Medienschau

Rheinmetall verfehlt die Erwartungen

05. Mai 2008 

Unternehmen

Rheinmetall verfehlt die Erwartungen

Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall ist im ersten Quartal moderat gewachsen und hat daraufhin seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 911 auf 922 Millionen Euro gestiegen, teilte Rheinmetall am Montag in Düsseldorf mit.

Die Erwartungen der Analysten lagen bei 937 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg stärker von 44 auf 49 Millionen Euro (Prognose 47,8 Mio Euro). Der Überschuss legte von 22 auf 26 Millionen Euro zu (Prognose 24,2 Millionen Euro).

Im Gesamtjahr will das Unternehmen weiterhin ein Ebit zwischen 280 und 290 Millionen Euro erreichen und organisch wachsen; auch die Mittelfrist-Ziele bis 2010 bestätigte der Konzern. (dpa-AFX)

Alibaba-Aktie verliert nach gescheiterter Microsoft-Yahoo-Fusion

Nach der gescheiterten Übernahme von Yahoo durch Microsoft haben die Aktien des chinesischen Internetunternehmens Alibaba.com am Montag um bis zu 5,7 Prozent nachgegeben. Yahoo ist mit 39 Prozent an der Mutter von Alibaba.com, der Alibaba Group, beteiligt.

Der amerikanische Software-Konzern Microsoft hatte am Samstag sein Gebot für den Internet-Suchmaschinenbetreiber Yahoo von zuletzt 47,5 Milliarden Dollar zurückgezogen. Yahoo lehnte das Angebot als zu niedrig ab. Mit Spannung warteten Händler auf die Auswirkungen der Entscheidung auf die Aktien beider Unternehmen an der New Yorker Börse im Laufe des Tages. Die Banc of America und die Citigroup stuften die Yahoo-Aktie vor dem amerikanischen Börsenstart am Montag herunter. (Reuters)

Heidelberger Druck erweitert Vorstand

Der Druckmaschinen-Hersteller Heidelberger Druckmaschinen erweitert seinen Vorstand. Neu in das Gremium werde Stephan Plenz berufen, das damit auf vier Köpfe erweitert werde, teilte das Unternehmen am Montag in Heidelberg mit. Der 43 Jahre alte Manager werde von Juli an für Forschung und Entwicklung sowie für Produktion verantwortlich sein. Einige Bereiche im Vorstand würden zudem neu verteilt. (dpa-AFX)

GfK bei TNS weiter im Rennen

Der britische Marktforscher Taylor Nelson Sofres (TNS) hat ein Übernahmeangebot des Konkurrenten WPP ausgeschlagen und sein Interesse an einem Zusammenschluss mit dem Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK bekräftigt. Das WPP-Angebot von 950 Millionen Pfund (1,2 Milliarden Euro) sei unzureichend, teilte TNS in der Nacht zum Montag auf seiner Website mit. In Kürze werde es eine weitere Ankündigung zu der geplanten Fusion mit GfK geben. Die beiden Unternehmen hatten in der vergangenen Woche erklärt, sich zum zweitgrößten Marktforscher zusammenschließen zu wollen. (Reuters)

Hynix erhöht Preise für Computerchips

Der südkoreanische Chiphersteller Hynix Semiconductor hat seine Preise für DRAM-Speicherchips im April um etwa 15 Prozent erhöht. Dies teilte die Nummer Zwei der Branche am Montag mit. Ein Hynix-Sprecher stellte für Mai eine weitere Erhöhung in Aussicht. Zuletzt hatten die Hersteller der Speicherbausteine, wie sie in Computern eingesetzt werden, mit einem Überangebot ihrer Produkte und starkem Preisverfall zu kämpfen. Weltmarktführer ist Samsung Electronics. (Reuters)

Telekom prüft angeblich Übernahme von Sprint

Die Deutsche Telekom erwägt nach einem Pressebericht eine Übernahme des drittgrößten amerikanischen Mobilfunkanbieters Sprint Nextel oder zumindest eine Beteiligung daran. Eine solche Verbindung würde den Bonner Konzern an die Spitze des Weltmarktes katapultieren, berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Ein Telekom-Sprecher in Bonn kommentierte den Bericht nicht. Auch Sprint lehnte einen Kommentar ab. (dpa-AFX)

Vossloh demonstriert Zuversicht

Der Vorstandsvorsitzende des Verkehrstechnikkonzerns Vossloh, Werner Andree, hat sich zuversichtlich für den weiteren Geschäftsverlauf gezeigt. „Unsere Aufträge reichen bis 2009 und bringen uns zu der Annahme, dass das Umfeld noch eine Weile stimmen wird“, sagte der Manager der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. (dpa-AFX)

JP Morgan will Übernahme von Bear Stearns abschließen

Die amerikanische Großbank JP Morgan Chase will die Übernahme von Bear Stearns im laufenden Quartal abschließen. „Ich hoffe, dass wir diese Transaktion noch vor dem 30. Juni abschließen können, schneller als geplant“, sagte Vorstandschef Jamie Dimon der „Welt am Sonntag“. Es gehe darum, die wichtigsten Mitarbeiter und Kunden zu halten. Daher müsse alles sehr schnell gehen. (dpa-AFX)

Centrica will offenbar mit EdF bei British Energy paktieren

Der britische Gaskonzern Centrica und der französische Stromerzeuger Electricité de France (EdF) wollen nach einem Pressebericht bei einer Übernahme des Atomstrom-Produzenten British Energy paktieren. Die Vorstände beider Unternehmen stünden kurz vor einer Einigung für eine solche Partnerschaft, berichtete die britische „Sunday Times“ ohne Nennung einer Quelle. Centrica würde die Rolle des Juniorpartners einnehmen. (dpa-AFX)

Investor Buffett will deutsche Familienunternehmen kaufen

Der amerikanische Investor Warren Buffett umwirbt deutsche Familienunternehmen und den Mittelstand. Mit seiner riesigen Firmenholding Berkshire Hathaway sei er an Zukäufen in Deutschland interessiert, sagte der Multimilliardär am Samstag in Omaha (Nebraska). „Wir wollen auf ihrem Radar sein“. Bei einer Reise in einigen Wochen wird der 77 Jahre alte Investor Deutschland und drei andere europäische Länder besuchen und für Übernahmen werben. (dpa-AFX)

Angeblich weitere Verzögerungen bei Boeing und Airbus

Die Konkurrenten Boeing und Airbus haben offenbar erneut Probleme bei der Fertigung ihrer Super-Flugzeuge B787 und A380. Beide Flugzeugbauer hätten ihre Kunden in Briefen auf mögliche erneute Verzögerungen bei der Auslieferung hingewiesen, heißt es in Medienberichten. (dpa-AFX)

Weitere Zeugen belasten von Pierer im Siemens-Schmiergeldskandal

In der Korruptionsaffäre bei Siemens häufen sich nach Presseberichten die Vorwürfe gegen den langjährigen Konzernchef Heinrich von Pierer. Auch der ehemalige Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger kommt zunehmend in Bedrängnis. Nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ haben bei der Münchner Staatsanwaltschaft mittlerweile zwei Zeugen Pierer schwer belastet.

Der frühere Vorstandschef soll demnach Angestellte des Konzerns zu Schmiergeldzahlungen aufgefordert haben. Ein dritter Zeuge soll dies bestätigt haben. Laut Zeitung weist Pierer die Anschuldigungen zurück und beteuert seine Unschuld. Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, ob gegen Pierer strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet werden, soll nächste Woche fallen. (ddp.djn)

Wirtschaft

Ölpreis nach Unruhen in Nigeria gestiegen

Der amerikanische Ölpreis ist am Montag im asiatischen Handel etwas gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg auf 116,57 amerikanische Dollar. Das sind 25 Cent mehr als zum Handelsschluss am Freitag. Erneute Unruhen in Nigeria stützten den Ölpreis, sagten Händler. Nigeria ist der wichtigste afrikanische Ölproduzent. In den nächsten Tagen dürfte der Ölpreis relativ hoch bleiben, sagte ein Marktteilnehmer. Zudem beflügle der am Freitag veröffentlichte und besser als erwartet ausgefallene amerikanische Arbeitsmarktbericht den Markt. (dpa-AFX)

Saudi-Arabien senkt Leitzins

Die Zentralbank von Saudi-Arabien hat nach der Zinssenkung der amerikanischen Notenbank ebenfalls ihre Geldpolitik gelockert. Der Reposatz wurde um 25 Basispunkte auf 2,00 Prozent gesenkt. Die saudische Währung ist an den amerikanischen Dollar gekoppelt, weshalb die Notenbank der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten folgt. Zuvor hatten bereits andere Zentralbanken des Nahen Ostens, deren Währungen ebenfalls an den Dollar gebunden sind, ihre Zinsen gelockert. (Dow Jones)


Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters, dpa-AFX.

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Bildmaterial: FAZ.NET-Jan Bazing

 
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