Abschlußbericht

Dianas Tod ein „tragischer Unfall“

Von Claudia Bröll, London

Diana starb am 31. August 1997 in Paris

Diana starb am 31. August 1997 in Paris

14. Dezember 2006 Prinzessin Diana ist aus der Sicht britischer Ermittler bei einem „tragischen Autounfall“ ums Leben gekommen. Die zahlreichen Verschwörungstheorien, Diana sei vor neun Jahren ermordet worden, hätten sich nicht bestätigt, teilte der frühere Chef der Londoner Polizei, Lord John Stevens, am Mittwoch in London mit.

Die Ergebnisse des 832 Seiten langen Untersuchungsberichts decken sich mit den früheren Ermittlungen französischer Beamter. Demnach hatte der Chauffeur Henri Paul, der ebenfalls ums Leben kam, die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, weil er doppelt so schnell wie erlaubt gefahren und zudem angetrunken gewesen war.

Auch Prinz Charles ist befragt worden

Auch für das Gerücht, die Prinzessin sei von ihrem Geliebten Dodi al Fayed schwanger gewesen und beide hätten eine Hochzeit geplant, fand die Polizei keine Anhaltspunkte. Die 36 Jahre alte Diana, der 42 Jahre alte Dodi al Fayed und Fahrer Paul waren am 31. August 1997 im Pont-de-l'Alma-Tunnel in Paris verunglückt. Paparazzi hatten das Paar gejagt.

Fast drei Jahre lang befragten die Ermittler insgesamt 400 Personen, unter ihnen Dianas früheren Ehemann Prinz Charles, ihren Sohn Prinz William, den Ehemann der Königin, Prinz Philip, und die Chefs der Geheimdienste MI5 und MI6. Sie sammelten 20.000 Schriftstücke und 1500 Zeugenaussagen. Umgerechnet 3,7 Millionen Euro kostete die Untersuchung.

„Der einzige Mensch, der die Wahrheit wisse“

Beendet sind die Spekulationen um den Tod der Prinzessin damit jedoch noch nicht. Der Vater von Dodi al Fayed, der Harrods-Eigentümer Mohammed al Fayed, reagierte auf den Bericht erzürnt. Die Ergebnisse seien „schockierend“, sagte er der BBC.

„Die Beweise sind erfunden worden, um den Terroristen und Verbrecher, der meinen Sohn umgebracht hat, zu schützen.“ Er sei „der einzige Mensch, der die Wahrheit wisse“. Al Fayed ist der festen Überzeugung, daß Prinz Philip den Geheimdienst beauftragt hatte, Diana und seinen Sohn zu ermorden, weil die Prinzessin ein Kind von dem Ägypter erwartete.

Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung
Bildmaterial: dpa, picture-alliance / dpa/dpaweb

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