen im Elend, acht Prozent Kinder in Pariahverhältnissen..

Wie gesagt: die SPD ist die Partei des kleinen Mannes!

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18. April 2007 04:32

Die Schuld des rotgrünen Gesetzgebers

Rudolf Neuber (r.neuber)

Genauso intensiv wie seitens der Behörde jeder Arbeitslose verfolgt und mit Geldentzug genötigt wird, sollten die Arbeitsagenturen - oder wie immer sich die Hartz-Gebilde nennen - auch Arbeitslose "betreuen" die sich nicht melden, weil die Arbeitsagenturen inzwischen abschreckend wirken. Wo bleibt die Meldung des Arbeitgebers?
Die von Schröder strangulierten Arbeitslosen ohne Meldung dürfen von der Behörde nicht einfach übergangen und vor den Statistiken verschwiegen werden.

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17. April 2007 23:57

Was muss man eigentlich tun?

Thomas Newman (arwate)

Wer Depressionen hat, ist nicht arbeitsfähig. Gilt das dem Arbeitsamt etwas? - Vermutlich nur, wenn der Betroffene die Initiative ergreift und ein psychologisches Gutachten einreicht oder sowas.

Schade nur, dass Initiative ergreifen das genaue Gegenteil dessen ist, wozu einen Depressionen ermächtigen.

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