01. April 2004 Telefonieren am Steuer, Falschparken und die Gurtpflicht in Bussen - von diesem Donnerstag an gilt im Straßenverkehr ein neuer Bußgeldkatalog. Neben höheren Gebühren drohen vor allem mehr Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg:
Telefonieren am Steuer: Autofahrer, die während der Fahrt telefonieren, indem sie sich ein Handy ans Ohr halten, müssen 40 Euro zahlen - zehn Euro mehr als bisher. Außerdem gibt es einen Punkt in Flensburg. Radfahrer zahlen statt bisher fünfzehn künftig 25 Euro.
Falschparken: Ein Bußgeld von 40 Euro wird fällig, wenn das Auto an einer unübersichtlichen Stelle oder in einer Kurve steht und damit Rettungsfahrzeuge behindert. Das Zuparken einer Feuerwehrzufahrt kostet 50 statt bisher 35 Euro. In beiden Fällen ist außerdem ein Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg fällig.
Fahren im Kreisverkehr: Falsches Fahren in einem Kreisverkehr wird künftig mit zwanzig Euro Bußgeld geahndet.
Illegale Rennen: 1000 Euro Strafe, vier Punkte und ein Monat Fahrverbot drohen Autofahrern, die bei illegalen Autorennen erwischt werden.
Busverkehr: In Bussen, die mit Gurten ausgestattet sind, gilt künftig Anschnallpflicht. Wer die Sicherheitsgurte nicht anlegt und ertappt wird, zahlt 30 Euro. Für zu schnelles Fahren werden Busfahrer härter bestraft. Wenn sie innerorts 21 Stundenkilometer oder außerhalb von Ortschaften 26 Stundenkilometer zu schnell fahren, droht ihnen ein Monat Fahrverbot.
Lastwagenverkehr: Ein Fahrverbot bei zu schnellem Fahren wird früher erteilt. Beim Überholen auf der Autobahn muß der Lastwagenfahrer mindestens zehn Stundenkilometer schneller fahren als das Fahrzeug, das er überholen möchte. Sonst riskiert er einen Punkt in Flensburg und muß 40 statt bisher 30 Euro zahlen.
Text: (dpa). Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.04.2004, Nr. 78 / Seite 7
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