18. April 2008
Unternehmen
Google steigert Nettogewinn im ersten Quartal um 31 Prozent
Google hat im ersten Quartal den Gewinn um fast ein Drittel gesteigert und damit den Befürchtungen der Analysten getrotzt, das Werbegeschäft des Suchmaschinenenbetreibers könnte Schwäche zeigen. Das im kalifornischen Mountain View ansässige Unternehmen berichtete am späten Donnerstag ein Nettoergebnis von 1,31 (Vorjahr: 1) Milliarden Dollar oder 4,12 (3,18) Dollar je Aktie. Vor Sonderposten bezifferte das Unternehmen das Ergebnis je Aktie auf 4,84 Dollar. Der Umsatz stieg auf 5,19 Milliarden Dollar gegenüber 3,66 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettoumsatz, bei dem vom Gesamtumsatz Zahlungen an andere Internetportale abgezogen werden, betrug 3,7 Milliarden Dollar. Von FactSet Research befragte Analysten hatten ein Ergebnis je Aktie vor Sonderposten von 4,55 Dollar und einen Nettoumsatz von 3,61 Milliarden Dollar prognostiziert. Die Google-Aktie profitierte von den Zahlen und legte im nachbörslichen Handel um 18 Prozent zu. Damit erhöhte sich die Marktkapitalisierung des Unternehmens um 19 Milliarden Dollar. Seit Jahresbeginn hatte das Papier bis zur Bilanzvorlage 35 Prozent an Wert eingebüßt. (Dow Jones Newswires)
France Telecom in ersten Kaufgesprächen mit TeliaSonera
France Telecom ist nach eigenen Angaben in ersten Übernahmegesprächen mit dem schwedischen Konkurrenten TeliaSonera. Konkrete Verhandlungen würden aber noch nicht geführt, erklärte das Unternehmen am Freitag. Die Privatisierung von TeliaSonera könnte eine strategische Möglichkeit bieten, hieß es in einer Mitteilung vor Börsenbeginn am Freitag. Finanzieren würde France Telecom die Übernahme mit Bargeld und Schulden. Dadurch könnte das Unternehmen seine bisherigen Zielvorgaben in Hinblick auf die Verschuldung zeitweise etwas lockerer handhaben, sagte Finanzvorstand Gervais Pellissier auf einer Telefonkonferenz für Journalisten. Sein Unternehmen plane die Dividendenzahlungen an Aktionäre aber weiterhin zu erhöhen, fügte er hinzu. France Telecom hatte in den vergangen Tagen bereits sein Interesse für TeliaSonera bekundet, dabei aber betont, dass es auch nach anderen Übernahmemöglichkeiten Ausschau halte. Mit einer Übernahme von TeliaSonera würde France Telecom die Konsolidierung im europäischen Telekommunikationssektor anheizen. Zudem würden die Franzosen von der Größe näher an die spanische Telefonica heranrücken - den nach Börsenwert größten europäischen Festnetz- und Mobilfunkkonzern - und den Abstand zum Rivalen Deutsche Telekom ausbauen. Auch erhielte France Telecom eine Präsenz in Wachstumsmärkten wie Russland und Türkei. (Reuters)
Yara steigert den Quartalsgewinn um 158 Prozent
Das norwegische Düngemittelunternehmen Yara konnte den Gewinn im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres im Vergleich mit dem Vorjahr von 1,09 auf 2,81 Milliarden Kronen steigern. Das ist deutlich mehr als der Markt erwartet hatte. (Bloomberg)
AMD reduziert Verlust und erfüllt Markterwartungen
Der Halbleiterhersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat das erste Quartal mit einem geringeren Verlust beendet als im Vorjahr. Allerdings war es der sechste Quartalsverlust in Folge. Das Unternehmen aus Sunnyvale im Bundesstaat Kalifornien bezifferte den Fehlbetrag am späten Donnerstag auf 358 (611) Millionen Dollar. Je Aktie verblieb ein Verlust von 0,59 (1,11) Dollar. Vor Sonderposten belief sich der Verlust auf 0,51 Dollar und entsprach damit der Konsensschätzung der Analysten. Die Einmalaufwendungen im ersten Quartal 2008 von 50 Millionen oder 0,08 Dollar je Aktie resultieren aus der Übernahme des Grafikspezialisten ATI. Vor Jahresfrist hatten Sonderposten das Ergebnis um 113 Millionen oder 0,21 Dollar je Aktie geschmälert. Umgesetzt wurden 1,51 (1,23) Milliarden Dollar. Der Konzern hatte erst vor wenigen Tagen seine Umsatzschätzung wegen geringerer Erlöse in allen Segmenten auf rund 1,5 Milliarden Dollar gesenkt. Die Bruttomarge stieg auf 42 Prozent (28 Prozent). CFO Robert J. Rivet sprach von einem saisonal schwachen ersten Quartal, das zusätzlich durch schwierige wirtschaftliche Bedingungen für die Endverbraucher geprägt war. Zudem seien die Einnahmen bei Produkten der älteren Generation schlechter ausgefallen als erwartet. Im ohnehin schwachen zweiten Quartal dürfte der Umsatz sinken, stellte AMD in Aussicht. Zudem würden in den drei Monaten Restrukturierungskosten anfallen, hieß es ohne Nennung von Zahlen. Rivet zufolge will der Konzern dank neuer Produkte und aggressiver Neuordnungsmaßnahmen im zweiten Halbjahr auf operativer Basis wieder schwarze Zahlen schreiben. AMD hatte in der vergangenen Woche den Abbau von 10 Prozent der Stellen bis Ende September angekündigt. Dem Konzern machen nach wie vor die hohen Schulden im Zuge der Übernahme der ATI Technologies Inc im Jahr 2006 sowie das große Angebot an Konkurrenzprodukten von größeren Wettbewerbern wie der Intel Corp zu schaffen. (Dow Jones Newswires)
SanDisk erwirtschaftet dank starker Nachfrage Gewinn
Der weltgrößte Hersteller von Flash-Datenspeichern SanDisk hat im abgelaufenen Quartal wieder einem Gewinn verbucht, nachdem er vor Jahresfrist noch rote Zahlen geschrieben hatte. Allerdings verfehlte SanDisk die noch höheren Markterwartungen. Für das erste Vierteljahr nannte das Unternehmen am Donnerstag nach amerikanische Börsenschluss einen Reingewinn von 17,9 Million Dollar oder acht Cent je Aktie. Im ersten Quartal 2007 verbuchte es einen Verlust von 575.000 Dollar. Den Gewinn ohne Sondereinflüsse gab SanDisk mit 21 Cent je Aktie an. Analysten hatten ohne Einmalposten im Schnitt mit 27 Cent je Anteilsschein gerechnet. Der Umsatz sei um acht Prozent auf 850 Millionen Dollar gestiegen, teilte SanDisk weiter mit. Hier lag die Markterwartung bei 812,19 Millionen Dollar. Flash-Speicherchips können Daten ohne permanente Stromversorgung speichern und werden zum Beispiel in Digitalkameras eingesetzt. (Reuters)
Hypothekenversicherer MGIC mit weniger Verlust
Der amerikanische Hypothekenversicherer MGIC hat im abgelaufenen Quartal deutlich weniger Verlust eingefahren als erwartet und damit seinen Aktienkurs beflügelt. Zudem stieg das Neugeschäft kräftig an. Wie das Unternehmen am Donnerstag weiter mitteilte, lag im ersten Quartal das Minus unter dem Strich bei 34,4 Millionen Dollar oder 41 Cent je Aktie nach einem Gewinn von 92,4 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit 1,69 Dollar Verlust je Aktie gerechnet. Die Aktien notierten im Nachmittagshandel 17,33 Prozent fester. Die Einnahmen stiegen um 14,7 Prozent auf 423,9 Millionen Dollar. Eine Prognose für die weitere Geschäftsentwicklung gab das Unternehmen nicht ab. Der Hypothekenmarkt dürfte sich nach MGIC-Einschätzung in diesem Jahr weiter verschlechtern, bevor er sich im kommenden Jahr stabilisiert. Einige Analysten befürchteten daher, dass weitere Verluste drohen. (Reuters)
RBS will angeblich bis zu 12 Milliarden Pfund aufnehmen
Eine weitere Bank benötigt frisches Kapital. Die Royal Bank of Scotland Group plc (RBS) bereite die Aufnahme von bis zu 12 Milliarden Pfund im Rahmen einer Bezugsrechtsemission vor, schreibt die Zeitung The Times am Freitag auf ihrer Internetseite. Die Bank mit Sitz in Edinburgh werde den Schritt wahrscheinlich in einem Trading Statement ankündigen, dass anlässlich der Hauptversammlung am Mittwoch erwartet werde. Am späten Donnerstag habe die Bank mitgeteilt, ihr seien Spekulationen über eine mögliche Bezugsrechtsemission bekannt. Analysten der UBS schätzten jüngst, dass RBS rund 9 Milliarden Pfund aufnehmen müsse, um bei den Kapitalverhältnissen mit ihren britischen Wettbewerbern gleichzuziehen, schreibt die Zeitung. Die Kapitalreserven der Bank waren durch die Übernahme der der ABN Amro im vergangenen Jahr überbeansprucht worden. Sollte sich RBS zu einer Kapitalerhöhung entscheiden, so würden möglicherweise weitere Institute folgen, deren Bilanzen aufgrund der Krise am Kreditmarkt ebenfalls angeschlagen sind. (Dow Jones Newswires)
KWS rechnet mit steigendem Umsatz und weniger Rendite
Der deutsche Saatguthersteller KWS Saat rechnet anders als seine großen Konkurrenten Monsanto und Syngenta nicht mit deutlich steigenden Gewinnen. Für das im Juni endende Geschäftsjahr 2007/08 sei zwar ein Umsatzplus von fünf Prozent zu erwarten, sagte Firmenchef Philip von dem Bussche in einem am Freitag veröffentlichten Reuters-Interview. Beim Gewinn werden wir aber wohl nur den Vorjahreswert zu erreichen. Branchenexperten halten das allerdings für Tiefstapelei und erwarten einen Anstieg des operativen Ergebnisses (Ebit) von rund drei Prozent. Wir sind von Prinzip her bescheidene Leute, sagte Bussche. Die erwartete rückläufige Rendite erklärt KWS damit, dass die EU-Zuckermarktreform zu einem Absatzeinbruch im Geschäft mit Zuckerrübensamen geführt habe. Mit diesem Saatgut erwirtschaftet KWS die höchste Rendite. Bei anderen Pflanzensorten wie Mais und Getreide steige der Absatz zwar deutlich. Der Mais-Markt ist aber hart umkämpft. Unsere Marge liegt beim Mais nur bei fünf Prozent - was aber auch mit hohen Investitionen in Forschung und Vertrieb zusammenhängt, sagte Bussche. Bei Zuckersamen beträgt die Rendite gut das Dreifache. (Reuters)
China- Goldminenbetrieber Zijin nimmt 900 Millionen bei Börsengang ein
Chinas zweitgrößter Goldminenbetreiber Zijin Mining hat bei seinem Börsengang in Shanghai umgerechnet rund 900 Millionen Euro eingelöst. Die Papiere seien zum Stückpreis von 7,13 Yuan und damit am obersten Ende der Spanne ausgegeben worden, teilte der Konzern am Freitag mit. Erst vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen angesichts der Schwäche am heimischen Aktienmarkt die Zahl der auszugebenden Aktien auf 1,4 von zuvor 1,5 Milliarden Stück reduziert. Zijin Mining will mit den Einnahmen seine Expansion vorantreiben. (Reuters)
Citigroup will bis zu 20 Prozent an Kosten sparen
Die amerikanische Bank Citigroup will bis zu 20 Prozent an Kosten reduzieren, was möglicherweise in einen Abbau von zehntausenden Arbeitsplätzen münden könnte. In einem Interview der Financial Times sagte Bankchef Vikram Pandit, die Einsparungen könnten auch durch Verbesserungen beim Computersystem oder dem Verkauf von Unternehmensteilen kommen. Alles, das wie ein Konglomerat riecht, wird abgestoßen. Wir lösen uns von unseren Hobbies und konzentrieren uns auf die Kernkompetenzen. Pandit hat den Chefposten bei dem Kreditinstitut im Dezember übernommen. Die Bank will ihre Geschäftsergebnisse für das abgelaufene Quartal am Freitag vorlegen. Dabei wird mit einem Verlust in Milliardenhöhe gerechnet. (Reuters)
PWO baut neuen Produktionsstandort in China
Die Progress-Werk Oberkirch AG (PWO) hat vor Kurzem die Business-Licence für eine 100 Prozent-Tochtergesellschaft in China erhalten und Grundstücke für den Aufbau eines Produktionsstandortes in Suzhou, nahe Shanghai, erworben. Mit der Grundsteinlegung erfolgte gestern der Baubeginn. Bis Jahresende soll der erste Bauabschnitt fertig gestellt und mit der Serienproduktion begonnen werden. (Ad-hoc)
Wirtschaft
Erzeugerpreise steigen im März unerwartet deutlich
Die Preise auf Erzeugerebene sind im März so kräftig gestiegen wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Sie erhöhten sich überraschend deutlich um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Das ist die höchste Teuerungsrate seit Dezember 2006. Im Jahresschnitt 2007 hatte sie lediglich zwei Prozent betragen. Grund für den kräftigen Anstieg war der anhaltende Preisschub bei Energie. Sie verteuerte sich um 8,2 Prozent. Dabei zogen die Preise für schweres Heizöl um 60,7 Prozent an, für Diesel um 22 Prozent und für Benzin um 8,9 Prozent. Ohne Energie wären die Erzeugerpreise nur um 2,8 Prozent gestiegen. Auch im Vergleich zum Februar zogen die an Hersteller gewerblicher Produkte gezahlten Preise mit 0,7 Prozent stärker als erwartet an. Volkswirte hatten lediglich mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet. (Reuters)
Book-to-Bill-Ratio für Chipausrüster sinkt auf 0,89
Die vorläufige Book-to-Bill-Ratio für die Ausrüster der Halbleiterindustrie in Nordamerika ist im März auf 0,89 (Vormonat: 0,92) gesunken. Wie der Branchenverband Semiconductor Equipment and Materials International (SEMI) am Donnerstag (Ortszeit) weiter mitteilte, lag der Auftragseingang im Dreimonatsdurchschnitt bei 1,16 (1,21) Milliarden Dollar. Der entsprechende Umsatz betrug 1,29 (1,31) Milliarden Dollar. Ein Book-to-Bill-Ratio von 0,89 bedeutet, dass für je 100 Dollar Umsatz neue Aufträge in Höhe von 89 Dollar eingegangen sind. Die Ordereingänge der nordamerikanischen Ausrüster für die Halbleiterindustrie sind in den vergangenen sechs Monaten auf einem relativ stabilen Niveau geblieben, erklärte Dan Tracy, Direktor der Forschungs- und Statistikabteilung von SEMI. Dieser Trend spiegelt die Unsicherheit in der Halbleiterindustrie angesichts der gegenwärtigen wirtschaftlichen Bedingungen wider. (Dow Jones Newswires)
Notenbank - Wirtschaftswachstum in Japan hat sich abgeschwächt
Das Wirtschaftswachstum in Japan hat sich nach Angaben der Zentralbank abgeschwächt. Dies sei auf steigende Preise für Energie und Rohstoffe zurückzuführen, sagte der neue Zentralbank-Chef Masaaki Shirakawa am Freitag. Allerdings werde die Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnen. Neben der von den Vereinigten Staaten ausgehenden Hypothekenkrise hat Japans Wirtschaft derzeit weitere Probleme: Das Geschäftsklima in der Großindustrie hat sich im Zuge der Kreditkrise so stark eingetrübt wie seit vier Jahren nicht mehr. Zudem schwächelt die Binnennachfrage. Experten gehen davon aus, dass die Notenbank den ohnehin sehr niedrigen Leitzins von 0,5 Prozent senken wird, um einen Abschwung abzuwenden. (Reuters)
Japans Verbrauchervertrauen erstmals seit sechs Monaten höher
Das japanische Verbrauchervertrauen ist im März erstmals seit sechs Monaten gestiegen. Der entsprechende Index lag unbereinigt bei 36,7 Punkten nach 36,1 Punkten im Februar, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Erhebung der Regierung hervorging. Der bereinigte Wert, der nur alle drei Monate bekannt gegeben wird, fiel dagegen auf 36,5 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit fast fünf Jahren. Im Dezember lag er bei 38,8 Punkten. Im Juni 2003 bei 36,1 Zählern. Ein Wert von weniger als 50 Punkten deutet auf eine pessimistische Verbraucherstimmung hin. (Reuters)
Ölpreis verharrt bei 115 Dollar
Ein Ende der Rekordjagd beim Ölpreis ist nicht abzusehen: Für das Barrel (159 Liter) wurden am Freitagmorgen in Singapur erneut mehr als 115 Dollar gezahlt. Im elektronischen Handel stieg das Fass 32 Cent auf 115,18 Dollar. Händler begründeten das unverändert hohe Niveau mit Sorgen über sinkende Lieferungen bei zugleich steigender globaler Nachfrage. Seit Tagen bewegt sich der Ölpreis um die Rekordmarke von 115 Dollar. (AP)
Amerikanische Notenbanker Lacker und Fisher warnen vor Inflationsrisiken
Zwei hochrangige amerikanische Notenbanker haben vor heimischen Inflationsrisiken gewarnt und damit deutlich gemacht, dass einige Fed-Mitglieder gegen weitere Zinssenkungen sind. Der Präsident der Fed von Richmond, Jeffrey Lacker, und sein Kollege von der Dallas-Fed, Richard Fisher, wiesen am Donnerstag in getrennten Reden auf Gefahren hin, die entstehen könnten, wenn Schritte zur Eindämmung der Inflation verschoben würden. An den Finanzmärkten wird erwartet, dass die Fed auf ihrer nächsten regulären Sitzung Ende April die amerikanische Zinsen von derzeit 2,25 Prozent um mindestens einen weiteren Viertelpunkt senkt. Viele Experten gehen davon aus, dass die Fed von einer darüber hinaus gehenden Senkung aufgrund der hohen Inflation absieht. (Reuters)
Wellink: Wachstumsschwäche bremst nicht unbedingt Inflation
Ein führender Währungshüter der Eurozone hat Forderungen nach einer Lockerung der Geldpolitik indirekt widersprochen. Es kann nicht als selbstverständlich angenommen werden, dass eine geringere Wachstumsdynamik einen Effekt auf die Inflation haben wird, sagte Nout Wellink, Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) und Gouverneur der niederländischen Notenbank, am Donnerstagabend. Bislang habe der Preisdruck im Euroraum beinahe monatlich zugenommen. Auf die Frage, ob die EZB in diesem Jahr die Zinsen senken wird, wollte Wellink nichts sagen. Im März hat die jährlich Inflationsrate in der Eurozone den Rekordwert von 3,6 Prozent erreicht. Die EZB strebt eine Rate von knapp 2 Prozent an. Während die amerikanische Notenbank wegen der Finanzkrise und einer drohenden amerikanische Rezession ihre Zinsen aggressiv senkte, hat die EZB ihren Leitzins seit Juni 2007 unverändert bei 4,00 Prozent belassen. (Dow Jones Newswires)
Amerikanischer Staatsanwalt lädt Banken wegen Anleihen vor
Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat Kreisen zufolge 18 Banken und Broker vorgeladen, um deren Handhabung bestimmter Anleihen zu klären. Unter den Instituten seien die Deutsche Bank und zahlreiche amerikanische Großbanken, hieß es am Donnerstag bei Personen, die mit der Untersuchung vertraut sind. Es gebe um Auction Rate Securities, also Anleihen mit langer Laufzeit, deren Zinssatz aber in kurzen Abständen bei Auktionen neu festgesetzt wird. Infolge des Vertrauensverlusts an den Finanzmärkten scheiterten in den vergangenen Wochen reihenweise Auktionen auf dem rund 330 Milliarden Dollar schweren ARS-Markt an mangelndem Interesse der Investoren. Den Kreisen zufolge wurden neben der Deutschen Bank die Schweizer UBS, die amerikanische Institute Merrill Lynch, Goldman Sachs, Citigroup, Wachovia, Lehman Brothers, Bank of America, JPMorgan, Morgan Stanley und E*Trade Financial vorgeladen. Die Untersuchung des New Yorker Generalstaatsanwalts Andrew Cuomo befasse sich mit der Frage, wie die Auktionen abgelaufen sind und wie die Anleihen verkauft wurden. (Reuters)
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters, dpa-AFX.
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Bildmaterial: FAZ.NET-Jan Bazing
| Tops & Flops | +/- | Prozent |
|---|---|---|
| DEUTSCHE POSTBANK AG | +0,89 | +2,10 |
| CONTINENTAL AG INHAB | -0,11 | -0,15 |
| MERCK KGAA INHABER - | -0,78 | -1,03 |
| MAN AG STAMMAKTIEN O | -3,17 | -5,14 |
| THYSSENKRUPP AG INHA | -1,52 | -5,01 |
| DAIMLER AG NAMENS - | -1,76 | -4,24 |
| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 6.127,44 | -2,42 |
| TecDax | 761,19 | -4,17 |
| DowJones | 11.220,96 | +0,29 |
| Nasdaq | 2.255,88 | -0,14 |
| STOXX 50 | 3.185,83 | -2,72 |
| Nikkei 225 | 12.212,23 | -2,75 |
| S&P 500 Zert. | 12,28 | -3,08 |
| Euro/Dollar | 1,43 | +0,04 |
| Bund Future | 115,28 | +0,12 |
| Gold | 802,80 | +0,00 |
| Öl | 104,17 | -3,09 |