Religion und Staatstreue

Die Angst der Chinesen vor dem Papst

Trotz Annäherung an die westliche Moderne hat Peking immer noch kein entspanntes Verhältnis zur Religion gefunden. Das gilt für die Falun-Gong-Gemeinde, für den tibetischen Buddhismus und für die chinesischen Christen, besonders die Katholiken. Von Heinz-Joachim Fischer

Lesermeinungen zum Beitrag

24. Juli 2008 16:40

Die Regierung in Bejing hat recht

Hede Zhou (SunWukong)

Die christlichen Missionare haben in China Hunderttausende unter dem Schutz von Kanonenbooten zwangsgetauft; der Herr aus dem Vatikan hat 2005 die Rueckgabe von Kirchenguetern, also Raubgut, gefordert. Die Katholiken koennen wie alle anderen in die Kirchen gehen und dort ihrem Glauben froenen. Nur,aus der Politik, aus der Oeffentlichkeit muessen sie sich raushalten. Richtig so! Konsequent laizistischer Staat. Die Begruendung des amerikanischen Krieges im Irak mit "goettlichem" Auftrag von einer christlich denkenden US-Regierung, hat hier die Skepsis verstaerkt. Ich finde es dreist angesichts der Geschichte des organisatorisch verfassten Christentums dasselbe als humanitaere, friedliche Bewegung darzustellen.

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21. Juli 2008 12:54

"die Angst dwer Chinesen" ist irreführend

Josef Bujtor (Mramorak)

Der Schreiber hat sich auch in diesem Beitrag schwer getan mit der Unterscheidung von China (Volk) und Regierung (KPC). Warum? Nicht das chinesische Volk hat Angst, die KPC hatz Angst. Denn sie hat Angst vor dem Ruf der Menschen in den riesigen Städten "Wir sind das Volk". In kuba, das Sie erwähnten, ist der Kommunismus nur an der Macht, weil es den Generalen dort soviel besser geht, wie in N. Korea, als dem gemeinen Volk. Ein offener Kommunismus kann nicht überleben - ganz gleich, wieviel Hilfe er von seinen Sympathisanten aus Europa bekommt.

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