Medienschau

MAN erhöht nach starkem Startquartal Prognose für 2008

25. April 2008 

Unternehmen

MAN erhöht nach starkem Startquartal Prognose für 2008

er Lastwagen- und Maschinenbauer MAN ist mit kräftigen Zuwächsen ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal 2008 legte das operative Ergebnis auf 455 Millionen Euro zu, das entspricht einem Plus von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Freitag in München mitteilte. Der Umsatz legte um 16 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro zu. Die Umsatzrendite zog auf 11,9 von 9,6 Prozent an. Nach Steuern stieg der Gewinn auf 322 von 228 Millionen Euro. Der Auftragseingang legte um acht Prozent auf 5,2 Milliarden Euro zu. Mit den Zahlen übertraf MAN die Erwartungen von Analysten. Für das Gesamtjahr hob der Konzern seine Prognose an und will jetzt den Umsatz um gut zehn Prozent steigern; bisher war ein Plus von mehr als fünf Prozent angepeilt. Die Umsatzrendite soll auf dem Niveau der ersten drei Monate bleiben, so dass das operative Ergebnis von zuletzt 1,73 Milliarden Euro erneut „spürbar zulegen“ werde. Beim Auftragseingang erwartet MAN weiter eine Größenordnung auf Vorjahresniveau. (Reuters)

Lufthansa erwartet Mehrausgaben für Treibstoff

Lufthansa erwartet aufgrund des hohen Ölpreises in diesem Jahr zusätzliche Belastungen. Die Ausgaben des Konzerns für Kerosin könnten in diesem Jahr etwa 5,26 Milliarden Euro betragen und damit fast 1,4 Milliarden Euro mehr als im vorigen Jahr, heißt es in einer Präsentation zu der Freitag veröffentlichten Bilanz für das erste Quartal. Im März hatte der Lufthansa-Vorstand für 2008 die Treibstoffkosten auf 4,9 Milliarden Euro geschätzt. Allerdings blieb Europas zweitgrößte Fluggesellschaft angesichts der deutlich besser als erwartet aufgefallenen Quartalsbilanz bei ihrem Ziel, das Rekordergebnis des Vorjahres zu übertreffen. (Reuters)

Volvo übertrifft Gewinnerwartung und erhöht Prognose für Europa

Der weltweit zweitgrößte Lastwagenhersteller Volvo hat einen überraschend hohen Gewinn erzielt und die Prognose für sein Europa-Geschäft erhöht. Für das erste Quartal gab der schwedische Konzern am Freitag einen Gewinn vor Steuern von 659 Millionen Euro (6,14 Milliarden Kronen) nach 581 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum bekannt. Analysten hatten im Schnitt 613 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz lag bei 8,2 Milliarden Euro. Hier waren die Experten von 8,3 Milliarden Euro ausgegangen. Die Nachfrage in Europa nannte Volvo „überraschend stark“. Hier werde der Markt um zehn Prozent wachsen. Bislang war der Konzern war von fünf bis zehn Prozent ausgegangen. (Reuters)

Honda mit 86 Prozent weniger Quartalsgewinn - Ausblick skeptisch

Steigende Rohstoffpreise, der hohe Kurs des Yen zum Dollar und ein schwächelnder amerikanische Markt haben dem zweitgrößten japanischen Autohersteller Honda einen Gewinneinbruch um 86 Prozent eingebrockt. Zusätzlich belastet wurde das Ergebnis durch einen Wertverfall von Zinsderivaten des Unternehmens. Auch für das gerade begonnene Geschäftsjahr schätzte der Konzern seine Aussichten pessimistisch ein. Hondas Nettogewinn schrumpfte im vierten Geschäftsquartal auf 155 Millionen Euro (25,4 Milliarden Yen) zusammen - weit stärker als von Analysten erwartet. Der Betriebsgewinn sank um 33 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro. Für das Jahr bis März 2009 rechnet das Unternehmen mit einem 18-prozentigen Rückgang seines Nettogewinns auf 2,99 Milliarden Euro und einem mit 3,97 Milliarden Euro um 32 Prozent geringeren operativen Ergebnis. Beide Prognosen blieben weit hinter den Schätzungen von Beobachtern zurück. Der Kursverfall des Dollars in den vergangenen Monaten reduzierte den Wert von Hondas Exporten auf den wichtigen amerikanische Markt sowie seiner dort erzielten Gewinne. Hinzu kommen die Auswirkungen der sich abschwächenden amerikanische Konjunktur und des hohen Ölpreises, die die Nachfrage vor allem nach großen Sportgeländewagen (SUVs) drückt. Die Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtete am Freitag, die Steuerbehörde des Großraums Tokio werfe Honda vor, über einen Zeitraum von zwei Jahren bis zum März 2006 rund 855 Millionen Euro (140 Milliarden Yen) an inländischen Gewinnen verschwiegen zu haben. Das Unternehmen habe demnach sein Japan-Geschäft kleingerechnet, indem es Teile davon bei Gemeinschaftsfirmen in China verbucht habe, schrieb das Blatt unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. (Reuters)

Ericsson übertrifft im ersten Quartal die Erwartungen

Der schwedische Telekomausrüster Ericsson hat im ersten Quartal die Gewinn- und Umsatzerwartungen des Markts übertroffen. Das Unternehmen erzielte einen operativen Gewinn von 461 Millionen Euro (4,3 Milliarden Kronen), wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 397 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz betrug 4,74 Milliarden Euro gegenüber Expertenschätzungen von 4,52 Milliarden Euro. Während der Umsatz in Westeuropa rückläufig war, stieg er in anderen Weltregionen und vor allem in Asien. Die operative Gewinnmarge übertraf mit 9,7 Prozent ebenfalls die Erwartungen. Die Kosteneinsparungen verliefen nach Plan, erklärte Ericsson. (Reuters)

TeliaSonera verdient im 1. Quartal mehr als erwartet

Der schwedische Telekomkonzern TeliaSonera AB hat in den ersten drei Monaten dank der Ergebnisbeiträge der Töchter in Russland und der Türkei das Nettoergebnis um 12 Prozent erhöht. TeliaSonera AB wies am Freitagmorgen für das erste Quartal 2008 ein Nettoergebnis von 4,47 (3,98) Milliarden schwedische Kronen aus und verdiente damit mehr als erwartet. Analysten hatten das Nettoergebnis auf 4,08 Milliarden schwedische Kronen geschätzt. Der Konzernumsatz kletterte um 7 Prozent auf 24,4 Milliarden schwedische Kronen. Die Marktbeobachter hatten hier einen Erlös von 23,97 Milliarden schwedische Kronen erwartet. Der Konzern bekräftigte seinen Ausblick für das laufende Jahr. Demnach soll der Nettoumsatz 2008 stabiles Wachstum aufweisen. CEO Lars Nyberg sagte, der „Wachstumsmotor“ der Gruppe sei der Bereich Eurasien und hier habe sich ein anhaltenden starke Entwicklung gezeigt. (Dow Jones Newswires)

Nippon Steel stellt sich auf Gewinneinbruch ein

Der weltweit zweitgrößte Stahlhersteller Nippon Steel rechnet nach einem geschrumpften Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer Beschleunigung des Rückgangs. Grund sind hohe Rohstoff- und Transportkosten: Sie zehren die Mehreinnahmen aus den infolge eines Nachfragebooms ebenfalls stark gestiegenen Stahlpreisen auf. Im gerade zu Ende gegangenen Geschäftsjahr sank Nippon Steels Gewinn aus dem wiederkehrenden Geschäft um sechs Prozent auf 564 Milliarden Yen (3,44 Milliarden Euro) und übertraf damit die Analystenschätzungen. Für das gerade begonnene Geschäftsjahr, das im März 2009 endet, rechnet der Konzern allerdings nur noch mit 370 Milliarden Yen (2,26 Milliarden Euro) vor Steuern - einem Minus von 34 Prozent und weit weniger als die von Beobachtern im Schnitt erwarteten 547 Milliarden Yen. Nippon will zwar seine Preise um bis zu 40 Prozent anheben. Doch die meisten Experten bezweifeln, dass es den Stahlherstellern in diesem Jahr gelingen wird, ihre gestiegenen Kosten vollständig weiterzugeben. (Reuters)

Microsoft verdient unerwartet gut - Ausblick belastet Aktie

Microsoft hat im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal mehr verdient als erwartet. Der Nettogewinn liege bei 4,39 Milliarden Dollar oder 47 Cent je Aktie (verwässert) nach 4,93 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte der weltgrößte Softwarehersteller am Donnerstag nach amerikanische Börsenschluss mit. Analysten hatten im Schnitt 45 Cent je Anteilsschein erwartet. Der Umsatz lag 0,4 Prozent höher bei 14,45 Milliarden Dollar, hier war aber mit 14,49 Milliarden Dollar gerechnet worden. Im Vorjahresquartal hatte Microsoft von Sonderfaktoren profitiert. Die Aktie sank nachbörslich um mehr als fünf Prozent, was Experten auch auf den Quartalsausblick am unteren Ende der Wall-Street-Erwartungen zurückführten. Microsoft will den Internetkonzern Yahoo übernehmen und hat dafür rund 43 Milliarden Dollar geboten. Yahoo lehnt die Offerte bislang ab, weil sie zu niedrig sei. Das Unternehmen legte in dieser Woche ebenfalls Quartalszahlen vor und wies darin einen überraschend hohen Gewinn bei schwachem Umsatz aus. Zu einer Erhöhung des Übernahmeangebots ließ sich Microsoft dadurch aber nicht bewegen. (Reuters)

Amgen steigert Gewinn im Quartal - Kosteneinsparungen wirken

Der weltgrößte Biotechnologiekonzern Amgen hat seinen Gewinn im ersten Quartal überraschend deutlich gesteigert und dabei von Kosteneinsparungen profitiert. Unter dem Strich seien 1,14 Milliarden Dollar verdient worden nach 1,11 Milliarden vor Jahresfrist, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach amerikanische Börsenschluss mit. Der Gewinn je Aktie betrug dabei 1,04 Dollar. Ohne Sonderposten lag er bei 1,12 Dollar und übertraf damit die Markterwartungen deutlich. Der Umsatz fiel dagegen um zwei Prozent auf 3,61 Milliarden Dollar, womit aber gerechnet worden war. Amgen hatte im Berichtszeitraum erneut mit sinkenden Erlösen aus seinem Geschäft mit Medikamenten zur Behandlung von Blutarmut zu kämpfen. (Reuters)

Gewinn von amerikanische Tabakkonzern Altria fällt

Der amerikanische Tabakkonzern Altria hat im ersten Quartal weniger verdient, damit aber dennoch die Markterwartungen erfüllt. Der Gewinn aus dem fortlaufenden Geschäft habe bei 614 Millionen Dollar gelegen nach 696 Millionen vor Jahresfrist, teilte der Mutterkonzern von Philip Morris Vereinigten Staaten am Donnerstag nach amerikanische Börsenschluss mit. Pro Aktie waren dies 29 Cent. Belastet wurde das Ergebnis durch Kosten im Zuge der Abspaltung von Philip Morris International. Ohne diese Kosten und die Einnahmen aus dem Verkauf der Hauptniederlassung in Manhattan lag der Gewinn bei 37 Cent je Aktie und entsprach damit den durchschnittlichen Erwartungen der Wall Street. Der Umsatz ohne Verbrauchssteuern belief sich auf 3,6 Milliarden Dollar. Er lag damit etwas höher als im Vorjahreszeitraum und entsprach den Erwartungen der Analysten. Zudem bekräftigte der Konzern seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Altria hat sein internationales Geschäft Ende März abgespalten. Der Konzern will durch Kostensenkungen und die Entwicklung neuer Produkte sinkende Gewinne auf dem amerikanische Zigarettenmarkt ausgleichen. (Reuters)

American Express mit geringerem Gewinnrückgang als befürchtet

Das amerikanische Kreditkartenunternehmen American Express hat im ersten Quartal 2008 einen geringeren Gewinnrückgang ausgewiesen als erwartet. Das Nettoergebnis ermäßigte sich nach Angaben von American Express vom Donnerstagabend wegen der sich abschwächenden amerikanische Konjunktur und höherer Rückstellungen um 6 Prozent auf 991 Millionen Dollar. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,85 (0,87) Dollar. Für das fortgeführte Geschäft berichtete American Express mit Sitz In New York ein Nettoergebnis von 974 Millionen Dollar oder 0,84 Dollar je Aktie. Die Einnahmen aus dem fortgeführten Geschäft kletterten auf 7,19 (6,48) Milliarden Dollar. Analysten hatten mit einem Ergebnis je Aktie von 0,81 Dollar bei Einnahmen von 7,34 Milliarden Dollar gerechnet. In den ersten drei Monaten erhöhte American Express in ihrer amerikanische Kreditkarten-Sparte die Rückstellungen für Kreditausfälle auf 881 Millionen Dollar von 581 Millionen Dollar im Vorjahr. (Dow Jones Newswires)

ProSieben im 1. Quartal von Deutschland-Geschäft belastet

Ein schwaches Geschäft in Deutschland hat das Ergebnis der ProSiebenSat.1 Media AG im ersten Quartal stark beeinträchtigt. Das zuständige Vorstandsmitglied Peter Christmann übernimmt die Verantwortung für die Geschäftsentwicklung und wird die in Unterföhring ansässige Senderkette im Juni verlassen, wie ProSiebenSat.1 am späten Donnerstagabend mitteilte. Im Bereich Free-TV in der deutschsprachigen Region, der Löwenanteil ist dabei der deutsche Markt, fiel der Umsatz im Zeitraum Januar bis März um 4,9 Prozent auf 417,1 Millionen Euro, das um Sondereffekte bereinigte Ebitda lag um 18,4 Prozent unter dem Vorjahresquartal bei 57,6 Millionen Euro. (Dow Jones Newswires)

Rosenbauer wächst deutlich und profitabel

Der Rosenbauer Konzern hat 2007 die Rekordwerte des Vorjahres sowohl im Umsatz wie auch im Ergebnis neuerlich übertroffen. Der Konzernumsatz stieg im abgelaufenen Jahr auf 426,1 Millionen (2006: Euro 372,0 Millionen) Euro und erreichte damit wiederum einen Rekordwert. Das operative Ergebnis (Ebit) ist im Jahr 2007 um 23 Prozent auf 30,8 Millionen (2006: Euro 25,1 Millionen) Euro sowie die Ebit-Marge von 6,8 Prozent auf 7,2 Prozent gestiegen. Die wichtigsten Beiträge zum Ergebnis 2007 lieferten die Exporte der Rosenbauer International AG, das in den letzten Jahren stark gewachsene amerikanische Geschäft sowie Auslandslieferungen der spanischen Konzerngesellschaft. Auftragslage. Der Auftragseingang im Konzern lag 2007 mit 458,7 Millionen (2006: Euro 485,9 Millionen) zwar unter dem Niveau des Vorjahres, erreichte aber dennoch einen sehr zufriedenstellenden Wert. Daraus ergibt sich eine anhaltend hohe Kapazitätsauslastung in den Produktionsstätten. Der Auftragsbestand zum Jahresultimo 2007 erreichte aufgrund der starken Auftragseingangsentwicklung im letzten Quartal des Vorjahres mit 375,4 Millionen (2006: Euro 354,1 Millionen) Euro ein neues Rekordniveau. (Ad-hoc)

Gewinn von Chipausrüster KLA Tencor geht zurück

Der amerikanische Chipausrüster KLA Tencor hat im dritten Geschäftsquartal wegen des anhaltenden Preisverfalls in der Branche einen Gewinnrückgang verzeichnet. Unter dem Strich seien 111 Millionen Dollar verdient worden nach 154,8 Millionen ein Jahr zuvor, teilte der Konzern am Donnerstag nach amerikanische Börsenschluss mit. Pro Aktie lag der Gewinn damit bei 61 Cent. Ohne Sonderposten betrug er 67 Cent je Anteilschein und lag damit über den durchschnittlichen Markterwartungen. Der Umsatz fiel auf 602,2 Millionen Dollar von 716,2 Millionen, war damit aber noch besser als erwartet. Die Aktie war in New York mit einem Aufschlag von knapp vier Prozent bei 44,75 Dollar aus dem Handel gegangen, gab nachbörslich aber wieder etwas nach auf 44,60 Dollar. (Reuters)

Toshiba-Gewinn bricht um 95 Prozent ein - Besser als erwartet

Der Elektronik-Konzern Toshiba hat zwar einen Gewinnrückgang von 95 Prozent hinnehmen müssen, lag damit jedoch besser als von Analysten erwartet. Für das Quartal von Januar bis März gab der zweitgrößte Hersteller von NAND-Flash-Speichern am Freitag einen Nettogewinn von 7,7 Millionen Euro (1,25 Milliarden Yen) nach 160 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum bekannt. Allerdings hatten von Reuters befragte Analysten mit einem Verlust von 4,7 Millionen Euro gerechnet. Toshiba erwartet einen weiteren Rückgang der NAND-Preise im laufenden Jahr um 40 bis 50 Prozent nach 50 Prozent im Vorjahr. (Reuters)

Olympia-Werbung beschert Chinas Suchmaschine Baidu Gewinnsprung

Der chinesische Suchmaschinenbetreiber Baidu.com hat wegen der Werbeeinahmen im Zusammenhang mit den Olympischen Spiele in Peking einen überraschend hohen Gewinnsprung erzielt. Für das dritte Quartal gab der örtliche Marktführer einen um 71,5 Prozent höheren Gewinn von 20,9 Millionen Dollar (146,6 Millionen Yuan) bekannt. Ohne Sondereffekte lag er bei 67 amerikanische Cent je Aktie. Analysten hatten auf dieser Basis im Schnitt mit 64 Cent gerechnet. Der Umsatz stieg auf mehr als das Doppelte und erreichte 82 Millionen Dollar. Auch in den kommenden Quartalen werde man von den Sommerspielen profitieren, sagte Baidu-Chef Robin Li. Baidu hält in China etwa 60 Prozent des Marktes mit Suchmaschinen vor Google mit 26 Prozent. China ist nach Angaben der kommunistischen Regierung mit 221 Millionen Internetnutzern inzwischen der größte Online-Markt. (Reuters)

Samsung rechnet im 2. Quartal mit schwacher Chipnachfrage

Der Elektronikkonzern Samsung Electronics Co rechnet im zweiten Quartal mit einer schwachen Chipnachfrage. Bei den NAND-Flashspeichern für den Einsatz in der Unterhaltungselektronik werde es in dem Zeitraum wohl ein Überangebot geben, teilte Samsung Electronics am Freitag mit. Bei den RAM-Chips (Random Access Memory) dürfte das Angebot weiter steigen, weil die Hersteller ihre Kapazitäten hochfahren. Samsung mit Sitz in südkoreanischen Seoul ist der größte Chiphersteller weltweit. Traditionell gilt das zweite Quartal als eine schwache Absatzsaison für Chips für die Konsumentenelektronik und Computern. (Dow Jones Newswires)

Wirtschaft

Japans Inflation auf höchstem Niveau seit zehn Jahren

Die Lebenshaltungskosten für die japanischen Verbraucher sind im März mit der höchsten Rate seit zehn Jahren gestiegen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich in der Kernberechnung um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das Statistikbüro der Regierung am Freitag berichtete. Die Prognose von Volkswirten wurde damit exakt bestätigt. Im Februar hatte die Kernteuerung bei 1,0 Prozent gelegen. Die Bank of Japan (BoJ) achtet für die Bestimmung ihrer Geldpolitik besonders auf die Kernrate. Der Gesamtindex der Verbraucherpreise in Japan stieg im März auf Jahressicht ebenfalls um 1,2 Prozent. Regierungsvertreter und Volkswirte äußerten die Sorge, dass der jüngste Inflationstrend kein gutes Zeichen für die Wirtschaftsentwicklung darstellt, weil „die Preise aus den falschen Gründen steigen“. Der gegenwärtige Preisanstieg sei in dieser Form unerwünscht, sagte Wirtschaftsministerin Hiroko Ota. Hinter dem Anstieg stehe keine stärkere Nachfrage, sondern höhere Kosten. Ökonomen sagten, der Preisdruck könnte das bereits schwache Verbrauchervertrauen weiter belasten. Auf Basis vorläufiger Berechnungen teilte das Statistikbüro zudem mit, dass die Verbraucherpreise im Großraum Tokio im April in der Kernrate um 0,7 Prozent höher lagen als im Vorjahresmonat. Volkswirte hatten im Mittel ein Plus von 0,5 Prozent prognostiziert. (Dow Jones Newswires)

Deutsche Importpreise steigen im März um 5,7 Prozent

Die Importpreise in Deutschland sind im März weniger stark gestiegen als erwartet. Die Jahresteuerungsrate ging auf 5,7 Prozent zurück von 5,9 Prozent im Februar, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag berichtete. Ökonomen hatten dagegen eine Beschleunigung der Teuerung auf 6,0 Prozent prognostiziert. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Einfuhrpreise um 0,4 Prozent nach plus 1,1 Prozent im Februar. Hier war im Vorfeld ein Anstieg um 0,7 Prozent erwartet worden. Preistreiber waren im März weiterhin Energieträger sowie Nahrungsmittel. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnissse lag den Angaben zufolge im März um 1,5 Prozent höher als im Vorjahr, während er im Vergleich mit dem Vormonat unverändert blieb. Die Jahresteuerungsrate für die Einfuhr von Energieträgern war mit 35,7 Prozent nach Angaben der Statistikbehörde besonders hoch. Rohöl verteuerte sich im Jahresvergleich um 46,4 Prozent und Mineralölerzeugnisse um 36,6 Prozent. Kokereierzeugnisse waren um 30,4 teurer als vor Jahresfrist. Im Nahrungsmittelsektor stiegen die Einfuhrpreise für Getreide im Jahresvergleich um 56,8 Prozent, die für Zitrusfrüchte um 32,6 Prozent und die für Milch und Milcherzeugnisse um 14,5 Prozent. (Dow Jones Newswires)

Südkoreas Wirtschaft verliert im ersten Quartal an Schwung

Die südkoreanische Wirtschaft hat im ersten Quartal die schwächste Wachstumsrate seit über drei Jahren verzeichnet. Gebremst wurde die Dynamik vor allem von stockenden Investitionen und schwächeren Exporten, wie die Zentralbank des Landes am Freitag in einer ersten Veröffentlichung berichtete. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs saisonbereinigt um 0,7 Prozent zum Vorquartal, im Jahresabstand erhöhte sich die Wirtschaftsleistung um 5,7 Prozent. Volkswirte hatten Zuwachsraten von 1,0 Prozent und 5,4 Prozent erwartet. Im vierten Quartal 2007 war die Wirtschaft um 1,6 Prozent im Quartals- und um 5,7 Prozent im Jahresvergleich gewachsen. Beobachter sagten, die schwächere Wirtschaftsdynamik dürfte die Spekulationen verstärken, dass die Notenbank bereits im Mai die Zinsen lockern könnte, um der Wirtschaft trotz der hohen Inflation wieder zu mehr Schwung zu verhelfen. (Dow Jones Newswires)

Ölpreis fällt in Reaktion auf Dollar-Aufwertung

Der Ölpreis hat am Donnerstag an der New Yorker Rohstoffbörse Nymex nachgegeben, nachdem der Dollar gegenüber dem Euro deutlich aufgewertet hatte. Für den nächstfälligen Juni-Kontrakt auf Rohöl der Sorte Light, Sweet Crude wurde ein Settlement-Preis von 116,06 Dollar ermittelt. Damit schloss der Kontrakt 1,9 Prozent oder 2,24 Dollar niedriger als am Mittwoch. Das Tagestief lag bei 114,25 Dollar. Die Aufwertung des Dollar habe Öl für Käufer aus dem Euroraum weniger attraktiv werden lassen, sagten Händler. Am Dienstag war der Ölpreis im Verlauf auf das Rekordhoch von 119,90 Dollar gestiegen, nachdem der Dollar zum Euro auf seinen bislang tiefsten Stand gefallen war. In der Spitze kostete ein Euro 1,6020 Dollar. Investoren nutzten die Schwäche der amerikanische Währung zum massiven Aufbau von Positionen in Öl, das in Dollar bezahlt wird. Die Angst vor einer Verknappung des Angebots aufgrund von Förderausfällen half ebenfalls, den Ölpreis nach oben zu treiben. Am Berichtstag hatten indessen überraschend gute Makrodaten die Angst vor einer Konjunkturschwäche in den Vereinigten Staaten etwas gedämpft und den Dollar wieder steigen lassen. Gegen 21.10 Uhr MESZ kostete ein Euro 1,5682 Dollar.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters, dpa-AFX.

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Bildmaterial: FAZ.NET-Jan Bazing

 
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