14. Mai 2008
Unternehmen
Bilfinger + Berger übertrifft Erwartungen
Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger Berger hat im Auftaktquartal des Jahres mit einem unerwartet starken Gewinnanstieg die Erwartungen am Finanzmarkt übertroffen. Die gute Nachfrage nach Industrie-Dienstleistungen und der Verkauf von Immobilien ließen den Gewinn des Branchenzweiten hinter Hochtief sprudeln.
Bilfinger Berger teilte am Mittwoch in Mannheim mit, der Überschuss sei um das Vierfache auf 31 Millionen Euro gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einschließlich des Erlöses aus dem Verkauf der von Bilfinger selbst genutzten Gebäude nur mit einem Anstieg auf 19 Millionen Euro gerechnet. Auch ohne den Sondererlös von sieben Millionen Euro nach Steuern lag der Konzernüberschuss deutlich über dem Vorjahr. (Reuters)
Sony mit Gewinnsprung
Der japanische Elektronikkonzern Sony hat den Betriebsgewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr unter anderem dank der starken Nachfrage nach Digitalkameras kräftig erhöht. Wie der Hersteller der Playstation 3 am Mittwoch bekannt gab, stieg der operative Gewinn zum Bilanzstichtag 31. März im Vergleich zum Vorjahr um das Fünf-Fache auf 374,5 Milliarden Yen (2,3 Milliarden Euro).
Wegen des starken Yen verfehlte Sony damit jedoch sein eigenes Ertragsziel um mehr als 30 Milliarden Yen. Im Januar hatte Sony die Prognose für den Betriebsgewinn von zunächst 450 auf 410 Milliarden Yen gesenkt. Sony verfehlte somit sein Ziel einer operativen Gewinnmarge von fünf Prozent. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2007/2008 um 6,9 Prozent auf den Rekord von 8,87 Billionen Yen. (dpa)
Post im ersten Quartal wegen Postbank und Briefsparte mit Gewinnrückgang
Die Bankenkrise und die Auswirkungen der vollständigen Öffnung des deutschen Briefmarkts zum Jahreswechsel haben die Bilanz der Deutschen Post im 1. Quartal bestimmt. Während die Finanzkrise negativ durchschlug, hielten sich die Auswirkungen auf dem Briefmarkt in Grenzen, teilte die Post am Mittwoch in Bonn mit. Zudem bekräftigte Europas größter Logistiker die Jahresziele und peilt einen Vorsteuergewinn von rund 3,2 Milliarden Euro an.
Der Umsatz erhöhte sich von 15,47 auf 15,7 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern sank wegen des Postbankergebnisses und fehlender Arbeitstage durch den frühen Ostertermin von 998 auf 851 Millionen Euro. Unterm Strich schrumpfte der Überschuss von 499 auf 407 Millionen Euro.
Das defizitäre amerikanische Expressgeschäft steht auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung am 28. Mai. Die Post hatte angekündigt, noch in diesem Monat den Plan für eine strategische Neuausrichtung des verlustreichen Geschäfts bekanntzugeben. (dpa)
Finanzmarktkrise drückt Gewinn bei ING im ersten Quartal
Die niederländische ING Groep hat wegen der Finanzmarktkrise einen stärkeren Rückgang beim Nettoergebnis im ersten Quartal 2008 ausgewiesen als erwartet. Der niederländische Konzern berichtete am Mittwoch ein Nettoergebnis von 1,54 (1,89) Milliarden Euro; Analysten hatten bei dem Allfinanzkonzern unter dem Strich mit 1,58 Milliarden Euro gerechnet. Das Ergebnis je Aktie ermäßigte sich um 16 Prozent auf 0,74 Euro. (Dow Jones)
Solon erhöht Umsatz und Ebit im ersten Quartal um über 100 Prozent
Die Solon AG für Solartechnik hat im ersten Quartal ihren Umsatz und das Ebit mehr als verdoppelt und dabei auch die Erwartungen der Analysten übertroffen. Wie das in Berlin ansässige TecDax-Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wuchs der Umsatz um 115 Prozent auf 161,6 (Vorjahr: 75,1) Millionen Euro und übertraf damit die Durchschnittsprognose von 152,3 Millionen Euro.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um 150 Prozent auf 12,5 (5,0) Millionen Euro zu. Dieses hatten die Analysten im Mittel bei 11,9 Millionen Euro gesehen. Solon erzielte eine Ebit-Marge von 7,7 Prozent. (Dow Jones)
Telekom Austria: Gewinn im Quartal 12 Prozent gefallen
Der Zukauf des zweitgrößten weißrussischen Mobilfunkanbieters MDC und deutliche Ergebnisrückgänge im Festnetz haben die Gewinne der Telekom Austria stärker nach unten gedrückt als erwartet. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, sank das Nettoergebnis im ersten Quartal 2008 um 11,9 Prozent auf 129,7 Millionen Euro. Analysten hatten im Durchschnitt ein Minus von rund 10 Prozent erwartet. Der Umsatz stieg durch die Übernahme von MDC und des Festnetz-Konkurrenten eTel um 9,9 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro und damit etwas stärker als von den Börsianern prognostiziert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 4,7 Prozent auf 498,6 Millionen Euro.
Für 2008 bekräftigte die Telekom ihre erste Prognose: Demnach wird der Nettogewinn auch im Gesamtjahr um 12 Prozent zurückgehen, Umsatz und Ebitda sollen um 5 beziehungsweise 3 Prozent steigen und das Betriebsergebnis (Ebit) stabil bleiben. (dpa-AFX/APA)
Deutsche EuroShop startet mit neuen Galerien gut ins Jahr 2008
Die Deutsche EuroShop hat dank zweier neuer Galerien im Auftaktquartal deutlich zugelegt und die Erwartungen der Analysten etwas überboten. Während Umsatz und operatives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Fünftel zulegten, gab es beim Konzernergebnis ein Plus von gut 60 Prozent, wie die im MDax <MDax.ETR> notierte Gesellschaft am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte die Immobiliengesellschaft, die derzeit an 16 Einkaufscentern in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn beteiligt ist. Die Aktie legte vorbörlich um 0,39 Prozent auf 28,51 Euro zu.
Der Umsatz legte von 22,6 auf 26,9 Millionen Euro zu. Die sechs von dpa-AFX befragten Analysten hatten mit 26,8 Millionen Euro gerechnet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) rückte von 18,7 auf 22,5 (Analysten: 21,8) Millionen Euro vor. Vor allem die beiden neuen Galerien in Danzig und Hameln, die im Oktober 2007 beziehungsweise im März diesen Jahres eröffnet wurden, trugen mit ihren Mieteinkünften zur Umsatzsteigerung bei. Ihre Ergebnisbeiträge stützten den operativen Gewinn. (dpa-AFX)
Enel legt beim Gewinn im ersten Quartal zu
Der italienische Versorger Enel hat sein operatives Ergebnis im ersten Quartal 2008 höher als erwartet gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei von 2,332 auf 3,445 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Von Thomson Financial News befragte Analysten hatten mit einer Spannbreite von 3,200 bis 3,350 Milliarden Euro gerechnet. (dpa-AFX)
Telefonica verdient im ersten Quartal mehr
Der spanische Telefonkonzern Telefonica hat im ersten Quartal deutlich mehr verdient als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn sei um 22,4 Prozent auf 1,538 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern am Mittwoch in Madrid mit. Damit erfüllte das spanische Unternehmen die Erwartungen der Analysten, die mit 1,54 Milliarden Euro gerechnet hatten. Für das Gesamtjahr bekräftigte Telefonica die Gewinn- und Umsatzziele trotz einer Konjunkturabschwächung in Spanien. (Reuters)
Jungheinrich steigert Quartalsgewinn stärker als Erlöse
Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich hat den operativen Gewinn im ersten Quartal stärker als den Umsatz gesteigert. Während die Erlöse von Januar bis März um acht Prozent auf 491 Millionen Euro zulegten, wuchs der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) nach Angaben von Mittwoch um 13 Prozent auf knapp 30 Millionen Euro. Der Ordereingang erhöhte sich um neun Prozent auf 553 Millionen Euro. Für das laufende Jahr stellte das Hamburger Unternehmen einen Anstieg des Auftragseingangs auf mehr als 2,2 (Vorjahr 2,1) Milliarden Euro und des Konzernumsatzes auf mehr als 2,1 (2,0) Milliarden in Aussicht. (Reuters)
Aleo Solar verdoppelt Quartalsgewinn
Der brandenburgische Solarmodulhersteller Aleo Solar hat im ersten Quartal dank florierender Auslandsgeschäfte seinen Gewinn verdoppelt. Netto verdiente die Firma 3,4 Millionen Euro nach 1,7 Millionen vor Jahresfrist, wie Aleo Solar am Mittwoch in Prenzlau mitteilte. Operativ stieg der Gewinn (Ebit) auf fünf (Vorjahresperiode: 2,7) Millionen Euro. Der Umsatz legte um 85 Prozent auf 69 Millionen Euro zu. Nahezu die Hälfte der Erlöse sei in Spanien erzielt worden.
Fürs Gesamtjahr peilt die Firma unverändert einen Umsatz von 330 Millionen Euro an, 2009 soll er auf 380 Millionen klettern. Im vergangenen Jahr erlöste Aleo Solar mit rund 550 Mitarbeitern 242 Millionen Euro, ein Plus von 86 Prozent. Der Gewinn wurde mit 9,8 (Vorjahr: 5,6) Millionen Euro beinahe verdoppelt. (Reuters)
Lanxess übertrifft im ersten Quartal Erwartungen deutlich
Die Lanxess AG hat im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten an das Ergebnis übertroffen. Der Spezialchemiekonzern verbesserte das bereinigte Ebitda - die entscheidende Kennzahl für die operative Entwicklung - auf 220 (Vj: 219) Millionen Euro, während die von Dow Jones befragten Beobachter wegen Portfolioveränderungen mit einem Rückgang auf im Schnitt 202 Millionen Euro gerechnet hatten. Der Umsatz ging aufgrund der Veränderungen um gut 10 Prozent auf 1,535 Milliarden Euro zurück, wie das Leverkusener Unternehmen am Mittwoch weiter mitteilte.
Er sank damit aber weniger stark als von den Analysten aufgrund der Portfolioveränderungen erwartet. Währungs- und portfoliobereinigt, also organisch, sei der Vorjahreswert um 8,1 Prozent übertroffen worden, heißt es in der Mitteilung von Lanxess weiter. Der Konzerngewinn stieg auf 103 (91) Millionen Euro; hier hatten Analysten einen Rückgang auf im Schnitt 77 Millionen Euro erwartet. (Reuters)
Aareal Bank: Konzernüberschuss im ersten Quartal fällt auf 13 Millionen Euro
Die Aareal Bank AG hat im ersten Quartal wegen Abschreibungen auf das Portfolio mit forderungsbesicherten Krediten einen Gewinnrückgang verzeichnet. Wie der Wiesbadener Immobilienfinanzierer am Mittwoch mitteilte, fiel das Ergebnis nach Steuern und Drittanteilen auf 13 (Vj 51) Millionen Euro). Dieser Wert entspricht genau den Schätzungen der acht Analysten, die Dow Jones im Vorfeld befragt hatte.
Für das laufende Jahr zeigte sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch. Wir gehen nach dem Verlauf des ersten Quartals unverändert davon aus, dass wir das operative Ergebnis des Vorjahres auch 2008 wieder erreichen können - sofern die Verwerfungen an den Finanzmärkten nicht weiter anhalten, sagte Wolf Schumacher, Vorstandsvorsitzender des im MDax notierten Instituts. (Dow Jones)
Dexia verdient im 1. Quartal weniger
Die französisch-belgische Bank Dexia hat im ersten Quartal wegen der Kreditkrise weniger verdient als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn sei auf 539 Millionen Euro von 630 Millionen Euro gefallen, teilte der weltgrößte Behördenkreditgeber am Mittwoch mit. Damit verfehlte der Finanzdienstleister die Erwartungen der Analysten, die mit 582 Millionen Euro gerechnet hatten. Dexia begründete den Gewinnrückgang mit Belastungen im Zuge der amerikanischen Hypothekenkrise. (Reuters)
ThyssenKrupp bekräftigt nach zweitem Quartal Prognose für Gesamtjahr
Die ThyssenKrupp AG hat bei der Vorlage des Halbjahresberichts ihre Prognosen für das Gesamtjahr nochmals bestätigt. Wie der Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte, ist 2007/08 ein Umsatz von 53 Milliarden Euro und ein Vorsteuerergebnis vor Sondereffekten von mehr als 3 Milliarden Euro zu erwarten. Im vergangenen Jahr erreichte das Ergebnis 3,33 Milliarden Euro, um die Kartellstrafe im Aufzugsgeschäft bereinigt sogar 3,80 Milliarden Euro. Der Umsatz lag bei knapp 52 Milliarden Euro.
Im kürzlich beendeten zweiten Quartal verbuchte ThyssenKrupp einen leichten Umsatzanstieg auf 13,2 (Vorjahr: 13,1) Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn legte auf 742 Millionen Euro von zuvor 572 Millionen zu. Allerdings war das Ergebnis im Vorjahr durch eine Kartellstrafe im Aufzugsgeschäft von rund 500 Millionen Euro gedrückt worden. Das Vorsteuerergebnis vor Sondereffekten betrug im zweiten Quartal 784 Millionen Euro. (Dow Jones)
TAG Tegernsee steigert Umsatz dank höherer Mieteinnahmen kräftig
Höhere Mieteinnahmen haben dem Hamburger Immobilienunternehmen TAG Tegernsee zu Jahresbeginn kräftige Zuwächse bei Umsatz und Gewinn beschert. Die Erlöse erhöhten sich von Januar bis März um zwei Drittel auf 21,5 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Zu dem Anstieg hätten die Mieteinnahmen der 2007 von Siemens erworbenen Gewerbeimmobilien und höhere Mieten aus den übrigen Bestandsimmobilien beigetragen. Unter dem Strich steigerte TAG den Gewinn im ersten Quartal um 64 Prozent auf 2,2 Millionen Euro. Im laufenden Jahr will TAG rund 50 Millionen Euro in den Bestand investieren und rund 100 Millionen für Zukäufe ausgeben. (Reuters)
Q-Cells profitiert im ersten Quartal von Solarboom
Angetrieben von einer hohen Nachfrage hat der Solarzellen-Hersteller Q-Cells sein Ergebnis im ersten Quartal deutlich gesteigert. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe von 36,2 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 58,9 Millionen Euro zugelegt, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Thalheim mit. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten mit einem Betriebsergebnis in Höhe von 53,4 Millionen Euro gerechnet. (dpa-AFX)
EADS mit Gewinnsprung im ersten Quartal
Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS hat dank vermehrter Auslieferungen von Airbus-Flugzeugen im ersten Quartal einen Gewinnsprung verzeichnet. Das operative Ergebnis (Ebit) habe auf 769 Millionen von 88 Millionen Euro im Vorjahr zugelegt, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Unter dem Strich schrieb EADS mit 285 Millionen Euro wieder schwarze Zahlen. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen von Analysten, die im Durchschnitt mit einem Ebit von 371 Millionen Euro und einem Überschuss von 194 Millionen Euro gerechnet hatten.
Der Umsatz legte um zehn Prozent auf 9,9 Milliarden Euro zu. Die Prognose für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern, warnte jedoch davor, dass eine Verschlechterung des Dollarkurses das Ergebnis belasten würde. Die EADS gehe bisher von einem Kurs von 1,45 Dollar je Euro zum Jahresende aus. (Reuters)
K+S-Kassen klingeln dank Kali-Boom
Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S hat dank steigender Kali-Preise im ersten Quartal seinen Gewinn unerwartet kräftig gesteigert. Der operative Gewinn (Ebit 1) habe sich mit 226,3 Millionen Euro mehr als verdoppelt, teilte das Kasseler Unternehmen am Mittwoch mit. Analysten hatten im Schnitt nur mit 190 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz kletterte um 28 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro und fiel ebenfalls deutlich besser als erwartet aus. Für das laufende Jahr rechnet K+S nun mit einem kräftigen Umsatzanstieg, der operative Gewinn könne sich verdreifachen. Bislang hatte der Vorstand ein deutliches Umsatzplus in Aussicht gestellt. Der operative Gewinn sollte sich mindestens verdoppeln. (Reuters)
BHP-Chef schließt Aufstockung der Rio Tinto-Offerte nicht aus
Der weltgrößte Bergbaukonzern BHP Billiton hält eine Aufstockung seines feindlichen Übernahmeangebots für den Rivalen Rio Tinto für möglich. Auf die Frage, ob der britisch-australische Konzern den geplanten Aktientausch um zusätzliches Bargeld erweitern könnte, sagte BHP-Billiton-Chef Marius Kloppers dem Fernsehsender CNBC: Wir können nichts ausschließen. Kloppers räumte ein, dass die gestiegenen Rohstoffpreise das Angebot jüngst attraktiver machten. Das derzeitige Aktientausch-Gebot für Rio Tinto beläuft sich derzeit auf 177 Milliarden Dollar.
Die BHP-Billiton-Aktie stieg am Mittwoch zeitweise um sechs Prozent auf 48,54 australische Dollar und erreichte damit einen neuen Höchststand. Sie wurde von Gerüchten nach oben getrieben, dass ein oder mehrere chinesische Unternehmen an Anteilen des Bergbaukonzerns interessiert seien. Nicht ausgeschlossen wurde, dass es sich bei dem Interessenten um den Aluminiumkonzern Chinalco handelt. Eine BHP-Sprecherin wollte sich dazu nicht äußern. Eine Sprecherin von Chinalco sagte, sie sei über derartige Berichte nicht informiert. (Reuters)
Infineon-Aufsichtsratschef will Fusion prüfen
Infineon-Aufsichtsratschef Max-Dietrich Kley will einem Zeitungsbericht zufolge eine Fusion des verlustreichen Halbleiterkonzerns mit einem Konkurrenten prüfen. Kley will die Versäumnisse der Vergangenheit durch einen letzten großen Wurf vergessen machen, zitierte die Financial Times Deutschland am Mittwoch einen nicht genannten Manager. Vorstandschef Wolfgang Ziebart halte von einer von Kley ins Gespräch gebrachten Fusion etwa mit der früheren Philips-Tochter NXP, die dem Finanzinvestor KKR gehört, wenig, weil NXP selbst mit operativen Problemen kämpfe.
In den kommenden Tagen werde es ein klärendes Gespräch von Kley und Ziebart geben, heißt es in dem Bericht. Dabei gelte es als ausgemacht, dass Ziebart nach dem Gespräch seinen Posten aufgibt. Kley suche bereits unverhohlen einen Nachfolger für Ziebart. Die beiden lägen in wesentlichen Strategiefragen über Kreuz. Entzündet habe sich der Streit am Umgang mit der defizitären Speicherchiptochter Qimonda, auf die Infineon zuletzt erneut mehr als eine Milliarde Euro abschreiben musste. Ziebart habe sich schon vor einem Jahr für schnellere Abschreibungen ausgesprochen, während Kley für längeres Abwarten plädiert habe. Kley habe das bestritten und sich zu den anderen Informationen nicht äußern wollen, berichtete die Zeitung. Als mögliche Nachfolger für den 58-jährigen Ziebart nennt die Zeitung Finanzvorstand Marco Schröter oder den Leiter der Automotive-Sparte, Peter Bauer. (Reuters)
Icahn steigt bei Yahoo! ein
Neue Spekulationen um die Zukunft des Internet- Konzerns Yahoo!: Nach der geplatzten Übernahme durch Microsoft erwägt nun der streitbare amerikanischen Milliardär Carl Icahn amerikanischen Medien zufolge einen Machtkampf mit der Yahoo!-Führung. Icahn habe sich mit mehreren Prozent bei Yahoo! eingekauft und wolle womöglich über den Verwaltungsrat den Kurs des Unternehmens beeinflussen, berichtete der Wirtschafts-Fernsehsender CNBC am Dienstag unter Berufung auf Insider.
Microsoft hatte vor eineinhalb Wochen ein zuletzt auf 47,5 Milliarden Dollar (31 Milliarden Euro) erhöhtes Kaufangebot für Yahoo! zurückgezogen. Die Parteien hatten sich nicht auf einen Preis einigen können. Eine Reihe von Großaktionären ist über die Weigerung der Yahoo!-Führung sehr verärgert, und einige Anteilseigner klagten bereits gegen das Unternehmen.
Den übereinstimmenden Medienberichten zufolge besitzt Icahn mittlerweile rund 50 Millionen Yahoo-Aktien, was einem Anteil von rund 3,5 Prozent entsprechen würde. Welche Strategie Icahn genau verfolgt, war zunächst unklar. Er könnte aber über den Verwaltungsrat Yahoo!-Chef Jerry Yang drängen, das Microsoft-Angebot doch noch anzunehmen, hieß es. Ebenso könnte Icahn eine Mehrheit für die Ablösung Yangs suchen. Microsoft habe Icahn allerdings bisher keine Zusicherung gegeben, sein Angebot wieder aufleben zu lassen, hieß es in der Onlineausgabe des Wall Street Journal. (dpa-AFX)
Postbank stößt Immobilien ab
Die Postbank stellt einem Pressebericht zufolge den Großteil ihres Immobilienvermögens zum Verkauf. Wie die Financial Times Deutschland (Mittwochsausgabe) ohne Quellen zu nennen berichtet, geht es um das Immobilienpaket Victor, das aus 25 Bürogebäuden in Großstädten und Nebenstandorten in Deutschland besteht. Filialen gehören nicht dazu.
Ein Postbank-Sprecher bestätigte, das Institut prüfe einen Verkauf. Eine Entscheidung solle in der zweiten Jahreshälfte fallen. Gegenüber dpa-AFX präzisierte der Sprecher, es gehe um einen Teil der Immobilien. Neben der Bewertung spielten auch strukturelle Fragen eine Rolle. Die Postbank wolle die Gebäude im Falle eines Verkaufs zurückmieten. Nähere Details zu dem möglichen Verkauf wollte der Sprecher nicht nennen.
Erst Anfang April hatte der Mutterkonzern Deutsche Post für eine Milliarde Euro ein Immobilienpaket an den amerikanischen Finanzinvestor Lone Star verkauft. Der Kaufpreis der nun zum Verkauf stehenden Postbank-Gebäude wird laut FTD auf 700 bis 800 Millionen Euro geschätzt. Beauftragt mit der Vermarktung sei die Investmentbank Morgan Stanley. Mit unverbindlichen Angeboten rechneten Insider etwa in vier bis fünf Wochen.
Der Immobilienverkauf steht Beobachtern zufolge im Zusammenhang mit dem möglichen Verkauf von Deutschlands größter Privatkundenbank. Post und Bund prüfen derzeit die Trennung von der Postbank. Eine Entscheidung steht noch aus. Durch den Verkauf von Immobilien können Unternehmen bestimmte Bilanzkennziffern verbessern. Frei werdende Mittel können ausgeschüttet oder in das Kerngeschäft investiert werden, was in der Regel den Unternehmenswert steigert. (dpa-AFX)
Gagfah steigert operatives Ergebnis leicht
Die Immobiliengesellschaft Gagfah ist mit einem leichten operativen Gewinnplus ins Jahr 2008 gestartet. Die Einnahmen aus Mieterlösen stiegen von 223,3 im Vorjahresquartal auf 241,2 Millionen Euro, wie die im MDax notierte Gesellschaft mit Sitz in Luxemburg am Mittwoch mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresquartal flossen Einnahmen aus einem größeren Immobilienbestand an die Gagfah. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg von 114,5 auf 115,4 Millionen Euro. Die Schätzungen der von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Analysten waren jedoch im Schnitt etwas höher ausgefallen. (dpa-AFX)
BNP-Paribas-Gewinn sinkt nicht so stark wie erwartet
Der Gewinn der größten französischen Bank BNP Paribas ist im ersten Quartal wegen geringerer Belastungen aus der Finanzmarktkrise nicht so stark wie erwartet gesunken. Der Überschuss sei von 2,51 Milliarden Euro auf 1,98 Milliarden Euro gefallen, teilte die im EuroSTOXX 50 notierte Bank am Mittwoch in Paris mit. Von Thomson Financial News (TFN) befragte Analysten hatten mit einem Gewinn von 1,77 Milliarden Euro gerechnet. Die Belastungen aus der Finanzmarktkrise bezifferte die Bank auf 186 Millionen Euro nach 309 Millionen Euro im Vorquartal. Damit schnitt BNP Paribas besser ab als die meisten Konkurrenten. Die französische Bank sieht sich auch weiter in der Lage, dies fortzusetzen. (dpa-AFX)
Milliardenbelastungen für Mitsubishi UFJ
Die weltweite Kreditkrise könnte der größten japanischen Bank Mitsubishi UFJ einem Zeitungsbericht zufolge zusätzliche Belastungen von bis zu 1,9 Milliarden Euro (300 Milliarden Yen) bescheren. Bislang hatte das Institut für das im März zu Ende gegangene Geschäftsjahr Abschreibungen von rund 590 Millionen Euro (95 Milliarden Yen) auf schlecht besicherte Hypotheken in Aussicht gestellt. Nun habe sich das Problem auf andere Produkte ausgeweitet, die der Bank weitere Buchverluste einbringen und wohl auch ihren Gewinn schmälern würden, berichtete die Zeitung Mainichi am Mittwoch. Ein Sprecher des Instituts lehnte eine Stellungnahme zu den Angaben ab.
Mitsubishi UFJ will kommende Woche ihre Geschäftszahlen für das abgelaufene Finanzjahr vorlegen. Die Aktie des Instituts sank am Mittwoch nach Bekanntwerden des Berichts um 4,3 Prozent und damit stärker als der Branchenindex. (Reuters)
Schott bringt Solarsparte an die Börse
Der Technikkonzern Schott strebt einem Zeitungsbericht zufolge mit seiner Solarsparte an die Börse. Das Mainzer Unternehmen habe die Deutsche Bank, JP Morgan und die Commerzbank beauftragt, den Gang an den Kapitalmarkt vorzubereiten, schreibt die Financial Times Deutschland (Mittwochsausgabe) unter Verwies auf Finanzkreise. Das Unternehmen wollte nicht konkret Stellung nehmen. Das Solargeschäft ist ein Kerngeschäft mit großen Wachstumschancen. Zur Finanzierung prüfen wir unterschiedliche Alternativen, darunter auch einen Börsengang, sagte ein Sprecher auf Nachfrage.
Insidern zufolge steuert die Solarsparte einen Umsatz von rund 400 Millionen Euro zu den Konzernerlösen von insgesamt 2,1 Milliarden Euro bei. Offizielle Angaben gibt es nicht. Nach Darstellung des Managements soll die Solarsparte im Geschäftsjahr 2009/10 das Geschäft mit Pharmaglas (Umsatz ebenfalls nicht veröffentlicht) als größte Sparte überholen. Die privat geführte Gesellschaft Schott braucht den Börsengang für die Solarsparte, um Geld für die anstehenden hohen Investitionen einzusammeln. In den kommenden Jahren soll jedes Jahr ein deutlich dreistelliger Millionenbetrag in das Geschäft fließen.
Vorstandschef Udo Ungeheuer hatte im März bei einer Veranstaltung in Spanien Gedankenspiele über einen IPO angestellt. Er könne einen solchen zwar nicht bestätigen, aber auch nicht ausschließen. Wenn, dann müsse ein IPO aber schnell kommen. Wir müssen schnell zu Lösungen kommen, der Investitionsbedarf ist gigantisch, sagte Ungeheuer damals. (dpa-AFX)
Moody's skeptisch bezüglich der Kapitalausstattung von MBIA und Ambac
Die Ratingagentur Moody's hat sich skeptisch über die Kapitalausstattung der Anleiheversicherer MBIA und Ambac geäußert. Die Verluste bei bestimmten amerikanischen Wohnbaukrediten würden voraussichtlich schlimmer ausfallen als zunächst erwartet, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Agentur. Das könnte erhebliche Auswirkungen für die Einschätzung der Angemessenheit der Kapitalausstattung der Zahlungsgaranten sein, die diesen Risiken am stärksten ausgesetzt sind.
Die Verluste beider Firmen im Geschäft mit den fraglichen Wohnbaukrediten und mit komplexen Schuldverschreibungen seien mittlerweile bedeutend höher als von Moody's zunächst erwartet. Dies verschärfe die bestehenden Sorgen, ob ihre Kapitalausstattung noch mit dem Rating Aaa zu vereinbaren sei. Die MBIA-Aktie gab nach Veröffentlichung der Mitteilung um 5,4 Prozent nach, die von Ambac um 7,6 Prozent.
MBIA hatte am Montag wegen der Kreditkrise einen Milliardenverlust im ersten Quartal bekannt gegeben. Die unter Druck geratenen Anleiheversicherer bemühen sich seit Monaten, die für ihr Geschäft unverzichtbaren Spitzenratings zu halten. (Reuters)
ArcelorMittal steigert operativen Gewinn und Umsatz deutlich
Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor hat im ersten Quartal getrieben von einer hohen Nachfrage, gestiegenen Preisen und einem schwachen Dollar Umsatz und operativen Gewinn kräftig gesteigert. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei um 16 Prozent auf 5,0 Milliarden Dollar geklettert, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Luxemburg mit. Im zweiten Quartal rechnet der Konzern mit einem Ebitda von mehr als 6,5 Milliarden Dollar.
Der Umsatz sei im ersten Quartal um 22 Prozent auf 29,8 Milliarden Dollar gestiegen. Die Auslieferungsmenge habe um acht Prozent auf 29,2 Millionen Tonnen angezogen. Der Überschuss habe vor allem wegen einer Neubewertung von Finanzinstrumenten geringer zugelegt als der operative Gewinn. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 2,37 Milliarden Dollar und damit fünf Prozent mehr als vor einem Jahr. (dpa-AFX)
Corporate Express lehnt erhöhtes Staples-Übernahmeangebot ab
Der niederländische Büroartikel-Händler Corporate Express hat auch ein erhöhtes Übernahmeangebot des weltweiten Branchenführers Staples als zu niedrig zurückgewiesen. Der Verwaltungsrat habe über das erhöhte Angebot beraten, teilte Corporate Express am Dienstag mit. Das neue Angebot des amerikanischen Konzerns unterbewerte das Unternehmen aber weiterhin.
Staples hatte zuvor seine milliardenschwere feindliche Übernahmeofferte für den europäischen Konkurrenten deutlich aufgestockt. Staples biete nun mit 8 Euro je Aktie gut zehn Prozent mehr als bisher, teilte der amerikanische Konzern am Dienstag mit. Der Gesamtpreis steige so auf rund 1,5 Milliarden Euro, die Schulden der niederländischen Gesellschaft eingerechnet liege er sogar bei 2,6 Milliarden Euro. (dpa-AFX)
Carrefour steigert Umsatz im ersten Quartal
Der größte europäische Einzelhändler Carrefour hat besonders wegen kräftiger Lebensmittelverkäufe im ersten Quartal seinen Umsatz gesteigert. Die Erlöse seien im Konzern ohne Währungseffekte einschließlich Mehrwertsteuer um 10,5 Prozent auf 23,375 Milliarden Euro gestiegen, teilte Carrefour am Dienstag in Paris mit. Auf gleicher Fläche stieg der Umsatz um 4,1 Prozent. Das Unternehmen bestätigte trotz der schwachen Entwicklung der Erlöse im Nicht-Lebensmittel-Bereich seine Ziele für das Gesamtjahr. Carrefour rechnet mit einem Umsatzwachstum bei konstanten Wechselkursen und ohne Übernahmen von sechs bis acht Prozent. Der operative Gewinn soll schneller wachsen als die Erlöse. (dpa-AFX)
BP: Überschuss im ersten Quartal 168 Millionen amerikanischen Dollar niedriger
Der Ölkonzern British Petroleum (BP) hat seinen Überschuss für das erste Quartal nach unten korrigiert. Ein Bewertungsfehler der Raffinerievorräte habe zu einem um 168 Millionen amerikanischen Dollar zu hohen Überschuss im Bericht zum ersten Quartal geführt, teilte der Konzern am Dienstag in London mit. Den Überschuss für die ersten drei Monate gibt BP nunmehr mit 7,451 Milliarden an. Die neuen Zahlen flössen als Vergleichswert in den Bericht zum zweiten Quartal mit ein. (dpa-AFX)
Vinci steigert Umsatz im ersten Quartal
Der französische Baukonzern Vinci hat seinen Umsatz im ersten Quartal deutlich gesteigert und seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2008 bestätigt. Die Erlöse seien auf vergleichbarer Basis von Januar bis März um 7,5 Prozent auf 7,16 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Paris mit. Das Auftragsbücher seien weiterhin gut gefüllt. Vinci bekräftigte sein Ziel, den Jahresumsatzes 2008 um rund zehn Prozent nach oben schrauben zu wollen. (dpa-AFX)
Alitalia weitet Verlust aus
Die um ihr Überleben kämpfende italienische Fluggesellschaft Alitalia hat ihre Verluste zu Jahresbeginn ausgeweitet. Operativ betrug das Minus im ersten Quartal 161 Millionen Euro nach 113 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie das Unternehmen in der Nacht zum Mittwoch mitteilte. Den Verlust vor Steuern wies Alitalia mit 215 Millionen Euro nach 152 Millionen im ersten Quartal 2007 aus.
Das Unternehmen warnte bei der Vorlage der Zahlen, es könne nicht mehr lange mit der Ungewissheit über die eigene Zukunft sowie mit den hohen Ölpreisen zurechtkommen. Die Unsicherheit über den Fortbestand des Konzerns nach dem Scheitern der Verkaufspläne an Air France-KLM schade der Glaubwürdigkeit und beeinträchtige den Verkauf von Flugtickets. Das Unternehmen brauche dringend eine Kapitalerhöhung, um an Geld zu kommen.
Weiter erklärte Alitalia, man begrüße die Bitte eines Mitarbeiters von Ministerpräsident Silvio Berlusconi um vertrauliche Informationen für ein Konsortium, das ein Kaufangebot für den Konzern erwäge. Vor der Herausgabe von Daten benötige man jedoch Beweise für das Interesse der Gruppe. Berlusconi will Alitalia mit Hilfe italienischer Unternehmer retten. (Reuters)
Electronic Arts weitet Verlust im vierten Quartal aus
Der weltgrößte Videospiele-Hersteller Electronic Arts hat wegen Restrukturierungskosten seinen Verlust im vierten Quartal ausgeweitet. Der Netto-Umsatz übertraf jedoch die Erwartungen der Anleger an der Wall Street. Im Finanzjahr 2009 erwartet der Konkurrent von Vivendi einen Netto-Gewinn zwischen 25 und 52 Cent je Aktie bei einem Netto-Umsatz zwischen 4,9 Milliarden und 5,15 Milliarden Dollar.
Im abgelaufenen Quartal verzeichnete das Unternehmen mit 94 Millionen Dollar ein Minus, das fast vier Mal so groß war wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wo unterm Strich 25 Millionen aufgelaufen waren. Den Netto-Umsatz steigerte es dagegen um 84 Prozent auf 1,13 Milliarden Dollar. Nachbörslich legten die Anteile 2,6 Prozent an Wert auf 56,00 Dollar zu.
Der Hersteller von Spielen wie Rock Band und Army of Two will sich im Kampf um die Spitzenposition der Branche mit dem kleineren Konkurrenten Take-Two Interactive Software verstärken, der das jüngste Angebot in Höhe von 25,74 Dollar je Aktie aber abgelehnt hat. Vivendi schluckt den amerikanischen Computerspiele-Hersteller Activision und will damit die Stellung von Electronic Arts als Marktführer angreifen. (Reuters)
Applied Materials mit weniger Gewinn und Umsatz
Der amerikanische Chipausrüster Applied Materials hat in seinem zweiten Quartal bei schwächeren Umsätzen einen geringeren Gewinn erzielt. Der Überschuss erreichte in den drei Monaten bis zum 27. April 302,5 Millionen Dollar oder 22 Cent je Aktie, wie der weltgrößte Hersteller und Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in der Halbleiterindustrie am Dienstag nach amerikanischen Börsenschluss mitteilte. Im Vergleichszeitraum betrug der Gewinn 411,4 Millionen Dollar oder 29 Cent je Aktie.
Der Umsatz ging auf 2,15 Milliarden Dollar von 2,53 Milliarden zurück. Im Durchschnitt hatten Analysten nach einer Reuters-Umfrage 2,1 Milliarden Dollar erwartet. Die Branche steckt in einem zyklischen Abschwung. Zugleich ist das Angebot an Flash-Memory-Chips auf dem Markt überreichlich. (Reuters)
Mediobanca steigert in 9 Monaten Nettoergebnis um 10 Prozent
Die Mediobanca - Banca di Credito Finanziario SpA hat in den ersten neun Monaten 2007/08 getrieben durch höhere Nettozinseinnahmen ihr Nettoergebnis gesteigert. Wie das Institut aus Mailand am Dienstag mitteilte, kletterte das Nettoergebnis per Ende März um 10,4 Prozent auf 784 Millionen Euro. Die Nettozinseinnahmen erhöhten sich um 11,4 Prozent auf 550 Millionen von 494 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Infolge der Geschäftsausweitung kletterten gleichzeitig die Kosten um 30 Prozent auf 375,3 Millionen Euro. (Dow Jones)
Mediaset verzeichnet im ersten Quartal wegen höherer Kosten Gewinnrückgang
Die Mediengruppe Mediaset hat im ersten Quartal wegen gestiegener Kosten einen Gewinnrückgang verzeichnet. Das Nettoergebnis verringerte sich um 2,8 Prozent auf 121 Millionen Euro, teilte die Mediaset SpA aus Mailand am Dienstag mit. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Mittel mit einem Gewinn von 114 Millionen Euro gerechnet. Den Umsatz steigerte die Gruppe dagegen um 14 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro von 965 Millionen Euro im Vorjahr. (Dow Jones)
Wirtschaft
Japans Leistungsbilanzüberschuss im März 12,3 Prozent unter Vorjahr
Der Überschuss in der japanischen Leistungsbilanz ist im März gegenüber dem Vorjahresmonat unbereinigt um 12,3 Prozent auf 2.882,5 Milliarden Yen gefallen. Wie das Finanzministerium am Mittwoch mitteilte, war dies der erste Rückgang nach zwei Monaten mit steigendem Überschuss. Analysten hatten allerdings sogar einen Rückgang des Leistungsbilanzüberschusses auf 2.776 Milliarden Yen erwartet.
Für die Handelsbilanz wurde ein positiver Saldo von 1.250,7 Milliarden Yen gemeldet; die kombinierte Handels- und Dienstleistungsbilanz verzeichnete ein Plus von 1.176,2 Milliarden Yen. (Dow Jones)
EU-Finanzminister debattieren Verschärfung der Zinsbesteuerung
Die EU-Finanzminister kommen heute (Mittwoch) in Brüssel zusammen, um über den Kampf gegen die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung zu beraten. Dabei geht es um eine Verschärfung der seit drei Jahren laufenden Zinsbesteuerung. Diskutiert wird beispielsweise die Ausdehnung auf juristische Personen, dazu gehören auch Stiftungen. In der Debatte macht unter anderem Deutschland Druck, wo die Affäre um Steuerhinterziehung über Liechtensteiner Banken weite Kreise gezogen hatte. (dpa)
Chinas Industrieproduktion April wächst um 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr
Das Wachstum der chinesischen Industrieproduktion hat sich im April spürbar verlangsamt. Wie die Statistikbehörde am Mittwoch mitteilte, überstieg die industrielle Wertschöpfung das Vorjahresniveau um 15,7 Prozent. Im März hatte sich im Jahresabstand noch ein Zuwachs von 17,8 Prozent ergeben. Volkswirte hatten einen Produktionszuwachs von 17,8 Prozent prognostiziert. Im Durchschnitt der Monate Januar bis April überstieg die Produktion ihr Vorjahresniveau um 16,3 Prozent. (Dow Jones)
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters, dpa-AFX.
Den Frühaufsteher können Sie auch als kostenlosen Newsletter bestellen
Bildmaterial: FAZ.NET-Jan Bazing
| Tops & Flops | +/- | Prozent |
|---|---|---|
| INFINEON TECHNOLOGIE | +0,09 | +1,95 |
| METRO AG STAMMAKTIEN | +0,28 | +0,71 |
| TUI AG NAMENS - AKTI | +0,07 | +0,49 |
| CONTINENTAL AG INHAB | -3,22 | -5,13 |
| DEUTSCHE POSTBANK AG | -2,65 | -4,80 |
| COMMERZBANK AG INHAB | -0,85 | -4,34 |
| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 6.272,21 | -1,28 |
| TecDax | 734,26 | -0,60 |
| DowJones | 11.288,54 | +0,65 |
| Nasdaq | 2.245,38 | -0,27 |
| STOXX 50 | 3.275,20 | -1,67 |
| Nikkei 225 | 13.237,89 | -0,21 |
| S&P 500 Zert. | 12,61 | +0,08 |
| Euro/Dollar | 1,57 | -0,07 |
| Bund Future | 111,54 | +0,36 |
| Gold | 932,30 | +0,03 |
| Öl | 145,16 | +0,10 |
