22. April 2008
Unternehmen
Citigroup verkauft Vorzugsaktien für sechs Milliarden Dollar
Die amerikanische Bank Citigroup hat am Montag Vorzugsaktien im Volumen von sechs Milliarden Dollar verkauft, um Milliarden-Belastungen aus der Kreditmarktkrise abzufedern. Die Aktien sollen über zehn Jahre mit einer Dividendenzahlung von 8,4 Prozent ausgestattet sein, wie aus Daten der International Financing Review hervorgeht, einer Tochter von Thomson Reuters. Damit hat die größte amerikanische Bank seit November durch Kapitalmaßnahmen 36 Milliarden Dollar in ihre Kassen geholt. Das Geld soll helfen, die mehr als 45 Milliarden Dollar an Verlusten und Abschreibungen aufzufangen, die in den vergangenen Monaten aufgelaufen sind. Erst am Freitag hatte die Bank bei der Vorstellung ihrer Zahlen für das erste Quartal neue Belastungen im Zuge der Finanzkrise von 16 Milliarden Dollar öffentlich gemacht. Zur Bewältigung der Krise sollen unter anderem weitere 9.000 Stellen wegfallen und Randbereiche verkauft werden. Die Bank beschäftigt weltweit fast 300.000 Mitarbeiter. Mit dem neuen Job-Abbau fallen insgesamt mehr als 13.000 Arbeitsplätze weg. Die 1998 aus der Verschmelzung von Citicorp und Travellers Group entstandene Citigroup ist die Bank, die weltweit am stärksten im Krisensumpf steckt. Nicht zuletzt wegen massiver Fehlspekulationen mit amerikanische Ramschhypotheken summieren sich Abschreibungen und Belastungen aus erhöhter Risikovorsorge seit Mitte 2007 mittlerweile auf rund 45 Milliarden Dollar. (Reuters)
Royal Bank of Scotland erhöht Kapital um 12 Milliarden Pfund
Die Royal Bank of Scotland Group wird ihr Kapital um 12 Milliarden Pfund erhöhen. Dies teilte die Bank am Dienstagmorgen im Rahmen ihres Zwischenberichtes mit. Bereits am Montag hatte die Bank mit Sitz im schottischen Edinburgh angekündigt, angesichts der Kapitalmarktkrise über eine Kapitalerhöhung nachzudenken. Bereits seit Donnerstag vergangener Woche hatten Spekulationen über eine mögliche Kapitalmaßnahme bei dem Institut kursiert. Zuletzt hatte am Montag die britische Zeitung Times berichtet, die Bank denke an eine Kapitalerhöhung im Volumen von mindestens 10 Milliarden Pfund. (Dow Jones Newswires)
Infineon schreibt eine Milliarde Euro auf Qimonda ab
Der Halbleiterkonzern Infineon hat die Hoffnung auf eine rasche Erholung seiner Speicherchiptochter Qimonda aufgegeben und wertet seinen Anteil um eine Milliarde Euro ab. Qimonda verzeichnete allein im vergangenen Quartal einen Verlust von 482 Millionen Euro verzeichnet, wie das Unternehmen am späten Montagabend mitteilte. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres, das im Oktober begann, beläuft sich der Fehlbetrag der Tochter auf 1,08 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat sich der Quartalsumsatz auf 412 Millionen Euro mehr als halbiert. Die Infineon-Spitze habe sich am Montag darauf verständigt, den Anteil von rund 77,5 Prozent an Qimonda aus der Kernbilanz von Infineon zu nehmen und künftig als nicht-fortgeführtes Geschäft zu deklarieren, teilte das Unternehmen mit. Folglich müsse Infineon seine Qimonda-Aktien für das vergangene Quartal um insgesamt eine Milliarde Euro abwerten, was den Konzern tief in die Verlustzone reißen wird. Noch zum Jahreswechsel hatte die Mutter die Papiere mit je rund zwölf Dollar in den Büchern stehen. An der New Yorker Börse waren die Qimonda-Titel zuletzt nur noch 3,63 Dollar wert. Die gebeutelte Qimonda verschärft unterdessen ihren Sparkurs. Das Unternehmen werde jährlich seine Kosten um 180 Millionen Euro senken und streiche dafür weltweit jeden zehnten Arbeitsplatz, sagte Firmenchef Kin Wah Loh in einer Telefonkonferenz. Zudem fahre Qimonda die erst Anfang Januar wieder aufgenommene Entwicklung von Flash-Speicherchips - wie sie etwa in Digitalkameras und Handys eingesetzt werden - auf eine Grundlagenforschung zurück. Die nicht einmal vier Monate alte Entwicklungskooperation mit der Taiwaner Macronix werde gekündigt, sagte Loh. Am Markt für die hauptsächlich in Computern eingesetzten DRAM-Speicher erkennt Qimonda-Vorstand Thomas Seifert indes erste Hoffnungszeichen. Die Preise für DRAM-Chips stabilisieren sich etwas, es gibt sogar einen leichten Aufwärtstrend, sagte er. Loh erwartet eine leichte Markterholung in der zweiten Jahreshälfte. Die Konkurrenz macht es Qimonda allerdings immer schwerer. Die beiden Branchengrößen Micron und Nanya kündigten am Montag an, eine Gemeinschaftsfirma für DRAM-Speicherchips zu gründen. Das Joint Venture Inotera von Qimonda und Nanya will nicht auf die von den Münchenern entwickelte Technologie Buried Wordline umsteigen, die effizientere Chipstrukturen und geringeren Stromverbrauch verspricht. Qimonda verhandele derzeit mit Nanya, ob einer der Partner den Anteil des anderen von jeweils knapp 36 Prozent übernimmt, sagte Loh. Qimonda habe die neue Technologie allerdings bereits an den Taiwaner Chipproduzenten Winbond lizenziert. Es gebe auch bereits Gespräche mit anderen Interessenten. (Reuters)
Norsk-Hydro-Gewinn fällt im ersten Quartal um 80 Prozent
Der norwegische Aluminiumproduzent Norsk Hydro ASA hat im ersten Quartal wegen niedrigerer Preise und ungünstiger Wechselkurse einen Rückgang seines Nettogewinns von 80 Prozent erfahren. Am Dienstag teilte der Konzern aus Oslo mit, der Unternehmensgewinn sei auf 1,10 Milliarden norwegische Kronen oder umgerechnet 135 Millionen Euro vom letztjährigen Pro-forma-Gewinn von 5,49 Milliarden norwegische Kronen gefallen. Damit verfehlte Norsk Hydro die Markterwartungen. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Mittel ein Ergebnis von 1,95 Milliarden norwegische Kronen vorhergesagt. Der Gewinn je Aktie für das erste Quartal betrug 0,90 norwegische Kronen gegenüber 450 norwegische Kronen je Aktie im Vorjahr, bei einem Umsatz von 21,53 (25,66) Milliarden norwegische Kronen. Am 1. Oktober 2007 hatte Norsk Hydro den Verkauf seiner Öl- und Erdgassparte an Statoil ASA abgeschlossen. (Dow Jones Newswires)
RWE senkt angeblich Preis für American Water
RWE kann nach einem Medienbericht mit dem Börsengang der amerikanische Wassertochter American Water voraussichtlich nicht die erhofften Einnahmen erzielen. Die Preisspanne für die Aktie sei im Zuge der Roadshow in Europa gegenüber der Planung um etwa 10 Prozent auf 22 Dollar bis 23 Dollar gesenkt worden, sagte Fondsmanager Thomas Deser von der Union Investment der Börsen-Zeitung (Dienstagausgabe). RWE wollte die Information auf Anfrage der Zeitung nicht kommentieren. Bisher waren laut dem Anfang April bei der amerikanische Börsenaufsicht SEC eingereichten Dokument 24 Dollar bis 26 Dollar angepeilt worden. Die Absenkung der Preisspanne deutet darauf hin, dass das Interesse der Investoren nicht gerade überbordend groß ist, sagte Deser. Bis Ende April sollen 40 Prozent der Aktien platziert werden. Einer der Gründe für die Zurückhaltung soll das aufgrund sinkenden Wasserverbrauchs schrumpfende und von einer Behörde regulierte Geschäft von American Water sein. Zu dem neuen Preis würde der Emissionserlös bei etwa 1,4 Milliarden Dollar (rd 900 Millionen Euro) liegen. (Dow Jones Newswires)
Texas Instruments enttäuscht mit Ausblick für das 2. Quartal
Im am 31. März geendeten Erstquartal erreichte Texas Instruments, Dallas, ein Nettoergebnis von 662 (516) Millionen Dollar. Das Ergebnis je Anteilsschein stieg auf 0,49 (0,35) Dollar. Dabei profitierte der Konzern mit 0,06 Dollar je Aktie von Steuervergünstigungen. Zum Ergebniswachstum trug außerdem der gute Absatz analoger Hochleistungschips bei. Der Umsatz kletterte um 2,5 Prozent auf 3,27 (3,19) Milliarden Dollar. Der Halbleiter-Umsatz erhöhte sich um 2,4 Prozent auf 3,19 Milliarden Dollar. Der Erlös mit Hochleistungschips legte um 20 Prozent zu. TI konzentriert sich momentan auf das Analog-Geschäft, in dem die Nachfrage nach kundenspezifischen Produkten größer ist und die Margen höher ausfallen. Das Analog-Geschäft macht uns stärker und wird für eine sehr lange Zeit große Wachstumsmöglichkeiten darstellen, sagte Richard K. Templeton, der CEO von TI. (Dow Jones Newswires)
Logitech steigert Gewinn und Umsatz - Bekräftigt Prognose
Der Computerzubehör-Hersteller Logitech hat im vierten Quartal Gewinn und Umsatz gesteigert. Der Reingewinn im abgelaufenen Quartal (per Ende März) sei um sieben Prozent auf 60,3 Millionen Dollar gestiegen, teilte das schweizerisch-amerikanische Unternehmen am Montag mit. Analysten hatten im Schnitt indes mit 62 Millionen gerechnet. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 601 Millionen Dollar und damit etwas deutlicher als erwartet. Logitech hielt zudem an der bisherigen Prognose für das angelaufene Jahr 2008/09 fest. Umsatz und Betriebsgewinn (Ebit) sollen um jeweils 15 Prozent zulegen. (Reuters)
Bauer übertrifft 2007 eigene Ziele
Bauer hat den Wachstumskurs im vergangenen Jahr fortgesetzt. Dabei seien die mehrfach angehobenen Ziele nochmals übertroffen worden, teilte die Bau- und Maschinenbau-Gruppe am Dienstag mit. Sowohl Leistung als auch Ergebnis und Auftragsbestand erhöhten sich im zweistelligen Prozentbereich. Dabei profitierte die Unternehmensgruppe den Angaben zufolge vom guten wirtschaftlichen Umfeld, seiner internationalen Präsenz sowie von der strategischen Ausrichtung auf zukunftsgerichtete Geschäftsfelder. Die Gesamtkonzernleistung stieg 2007 um 23,3 Prozent auf 1,208 Milliarden Euro. Davon wurden 73 Prozent außerhalb Deutschlands erwirtschaftet, was auf die lange Baurezession in Deutschland und die daher verfolgte Globalisierungsstrategie des Konzerns zurückzuführen ist, wie Bauer mitteilte. Das Ergebnis erhöhte sich dazu überproportional. Der Gewinn nach Zinsen und Steuern lag mit einem Plus von 111,4 Prozent auf 74,4 Millionen Euro über der zuletzt im Dezember 2007 angehobenen Prognose. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um 80,6 Prozent auf 131,8 Millionen Euro. (Dow Jones Newswires)
Sixt will nach Rekordjahr Dividende erhöhen
Nach einem Rekordjahr plant der Autovermieter Sixt eine höhere Dividende. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung am 19. Juni nach Angaben vom Dienstag vorschlagen, je Stammaktie 1,18 (Vorjahr: 1,05) Euro und je Vorzugsaktie 1,20 (1,07) Euro auszuschütten. Den Angaben zufolge wäre es die vierte Dividendenerhöhung in Folge. Die Ausschüttungssumme steigt damit um 13 Prozent auf 29,7 Millionen Euro steigen. Sixt hatte 2007 den operativen Konzernumsatz aus Vermiet- und Leasinggeschäften um 14 Prozent auf 1,38 Milliarden Euro und den Überschuss um 27 Prozent auf 93,6 Millionen Euro gesteigert. (Reuters)
Defizitäres Europa-Geschäft reißt Balda tief in die Verlustzone
Nach dem missglückten Verkauf seines defizitären Europa-Geschäfts ist der Handyausrüster Balda 2007 noch tiefer in die Verlustzone geraten. Unter dem Strich fiel ein Minus von 73,3 Millionen Euro an nach einem Fehlbetrag von 42 Millionen Euro im Jahr zuvor, wie die Firma aus Bad Oeynhausen am Dienstag mitteilte. Die operativen Verluste der europäischen Handyschalen-Produktion bezifferte Balda mit 32 Millionen Euro; zudem kamen 13 Millionen Euro Wertberichtigungen und 19 Millionen Euro aus Ergebnisabführungsverträgen. Für das fortgeführte Geschäft wies Balda einen operativen Gewinn (Ebit) von 8,5 Millionen Euro aus nach einem Verlust von 17,2 Millionen Euro in 2006. Der Umsatz sei 2007 um 64 Prozent auf 257,4 Millionen Euro gestiegen. Balda hatte die bereits veräußerte Produktion von Handyschalen zurückgekauft, um millionenschwere Nachschusspflichten gegenüber dessen Käufer, der Beteiligungsfirma Aurelius, zu vermeiden. Trotz eines schwachen Jahresauftaktes bekräftigte der Vorstand seine Planungen für 2008: Im fortgeführten Geschäft soll ein Vorsteuergewinn von 35 Millionen Dollar erreicht werden und ein Umsatz von 600 Millionen Dollar. (Reuters)
Syngenta erhöht Umsatz im 1. Quartal um 28 Prozent
Der Pflanzenschutz- und Saatguthersteller Syngenta hat im ersten Quartal 2008 den Umsatz um 28 Prozent erhöht. Die Verkäufe beliefen sich auf 3,789 Milliarden Dollar, wie der Weltmarktführer beim Pflanzenschutz und der drittgrößte Saatgutproduzent der Welt am Dienstag mitteilte. Der Umsatz profitierte von der Dollarschwäche. In Lokalwährungen stiegen die Verkäufe um 20 Prozent, wie Syngenta bereits Anfang April gemeldet hatte. Der Bereich Pflanzenschutz wuchs mit 31 Prozent in Dollar und 22 Prozent in Lokalwährungen. Etwas weniger stark war das Wachstum beim Saatgut mit Umsatzzunahmen von 20 Prozent in Dollar und von 13 Prozent in Lokalwährungen. Auch wenn das Wachstum der ersten drei Monate voraussichtlich nicht auf das Gesamtjahr übertragbar sei, gehe man davon aus, dass der Gewinn pro Aktie im ganzen Jahr um mehr als einen Fünftel steigen werde. Die Syngenta AG hat ihren Unternehmenssitz in Basel. (Dow Jones Newswires)
Software AG verfehlt Markterwartungen beim Lizenzumsatz
Die Darmstädter Software AG hat den Gewinn im Auftaktquartal deutlich gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern legte wie von Analysten erwartet um 44 Prozent auf 36 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Dienstag in Darmstadt mitteilte. Der für spätere Wartungs- und Serviceerlöse wichtige Lizenzumsatz stieg währungsbereinigt um 28 Prozent auf 55,4 Millionen Euro; von Reuters befragte Analysten hatten jedoch durchschnittlich mit 64 Millionen Euro gerechnet. Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen seine Prognosen. (Reuters)
Online-Broker Comdirect steigert Gewinn im ersten Quartal
Der Online-Broker Comdirect hat seinen Gewinn im ersten Quartal kräftig gesteigert. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 20,4 Millionen Euro, was einem Plus von gut 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, wie die Tochter der Commerzbank am Dienstag mitteilte. Das ist deutlich mehr, als von Reuters befragte Analysten erwartet haben. Maßgeblicher Grund für den Anstieg waren Zuwächse beim Zinsüberschuss, der um 45 Prozent auf 41,5 Millionen Euro zulegte. Das Provisionsergebnis ging dagegen um sieben Prozent auf 36,3 Millionen Euro zurück. Der neue Vorstand Michael Mandel bekräftigte die mittelfristigen Ziele der Bank. Für 2010 haben wir 100 Millionen Euro Vorsteuerergebnis fest im Visier - dazu eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von mindestens 25 Prozent, erklärte er. Mandel hatte im März die Nachfolge von Andre Carls angetreten, der im Commerzbank-Konzern eine andere Funktion übernommen hatte. (Reuters)
Chiphersteller-Ausrüster Novellus verfehlt Ergebnisse
Der Chiphersteller-Ausrüster Novellus Systems hat seine bereits gesenkten Prognosen verfehlt und mit seinem Ausblick die Finanzmärkte enttäuscht. Im ersten Quartal sei der Netto-Gewinn um rund 70 Prozent auf 15,5 Millionen Dollar gefallen, teilte der Konzern am Montag nach amerikanischem Börsenschluss mit. Der Umsatz sei um 13 Prozent auf 314,7 Millionen Dollar gesunken. Gründe dafür seien die schwache Nachfrage nach Speicherchips und die Tatsache, dass die Chiphersteller angesichts der Krise an den Kreditmärkten Aufträge verschieben würden. Novellus hatte erst am 8. April erklärt, der Umsatz werde am unteren Ende der angepeilten Umsatzspanne von 315 bis 325 Millionen Dollar liegen. Für das zweite Quartal sagte Novellus einen Umsatz zwischen 245 und 260 Millionen Dollar voraus. Analysten haben bislang im Schnitt 312,8 Millionen erwartet. Die Novellus-Aktie verlor nachbörslich knapp vier Prozent. (Reuters)
Cemex: Gewinn und Umsatz nehmen zu
Das mexikanische Zementunternehmen Cemex konnte im ersten Qaurtal den Gewinn um 18 Prozent auf 470 Millionen Dollar oder 63 Cents je Aktie sowie den Umsatz um 26 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar steigern. Allerdings trugen Finanzerträge und Zukäufe zu dieser Entwicklung bei. (Bloomberg)
Air France-KLM zieht Alitalia-Angebot zurück
Air France-KLM hat sein Übernahmegebot für den angeschlagenen italienischen Konkurrenten Alitalia formell zurückgezogen. Die Bedingungen für ein solches Angebot seien nicht erfüllt, teilte das französisch-niederländische Unternehmen am Montagabend mit. Zu den Bedingungen gehörte die Zustimmung der Gewerkschaften und der neuen italienischen Regierung. Der italienische Staat verfügt über einen Anteil von 49,9 Prozent an Alitalia. Unklar blieb zunächst, ob Air France-KLM über ein neues Angebot erwägt. Der designierte italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat erklärt, er werde das Air-France-KLM-Angebot in seiner bisherigen Form nicht akzeptieren. Er hoffe auf ein Konsortium italienischer Investoren. Experten gehen davon aus, dass Alitalia nur noch über Barmittel für einige Wochen oder Monate verfügt. (Reuters)
Düsseldorfer Hypothekenbank auf Sicherungsfonds übertragen
Die Düsseldorfer Hypothekenbank soll vorübergehend auf den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken übertragen werden. Darauf hätten sich die Eigentümer geeinigt, teilte der Verband am Montagabend in Berlin mit. Die Bank solle einem neuen Eigentümer zugeführt werden. Damit werden die Schwierigkeiten überwunden, in die das Institut in dem jetzigen angespannten Marktumfeld geraten war, hieß es in der Mitteilung. Die Bedienung und Einlösung der Pfandbriefe sei unverändert sichergestellt. Nach Mitteilung des Verbandes waren die Bankenaufsicht BaFin und die Deutsche Bundesbank über die Transaktion unterrichtet und begrüßen die Maßnahmen, da sie zur Stärkung des deutschen Pfandbriefmarktes beitragen. Ob die Bank bereits in den Fonds überführt wurde oder die Transaktion noch bevorsteht, ging aus der Mitteilung nicht hervor. Die Düsseldorfer Hypothekenbank ist nach eigenen Angaben Spezialist für langfristige Finanzierungen mit institutionellen Kunden. Die Staatsfinanzierung, also die Kreditgewährung an den öffentlichen Sektor, bildet demnach den Schwerpunkt. Das Bankhaus begann nach eigenem Bekunden erst vor wenigen Jahren damit, die Immobilienfinanzierung als zweite geschäftliche Säule aufzubauen. Inzwischen habe dieser Bereich einen Anteil von 10 Prozent am Gesamtgeschäftsvolumen erreicht. Wegen der Finanzmarktkrise, die ihren Ursprung in drittklassigen amerikanische Immobilienkrediten hat, gerieten bereits mehrere Kreditinstitute in Schieflage. Besonders schwer traf es die deutsche Mittelstandsbank IKB, die nur mit einer Notaktion gerettet werden konnte. (AP)
Angeklagter Chef der südkoreanischen Samsung-Gruppe tritt zurück
Der wegen Steuerhinterziehung angeklagte Chef der südkoreanischen Firmengruppe Samsung, Lee Kun Hee, tritt zurück. Das teilte Samsung am Dienstag mit. Die Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, Lee und neun weitere Top-Manager der Gruppe anzuklagen. Auslöser waren Vorwürfe eines Ex-Chefs der Samsung-Rechtsabteilung, wonach Spitzenmanager Geld versteckt und eine Schmiergeldkasse mit umgerechnet über 125 Millionen Euro geführt haben sollen. Samsung hatte sich kurz nach Vorlage der Anklage entschuldigt und Reformen angekündigt. Lee, einem der mächtigsten Geschäftsmänner in Südkorea, drohen nun fünf Jahre Gefängnis. Experten erwarten aber, dass er einer Haftstrafe entgeht, weil sich Südkoreas Richter in ähnlichen Fällen unter Verweis auf einen möglichen Schaden für die Wirtschaft oft relativ nachsichtig mit angeklagten Managern gezeigt hätten. Aushängeschild der Gruppe ist der weltgrößte Speicherchip- und Flachbildfernseher Samsung Electronics. (Reuters)
Wirtschaft
Deutsche Maschinenbauer erwarten erfolgreiches Jahrzehnt
Die deutschen Maschinenbauer erwarten in den kommenden Jahren weiter gute Geschäfte. Er sei optimistisch, dass der Branche noch ein sehr erfolgreiches Jahrzehnt bevorstehe, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), Manfred Wittenstein, der Bild-Zeitung laut Vorab-Bericht aus der Dienstag-Ausgabe. Grund sei die hohe weltweite Nachfrage. Der Boom bei den deutschen Firmen werde sich auch positiv auf die Zahl der Beschäftigten in den nächsten zehn Jahren auswirken. Wittenstein hatte am Montag auf der Hannover-Messe erklärt, durch ein unerwartet dickes Auftragspolster auch aus dem ersten Quartal erwartet die Branche rund 30.000 neue Stellen in diesem Jahr. Bis Ende 2008 dürften damit etwa 965.000 Menschen in dem Bereich beschäftigt sein. Hinzu kommen 50.000 Leiharbeiter. Trotz zunehmend spürbarer Bremsspuren in der Weltkonjunktur und Wettbewerbsnachteilen in Übersee wegen des starken Euro lief der deutsche Maschinenbau zu Jahresbeginn auf Hochtouren. Die Produktion stieg in den ersten drei Monaten voraussichtlich prozentual zweistellig an. Im weiteren Jahresverlauf würden die Zuwächse aber wohl deutlich niedriger ausfallen. Der schwache Dollar sowie eine nachlassende Nachfrage nach Investitionsgütern dürften belasten. (Reuters)
EZB wird wohl im Juni Inflationsprojektion nach oben anpassen
Die Europäische Zentralbank (EZB) wird vermutlich im Juni ihre Projektionen verändern. Im Moment wird es immer wahrscheinlicher, dass wir unsere Inflationsprojektion im Juni nach oben anpassen müssen, sagte EZB-Ratsmitglied Yves Mersch der Financial Times Deutschland (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. Im März hatte sie für 2008 und 2009 im Mittel 2,9 und 2,1 Prozent Inflation vorhergesagt. Auf die Frage, ob diese Aussicht nicht jetzige Zinserhöhungen nahelege, sagte Mersch. Die Frage ist vollkommen gerechtfertigt, und das sind Fragen, die wir uns auch jeden Monat stellen müssen. Außerdem könnte die Wachstumsprojektion Mersch zufolge im Juni niedriger ausfallen: Wahrscheinlich werden wir unsere Wachstumsprognose noch einmal leicht nach unten nehmen müssen. Ich sehe aber nicht, dass wir beim IWF landen, sagte Mersch der Zeitung. Die EZB hatte im März für die beiden kommenden Jahre ihre Erwartung auf 1,7 und 1,8 Prozent gesenkt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet 1,4 beziehungsweise 1,2 Prozent. Mersch deutete zudem Zweifel an, dass die EZB im kommenden Jahr ihr Preisziel von knapp unter 2,0 Prozent noch erreichen kann: Hoffen kann man immer, aber ob es realistisch ist, ist eine ganz andere Frage. Er fügte hinzu, dass die Inflation in der Euro-Zone wahrscheinlich bis in den Spätherbst bei Zahlen über 3,0 Prozent liegen werde. Das wird unausweichlich Spillover-Effekte in 2009 hinein haben. (Reuters)
Manager befürchten Wettbewerbsnachteile wegen starkem Euro
Deutsche Spitzenmanager befürchten zunehmend Wettbewerbsnachteile wegen des starken Euro. Bei einer Umfrage des Psephos-Instituts unter knapp 800 Topmanagern im Auftrag des Handelsblatts (HB - Dienstagausgabe) und der Unternehmensberatung Droege & Comp sahen 40 Prozent der Befragten negative Auswirkungen für das eigene Geschäft, darunter ein Drittel deutliche. Besonders große und mittelgroße Unternehmen aus den exportstarken Sparten wie Chemie, Metall- und Elektroindustrie sowie der Fahrzeug- und Maschinenbau hätten von merklich ungünstigen Effekten gesprochen, heißt es in dem Bericht. Ebenfalls 40 Prozent gaben an, sie sähen keine Auswirkungen der Dollar-Schwäche für ihr Geschäft. Zu den ergriffenen oder geplanten Maßnahmen als Reaktion auf den teuren Euro zählt für ein Viertel der befragten Manager eine veränderte Einkaufsstrategie. 22 Prozent bemühen sich um eine Umstellung von Verträgen beziehungsweise das Aushandeln neuer Vertragskonditionen. Nur 16 Prozent halten Währungssicherungsgeschäfte für ein geeignetes Mittel. (Dow Jones Newswires)
Zeitung - Nippon Steel will Preise um fast 40 Prozent anheben
Japans größter Stahlhersteller Nippon Steel will laut einem Zeitungsbericht seine Preise um fast 40 Prozent anheben. Das Unternehmen wolle den Anstieg bei Autoherstellern und anderen Kunden durchsetzen, berichtete die Wirtschaftszeitung Nikkei. Andere große Stahlproduzenten würden dem Schritt wohl folgen, wobei sich bei den Kunden aber wohl erheblicher Widerstand gegen eine solch drastische Verteuerung regen werde, berichtete das Blatt. Begründen wolle Nippon Steel die kräftige Anhebung mit den gestiegenen Preisen für Rohmaterialien. (Reuters)
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters, dpa-AFX.
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Bildmaterial: FAZ.NET-Jan Bazing
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XETRA-START / Fest - Mit US-Vorgaben erholt von Vortagesverlusten
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| Öl | 142,31 | -0,93 |
Das Mäc Tollald-Cola Schildchen nicht vergessen
09:32Sie haben ja soooo recht Herr Druyen
09:18Würde gerne weniger bekommen/verdienen, aber auch weniger arbeiten...
