04. März 2002 Die Herzen von Forschern schlagen schneller, wenn sie an kleinste Bauteile aus einzelnen Molekülen denken. Denn winzige Pinzetten und Schraubenzieher könnten wiederum als Werkzeuge für andere, nur einige Nanometer große Gerätschaften dienen.
Um den winzigen Werkzeugkasten zu komplettieren, greifen Nadrian Seeman und Angela Belcher von der New York University auf biologische Konstruktionen zurück. Denn DNS, Träger genetischer Informationen, und andere organische Moleküle neigen dazu, mit bestimmten anderen Molekülen spezifische Strukturen zu bilden. Damit könnte DNS als Gerüst für sich kristallisierende anorganische Moleküle dienen.
Den nächsten Schritt sehen die Wissenschaftler in dynamischeren Modellen. Ein DNS-basiertes Gerät könnte den Zusammenbau und die Funktion von kleinsten Robotern steuern. Zum Beispiel könnte es das Öffnen oder Drehen von anderen Geräten steuern. Das Elegante an solchen Geräten wäre, dass sich die Nano-Werkzeuge selbst zusammenbauen. Etwas DNS mit den richtigen Molekülen zusammengebracht - und fertig ist der Nano-Bausatz. Hört sich einfach an, doch leider ist es noch Zulkunftsmusik.
Text: @cop
Bildmaterial: dpa
