Fahrverbote

Keine Angst vor der Umweltzone

Die neue Feinstaubverordnung der EU ist in Kraft getreten. Im Sommer sollen die ersten Umweltzonen eingerichtet werden, doch die meisten Autofahrer werden erst 2008 betroffen sein. Das Gesetz hat wesentliche Schwächen, Nachbesserungen sind nötig - und werden schon diskutiert.

Lesermeinungen zum Beitrag

02. März 2007 20:41

Zum Thema Feinstaub ...

Harald HEINZ (willer3)

Wer kann mir erklären, wie das Europäische Gleichbehandlungsgesetz erfüllt werden soll, wenn serienmäßige eingebaute geschlossene Rußpartikelsysteme (die gleichzeitig oft auch eine Reduktion der Stickoxide bewirken) mit offenen System steuerlich, wie auch wirkungsmäßig, gleichgesetzt werden sollen? Das ruft sofort nach einer Klage vor dem europäischen Parlament, was auch so kommen wird, denn ich werde mir nicht gefallen lassen, ein geregeltes System zu fahren, das ich, ohne Zuschuß erhalten zu haben, in Betrieb nehmen durfte. Weiterhin ist die Wirksamkeit von offenen System um einiges geringer, wie auch die Reinigung auf Dauer in Frage gestellt, da das System nicht überwacht, d.h. seine Funktion sichergestellt wird.
Wobei ich nicht dagegen bin, daß Altfahrzeuge in ihren Abgaswerten verbessert werden - ganz und garnicht - nur das pingelige deutsche Recht ist entweder konsequent oder es muß weg, bzw. korrigiert werden.
Noch eins muß gesagt werden: Viel hilfreicher wäre gewesen, wenn man die Leute zu vernünftigen Verbräuchen bei der Wohnungsheizung gebracht hätte - das hätte der Umwelt in der Summe mehr gebracht - und em CO2-Ausstoß damit in Summe auch.

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02. März 2007 20:28

H. Schmidt ist unglaubwürdig samt seiner Kollegen

Harald HEINZ (willer3)

Schöner Artikel H. Schmidt - trotzdem würde mich freuen, wenn die FAZ endlich DIE Autoredakteure schreiben ließe, die dem derzeit grassierenden Zeitgeist, den man leider nicht ganz ernst nehmen kann als Techniker, ernstlich entsprächen. Aber gibt es wirklich Autofreaks, die auch was für die Umwelt übrig haben? Ich meine nein.
Ich kann H. Schelberg nur unterstützen, der ein paar kritische Worte zum aktuellen Autotest des Rover TDV8 von H. Schmidt äußert - hier wird klar welch Geistes diese Redakteure sind.
Um mit H. Gore oder dem Potsdam-Institut "aligned" zu sein, muß ein anderes Team her, das vom ganz anderen Ende einmal Autotests aufzieht. Oder meint die FAZ, daß Ihre "Edelklientel" das nicht will? Dann braucht Sie den Rest der "normal" denkenden Leser auch nicht - dann nehmen wir künftig alles aus dem Internet und bilden uns unsere Meinung selbst - warum dann eine seriöse Zeitung zur "Ausselektion" des Spreus. Oder FAZ?
Warum dann eine FAZ, von der ich mehr erwarte als Bildzeitungsniveau - aber die Distanz ist meines Empfindens nach lange nicht mehr so groß wie vor ein paar Jahren noch - nur die Artikel sind viel länger - aber kurz, prägnant, sinnrichtig und nachvollziehbar wäre mir lieber. Macher haben doch wenig Zeit! :-)

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01. März 2007 18:23

nur noch Schwachsinnige am Regieren?

Martin Gürsch (Betroffener)

Abgasausstoss ist ein globales - also weltweites - Problem, dem nur mit regionalen Maßnahmen nicht beizukommen ist.

Wer sich z.B. die täglichen Feinstaubkarten anschaut, wird bemerken, dass es Tage gibt, wo halb Europa im Feinstaubnebel liegt und Tage, wo alles im grünen Bereich ist - egal ob auf dem flachen Land oder in der Stadt. Natürlich gibt es regionale Belastungsunterschiede - aber das Hauptproblem sind die um die Welt kreisenden Feinstäube, die gar nicht von uns stammen. Davon wird aber nicht gesprochen.

Weiterhin ist der Verkehrsanteil nur ein schmaler Bereich. der meiste Dreck stammt aus weitgehend unbehelligter Industrie und ein weiterer Anteil vom Hausbrand.
Gleiches gilt für praktisch alle anderen Emissionen.

Welche Plaketten bekommen die erheblich mehr russenden öffentlichen Busse und Bahntriebwagen und Lokomotiven und Schiffe bekommen, die in den sogenannten "Umweltzonen" herumfahren dürfen.

Es geht m.E. nur um eine neuerliche Überspitzung von schon seltsam entstandenen EU-Richtlinien zur neuerlichen Abzocke der Bürger zugunsten von Menschen mit mehr auf dem Konto - nicht aber um den Schutz der Bürger. Das sollte jedem klar sein.
Mein Euro3 Auto fährt mit AutoGas sehr schadstoffarm.

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01. März 2007 16:02

Problematik schlicht umsetzen

Marvin Parsons (mapar)

Nach dem Einknicken zugunsten der hirnrissigen Schulrechtschreibung ist bei der FAZ offenbar kein Halten mehr. Ich glaube, so ein Artikel, sprachlich auf Frauenzeitschriftniveau, wäre vor 5 oder 10 Jahren noch am Lektorat (oder was es bei guten Zeitungen da gibt) gescheitert.

Ist eine Ausbreitung der Seuche "schlicht" und "schlichtweg" über das Biotop der Internetforen hinaus wirklich nötig als Zugeständnis and den Zeitgeist? Wieviele davon muß eine FAZ-Redakteur unterbringen?

Man kann Dinge auch durch den Erlaß von Gesetzen und Verordnungen regeln, man muß sie nicht "rechtlich umsetzen". Vor wenigen Jahren hat sich die FAZ über "umsetzen" als Mode-Universalverb noch zu recht lustig gemacht.

Ein Thema ist ein Thema, auch wenn das sinnfreie "Thematik" natürlich viel bedeutsamer klingt. Und "Problematiken" erwarte ich in Lokalzeitungsartikeln, die von Dorfschulmeistern verfaßt wurden, aber nicht in der FAZ.

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01. März 2007 14:32

Und wer erklärt mir...

Stefan Schmidt (StSchmidtSG)

... die Einstufung meines Wagens? Mein Diesel ist Baujahr 2004 und - da kein französischen Fahrzeug - ohne Russfilter. Die Einstufung ist in Euro 3 erfolgt. Nur:
Warum die bis auf's Mikrogramm genau die gleichen Schadstoffe emittierende Limousine Euro 4 Norm erreicht und mein Kombi nur Euro 3, will sich mir nicht erschließen. Es soll angeblich damit zu tun haben, dass das zulässige Gesamtgewicht des Kombi einige Kilogramm über und das der Limousine einige Kilogramm unter 2 Tonnen liegt.
Vorschlag: Mein Wagen wird zum Grenzfall erklärt und erhält eine grün-gelb gestreifte Plakette.

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01. März 2007 13:50

Es lebe der Schwachsinn

B. Keim (bkeim)

selten habe ich eine so saublöde Ordnung gesehen. Hier wird ein riesiger Apparat aufgefahren um Gefahren zu bannen, die z.T. gar nicht existieren.

Neuwagen von Touristen: woher sollen diese eine Plakette bekommen? Sollen sie aus deutschen Städten fürderhin ausgeschlossen werden?

Oldtimer: es gibt sie. Aber es handelt sich hierbei um eine Quantite negligiable.

Autos die gar keinen Feinstaub emittieren: warum sollen diese nicht mehr fahren dürfen?

Das ganze Gesetz ist in der beschlossenen Form ein ziemlicher Popanz. Schön, dass man sich um den Umweltschutz so viele Gedanken macht. Noch schöner wäre allerdings, wenn hierbei etwas vernünftiges rauskäme.

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01. März 2007 13:34

Kein Problem ...

Ralf Clemens (ghg-ffm)

... dann fahre ich mit dem Auto zum Einkaufen eben nicht mehr in die Stadt!
Die großen Einkaufszentren auf der "grünen Wiese" wird es freuen.

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01. März 2007 13:18

Deutschland in Schilda umbennen (III)

Markus Teuber (arathorn)


Die Bürger Schildas waren gemeinhin als äußerst klug bekannt, weswegen sie begehrte Ratgeber der Könige und Kaiser dieser Welt waren.
Da die Stadt auf diese Weise langsam, aber sicher entvölkert wurde, verlegte man sich auf eine List:

Die Schildbürger begannen sich dumm zu stellen, so dumm sogar, dass sie begannen, jede Aussage, auch Metaphern, wörtlich zu interpretieren.
Dies war so erfolgreich, dass sie mit der Zeit in ihrer Dummheit verblieben und dafür genauso bekannt wurden wie ehedem für ihre Klugheit.

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01. März 2007 12:56

Deutschland in "Schilda" umbenennen (II)

Markus Teuber (arathorn)

Autos,die -weil sie einen Benzinmotor besitzen-vielleicht CO2,mit Sicherheit aber keinen Feinstaub emittieren,dürfen nicht mehr fahren,weil sie ja Bremsstaub erzeugen- über das Bremsen.
Dann sollte man künfitg halt nicht mehr bremsen,oder ?

Oldtimer dürfen überhaupt nicht mehr fahren,obwohl sie im Jahr nur ein paar Mal auf der Strasse auftauchen.

Was ist eigentlich,wenn ich einen Erdgas- oder Autosgasmotor (durch Umbau) in meinem Oldtimer habe ?

Deutschland wird seinem Ruf als Absurdistan Tag für Tag in vollstem Umfang gerecht.

Was für Leute sitzen eigentlich an den entsprechenden Schaltstellen?
Besonders frei im Kopf können sie nicht sein,bei solchen Entscheidungen.



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01. März 2007 12:50

Deutschland in "Schilda" umbenennen (I)

Markus Teuber (arathorn)

Deutschland sollte allmählich (wenn man die Vorgänge in diesem Land während der letzten 5 Jahre betrachtet) wirklich in "Schilda" umbenannt werden.

So wie die Schildbürger nicht wußten,was sie taten,so weiß man in diesem Land offenbar auch nicht mehr,was man tagtäglich für einen Unsinn produziert.

Die EU-Richtlinie wurde erdacht,um dem Rußausstoß der
Dieselmotoren Herr zu werden.Und nur darum.
In Deutschland dreht man daraufhin-man kann es nicht anderes sagen -"durch" und überhöht in typisch deutscher Manier diese Regelung in einer Weise,die einen am Menschenverstand zweifeln läßt.
Nach deutscher Lesart ist somit schon jeder Staubwedel zu verbieten,da er Staub aufwirbelt.

Was -bitteschön-hat die Feinstauberzeugung mit der Schadstoffklasse eines Benzin-Kat-Autos zu tun ?

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