Bärenjagd

"Bruno" schreckt Hüttenwirt

Bärenspuren am Hasenstall

Bärenspuren am Hasenstall

08. Juni 2006 Der Braunbär "Bruno" treibt sich weiter in Tirol (Österreich) herum. Am Mittwoch abend wurde das aus Südtirol (Italien) stammende Jungtier mit dem offiziellen Namen "JJ1" oberhalb von Zirl bei Innsbruck bei einer Skihütte gesehen, wo er den Hüttenwirt samt Freundin erschreckte, bevor er das Weite suchte.

Erste Versuche der Naturstiftung WWF, das Tier in Tirol in eine Falle zu locken, scheiterten inzwischen. Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) appellierte am Donnerstag an den bayerischen Umweltminister, daß alles getan werde, den Bär lebend zu fangen. "Wir sehen in der geplanten Aktion mit den finnischen Bärenjagd-Hunden eine große Gefahr, daß der Bär in die Enge getrieben und vorschnell erschossen wird", sagte der BN-Landesvorsitzende Hubert Weiger.

Bärenjäger am Wochenende im Einsatz

Noch in dieser Woche sollen im Auftrag des bayerischen Umweltministeriums finnische Bärenjäger mit ihren speziell geschulten karelischen Bärenhunden auf die Pirsch gehen, um "Bruno" zu betäuben oder notfalls zu erlegen. Nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA kam es am Mittwoch abend fast zu einer direkten Begegnung zwischen "JJ1" und dem Wirt einer Skihütte oberhalb von Zirl.

Offenbar hatte der keineswegs scheue Bär versucht, in ein Nebengebäude des Anwesens einzudringen. Als der Wirt und seine Freundin den verdächtigen Geräuschen im Freien nachgehen wollten, ergriff der Bär die Flucht. Am Donnerstag morgen entdeckte der Wirt dann die zwischen 15 und 20 Zentimeter große Abdrücke von Bärentatzen. Möglicherweise, so der Augenzeuge, habe "Bruno" nach Schafen gesucht.

Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: dpa

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