17. April 2002 Im Sommer 1960 brach die damals 26-jährige Jane Goodall zum Tanganjika-See in Ostafrika auf um die dort lebende Schimpansen-Population zu beobachten. Eine Frau allein im Urwald unterwegs - die Aktion sorgte weltweit für Aufsehen und machte die Tierforscherin berühmt. Die britische Primatenforscherin und Umweltschützerin wird nun im Alter von 68 Jahren Friedensbotschafterin der Vereinten Nationen.
Mit ihren Forschungen im Land der Schimpansen erfüllte sich die in London geborene und in Südengland aufgewachsene Jane Goodall einen Kindheitstraum. Ich interessiere mich für Tiere seit ich denken kann, sagt die Primatenforscherin. Ihre Vorliebe für Schimpansen wurde ihr praktisch in die Wiege gelegt. Zu ihrem zweiten Geburtstag bekam sie von ihrem Vater eine Schimpansenpuppe geschenkt. Für die kleine Jane ein einschneidendes Erlebnis.
Lieblingsbücher: Tarzan, Dr. Doolittle
Als Kind las sie am liebsten Tierbücher. Dr. Doolittle, Dschungelbuch, Tarzan. Viele Jahre danach schrieb sie selbst einen Berg von Büchern und wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Vor allem über Affen, deren Verhaltensweise sie seit nunmehr über 40 Jahren studiert. Später dann schrieb sie auch Abhandlungen über Umweltschutz und den Weltfrieden.
1977 gründete die mit unzähligen Auszeichnungen überschüttete Forscherin das Jane Goodall Institute, das sich zunächst um die Erforschung wildlebender Schimpansen kümmerte. Im Lauf der Jahre widmete die Wissenschaftlerin ihr Institut zu einer Einrichtung um, die sich um das Überleben aller Lebwesen sorgt. Weltfrieden und Toleranz sind seit einigen Jahren die Lieblingsthemen Jane Goodalls.
UN-Friedensbotschafterin
Damit ist die für den ehrenamtlichen Posten der UN-Friedensbotschafterin prädestiniert. Mehr auf jeden Fall als ihre Vorgänger, Sängerstar Luciano Pavarotti, Boxlegende Muhammed Ali und Filmheld Michael Douglas, die auch schon für die Vereinten Nationen als Friedensbotschafter unterwegs waren.
Text: @tk
Bildmaterial: AP
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