Nordsee

Kaum noch Hoffnung für fünf Vermisste nach Schiffsunglück

13. April 2007 Nach dem Kentern eines norwegischen Schleppers vor den schottischen Shetland-Inseln bestand am Freitag kaum noch Hoffnung für fünf vermisste Besatzungsmitglieder. Drei Männer waren am Vorabend kurz nach ihrer Bergung aus der Nordsee gestorben. „Wir erwarten eigentlich nicht mehr, Überlebende zu finden“, sagte eine Sprecherin der britischen Küstenwache. „Es ist traurig, aber wir müssen realistisch sein.“

Die Suche nach Überlebenden mit Hubschraubern wurde eingestellt. Rettungstaucher würden aber weiterhin versuchen, in das Innere des gekenterten Schiffes zu gelangen. Dort seien die fünf Vermissten mit großer Wahrscheinlichkeit eingeschlossen, sagte die Sprecherin.

Ursache des Unglücks von völlig unklar

Die mit 15 Norwegern besetzte „Bourbon Dolphin“ war rund 160 Kilometer vor den Shetlands bei kräftigem Wind vor einer Öl-Bohrinsel gekentert. Zehn Besatzungsmitglieder konnten am Donnerstagabend aus dem Wasser geborgen werden. Einige Stunden später teilte die Küstenwache mit, dass drei von ihnen gestorben sind. Die sieben Überlebenden wurden in das Krankenhaus von Lerwick auf den Shetlands geflogen.

Sicherheitshalber wurden von der Bohrinsel „Transocean Rather“ alle nicht unbedingt erforderlichen Mitarbeiter ans Festland gebracht. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der gekenterte Schlepper gegen die Plattform treibt und diese beschädigt, hieß es. Die britischen Behörden kündigten eine Untersuchung des Unglücks an, dessen Ursache bislang völlig unklar sei. Das Schiff der Reederei Bourbon Norway sei weniger als ein Jahr alt.



Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: AP

 
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