Ohne Ausnahmen

Rauchverbot in englischen Pubs

Englands Pubs werden zu rauchfreien Zonen

Englands Pubs werden zu rauchfreien Zonen

14. Februar 2006 In englischen Pubs und Clubs darf künftig nicht mehr geraucht werden. Für ein Totalverbot des Rauchens in allen öffentlichen Einrichtungen und selbst in Privatclubs, die nur Mitgliedern zugänglich sind, stimmte am Dienstag abend eine große Mehrheit des britischen Parlaments. Nun muß die Gesetzesvorlage noch vom Oberhaus abgesegnet werden. Dort galt eine Zustimmung als sicher.

Damit schließt sich England Nordirland und Schottland an, wo entsprechende Verbote im Frühjahr in Kraft treten. In Wales steht ein Verbotsbeschluß kurz bevor. 384 Mitglieder des Unterhauses in London votierten bei einer Abstimmung ohne Fraktionszwang für das Totalverbot, 184 Abgeordnete lehnten es ab.

Rauchverbot für Kneipen

Mit der Mehrheit von 200 Stimmen wurden Anträge vom Tisch gefegt, die Ausnahmen vom Rauchverbot für Kneipen ohne Speiseangebot oder wenigstens für Mitgliederclubs vorsahen. Gesundheitsministerin Patricia Hewitt hatte vor der Abstimmung in einer flammenden Rede darauf verwiesen, daß in Großbritannien jedes Jahr rund 120.000 Menschen an Krankheiten sterben, die Mediziner auf das Rauchen zurückführen.

Großbritannien folgt mit dem Verbot dem Beispiel anderer europäischer Staaten, darunter Irland, Italien, Norwegen und Schweden. Auch in Neuseeland und in zahlreichen Bundesstaaten der USA, darunter Kalifornien und New York, darf nirgendwo in Gaststätten geraucht werden.

Text: FAZ.NET mit Material von Reuters und dpa
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa

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