16. Juli 2008 Kaum verändert zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwochmorgen, nachdem er unmittelbar zum Auftakt des Handels noch deutlich zugelegt hatte. Der Dax steigt gegen 9.34 Uhr um 0,2 Prozent oder 12 auf 6.094 Punkte, nachdem er im Hoch bereits 6.136 Zähler erreicht hatte. Die zunächst überschrittene 6.100er-Marke kann damit zunächst nicht verteidigt werden. Auf erste Widerstände treffe der Dax aus technischer Sicht bei 6.200 und 6.250 Punkten, heißt es am Markt. Unterstützung dürfte weiterhin die 6.000er Marke bieten. Am Nachmittag dürften dann von neuen amerikanische Daten wie den Verbraucherpreisen, der amerikanische Industrieproduktion und der amerikanische Kapazitätsauslastung neue Impulse ausgehen.
Händler sprechen von positiven Vorlagen von der amerikanische Berichtssaison, namentlich Intel. Umsatz und Gewinn von Intel sind im zweiten Quartal oberhalb der Erwartung ausgefallen. Infineon verlieren dennoch inzwischen 0,2 Prozent auf 4,36 Euro, möglicherweise belastet von einem negativen Ausblick des Wettbewerbers ASML, dessen Aktie um über 10 Prozent einbricht. Epcos verbessern sich dagegen um 2,3 Prozent auf 12,38 Euro.
Lufthansa profitieren etwas von der deutlichen Entspannung beim Ölpreis, während die Bankenaktien entgegen den Erwartungen ihre überverkaufte Lage nicht abbauen können und weiter nachgeben. Viele Anleger warten hier auf erste Quartalszahlen der amerikanische Banken. Vor allem Allianz geben weiter nach und bremsen so die Dax-Erholung. Zur Allianz heißt es, ein Verkauf der Dresdner Bank könnte zu Abschreibungsbedarf führen, falls nur ein vergleichsweise niedriger Preis erzielt würde. Allianz fallen um 2,4 Prozent auf 100,07 Euro.
Zuvor war für den Sektor Hoffnung auf eine kräftige Erholung laut geworden, da die amerikanische Börsenaufsicht SEC über eine Einschränkung von Leerverkäufen auf Bankenwerte nachdenke. Wenn das durchkommt, dürfte damit eine kräftige Erholung erzwungen werden, so ein Händler.
Continental zeigen wie erwartet einen kleinen Rücksetzer um 1 Prozent auf 72,72 Euro. Das Unternehmen hat am Morgen das Schaeffler-Gebot von gut 69 Euro als zu niedrig zurückgewiesen. Längerfristig halten Händler ein höheres Angebot für möglich: Sehr gute Zahlen des schwedischen Schaeffler-Konkurrenten SKF seien ein Indiz dafür, dass es auch Schaeffler finanziell gut gehe, heißt es.
Deutsche Telekom notieren knapp im Plus. In den Vereinigten Staaten hatte die Branche zu den stärksten gehört. Dort stützten Übernahmegerüchte für Sprint-Nextel. Bei den Nebenwerten gibt es kaum Nachrichten: Lanxess steigen nach einer Hochstufung durch die Credit Suisse auf Outperform um rund 5 Prozent auf 24,70 Euro und setzen sich damit an die Spitze im MDax. Südzucker geben um 0,2 Prozent nach auf 11,61 Euro. Der gesenkte Ausblick durch die Ratingagentur Fitch spiele keine Rolle, heißt es im Handel.
Europäische Rentenmärkte leicht freundlich erwartet
Am deutschen Rentenmarkt rechnen Experten am Mittwoch mit einer leicht freundlichen Tendenz. Die Staatsanleihen dürften im Spannungsfeld zwischen der deutlich gestiegenen Inflation in den Vereinigten Staaten und der Eurozone auf der einen Seite und der Angst vor schlechten Nachrichten aus der Bankenwelt andererseits stehen, heißt es im Morgenkommentar der HSH Nordbank. Insgesamt sei eine leichte Aufwärtsbewegung zu erwarten. Den richtungsweisenden Euro-Bund-Future sehen die Experten im Tagesverlauf zwischen 112,15 und 112,90 Punkten. Im frühen Handel liegt der Bund-Future mit einem Minus von neun Stellen bei 112,33 Prozent.
Euro startet kaum verändert - Konjunkturdaten im Blick
Kaum verändert ist der Euro am Mittwochmorgen in den europäischen Handel gestartet. Die Einheitswährung notiert mit 1,5915 Dollar nahe des Niveaus vom Dienstagabend. Das Rekordhoch vom Dienstag bei 1,6039 Dollar konnte der Euro nicht wieder erreichen. Auch zum Yen gibt es kaum Veränderungen. Dies überrascht etwas, da die japanische Regierung die Wachstumsaussichten wohl deutlich senken wird, sagt ein Händler mit Verweis auf einen Bericht in der japanischen Tageszeitung Nikkei. Per Saldo seien die Märkte verunsichert, wie die aktuelle Datenlage zu werten sei. Nachdem die Aussagen von amerikanische Notenbankpräsident Ben Bernanke als Ankündigung einer amerikanische Rezession gewertet wurden, legte der Euro zunächst deutlich zu. Bernanke hatte bei der Inflation das Risiko auf der Oberseite gesehen und gleichzeitig beim Wachstum eher einen Einbruch. Allerdings seien auch die europäischen Konjunkturdaten schwächer ausgefallen. Mit der Banca d'Italia habe das erste europäische Land seine BIP-Prognose für 2008 deutlich gesenkt. Der nächste Kandidat dürfte aufgrund der Baukrise Spanien sein. Am Nachmittag dürften daher die neuen amerikanische Daten, vor allem die Verbraucherpreise, im Blick stehen. Zudem werden amerikanische Industrieproduktion und amerikanische Kapazitätsauslastung gemeldet. Technische Analysten sehen den Euro bei 1,5950 Dollar gut unterstützt. Die Feinunze Gold ist am Morgen mit 970,75 Dollar in den Handel gestartet nach einem Nachmittagsfixing am Dienstag in London bei 986,00 Dollar.
Aktien in Tokio zeigen sich gut behauptet
Gut behauptet tendieren die Aktienkurse am Mittwoch im späten Tokioter Handel. Der jüngste Rückgang des Ölpreises stütze den Markt, sagen Beobachter. Gegen 6.20 Uhr MESZ steigt der Nikkei-225-Index um 0,1 Prozent oder 15 Punkte auf 12.770. Im frühen Handel hatte der Index deutlich im Minus gelegen. Hedge Fonds kauften in der Hoffnung, dass sich die amerikanische Börsen am Berichtstag von den Verlusten des Vortags erholen würden, erklären Händler. Der Rückgang des Ölpreises vom Dienstag sei von den amerikanische Märkten noch nicht angemessen eingepreist worden. Es sei zu erwarten, dass dies am Mittwoch nachgeholt werde. Gesucht sind in Tokio die als defensiv geltenden Aktien von Papierherstellern, die kaum unter dem etwas schwächeren Dollar leiden. Auch Pharmawerte verzeichnen Kursgewinne. Unter Druck stehen dagegen Aktien des Ölsektors und verwandter Branchen. Unter anderem fallen Marubeni um 3,2 Prozent auf 749 Yen.
Aktien in Hongkong profitieren am Mittag von Gelegenheitskäufen
Die asiatischen Börsen haben sich am Mittwoch uneinheitlich präsentiert. Automobilwerte standen nach Medienberichten über eine bevorstehende Senkung des Absatzziels von Toyota auf den Verkaufslisten der Börsianer. Chipwerte waren dagegen nach positiven Zahlen von Intel begehrt. In Tokio schloss der Nikkei-Index der 225 führenden Werte kaum verändert bei 12.760 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank 0,3 Prozent auf 1249 Zähler. Belastet wurden die Märkte durch Äußerungen von amerikanische Notenbankchef Ben Bernanke. Demnach bedrohen ein sich abschwächender Häusermarkt, eine Verschärfung Kreditvergabe-Bedingungen und die Möglichkeit weiter steigender Ölpreise die amerikanische Konjunktur. Die rasche Stabilisierung des amerikanische Finanzsystems sei derzeit die höchste Priorität der Fed, betonte Bernanke. Die Volkswirtschaft steht vor einem dreifachen Schock durch eine verlängerte Kreditkrise, hohe Inflation und eine Wachstumsabschwächung, sagte Sean Darby von Nomura in Hongkong. Der Bericht über eine Senkung der Absatzprognose von Toyota belastete die Autobranche. Toyota-Aktien verloren 0,9 Prozent. Die Papiere des kleineren Rivalen Honda gaben ebenfalls 0,9 Prozent nach. Zu den Verlierern in Tokio gehörten auch Energietitel, die den Rückgang des Ölpreises zu spüren bekamen. Dagegen beflügelte ein kräftiger Gewinnanstieg im zweiten Quartal und ein optimistischer Ausblick beim amerikanische Chipgiganten Intel japanische Technologiewerte wie Advantest. Die Aktien des Herstellers von Testgeräten für die Halbleiterindustrie gewannen 1,8 Prozent. Bankentitel begaben sich auf Achterbahnfahrt. Die Aktien des größten japanischen Geldhauses Mitsubishi UFJ Financial gingen 0,1 Prozent höher aus dem Handel, nachdem sie im Handelsverlauf Ängste vor einer Ausweitung der Finanzkrise zu spüren bekommen hatten. Händler erklärten die Aufschläge unter anderem mit einer Schnäppchenjagd bei Finanzwerten.
Aktien tendieren in Singapur am Mittag etwas fester
Etwas fester tendieren die Aktienkurse am Mittwochmittag (Ortszeit) in Singapur. Der Markt erhole sich nur zögerlich von dem Einbruch am Dienstag, sagen Händler. Der Straits-Times-Index (STI) steigt bis zum Ende der ersten Sitzungshälfte um 0,3 Prozent oder neun Punkte auf 2.840. Die Umsätze sind mit 513 Millionen Aktien relativ gering, wie Händler sagen. Die Anleger warteten vermutlich die Geschäftszahlen der großen amerikanische Banken ab, die in den kommenden Tagen vorgelegt werden. Das bremse den Anstieg des Marktes. Einen Widerstand habe der STI bei 2.880 Punkten; unterstützt sei der Index bei 2.800 Punkten. Gesucht sind unter anderem die Aktien der Fluggesellschaft Singapore Airlines, die vom jüngsten Rückgang des Ölpreises profitieren. Die Titel legen um 2,4 Prozent auf 14,72 Singapur-Dollar zu.
Nachbörsliche Nachrichten und Kursbewegungen
Die Aktien von Intel haben am Dienstag im nachbörslichen New Yorker Handel angezogen. Der Hersteller von Halbleitern hatte nach der Schlussglocke Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Das Unternehmen wies einen Nettogewinn von 0,28 (Vorjahr 0,22) Dollar je Aktie bei Umsätzen von 9,47 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit einem Überschuss von 0,25 Dollar und Erlösen von 9,32 Milliarden Dollar gerechnet. Die Aktie legte nachbörslich um 1,2 Prozent auf 20,95 Dollar zu. Die Papiere von Sun Microsystems verteuerten sich um 12,3 Prozent auf 9,88 Dollar. Die vorläufigen Zahlen zum vierten Geschäftsquartal des Unternehmens erfüllten die Erwartungen des Marktes. Die Aktien des Chipherstellers Altera stiegen um 8,1 Prozent auf 20,90 Dollar. Das Unternehmen hatte im zweiten Quartal sein Nettoergebnis um 22 Prozent gesteigert. Trotz der schwierigen Branchenkonjunktur verbesserte Altera die Margen.
Der Index des Nasdaq-100 After Hours Indicator gewann 0,49 Prozent auf 1.807,11 Punkte.
Wall Street schließt schwächer - relative Erholung dank Ölpreis
Die Wall Street hat am Dienstag eine Achterbahnfahrt mit mehrfachem Wechsel des Vorzeichens vollzogen. Nachdem die Aussagen von amerikanische Notenbankpräsident Ben Bernanke den Aktienmarkt zunächst stark unter Druck gesetzt hatten, sorgte vor allem der deutlich nachgebende Ölpreis für eine signifikante Erholung. Am Ende vermochte der Leitindex die Marke von 11.000 Punkten nicht zu halten und fiel wieder zurück. Erstmals seit zwei Jahren schloss der Leitindex damit unter 11.000 Zählern.
Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) verlor 0,9 Prozent oder 93 Punkte auf 10.963. Der S&P-500 büßte 1,1 Prozent oder 13 Zähler auf 1.215 ein und der Nasdaq-Composite gewann 0,1 Prozent oder 3 Punkte auf 2.216. Umgesetzt wurden 1,86 (Montag: 1,4) Milliarden Aktien. Dabei standen den 814 Gewinnern 2.337 Verlierer gegenüber, unverändert schlossen 43 Titel. Der zwischenzeitliche Ausflug in positives Terrain habe nicht auf fundamentalen Daten basiert, erläuterten Marktbeobachter den volatilen Handelsverlauf.
Händler sprachen mit Blick auf die Erholung von des Tagestiefs von einer überverkauften Situation. Hauptursache sei aber der deutliche Einbruch beim Ölpreis gewesen. Die OPEC rechnet in den kommenden Monaten mit einem Rückgang der Nachfrage, was den Ölpreis zwischenzeitlich auf unter 136 Dollar je Barrel fallen ließ. Ohne Zweifel existiert eine Spekulationsblase am Ölmarkt, sagte Fadel Gheit, Ölanalyst bei Oppenheimer & Co.
Zunächst hatten die Worte von Bernanke vor den Mitgliedern des Bankenausschusses des amerikanische Senats belastet und die amerikanische Indizes auf die Tagestiefs gedrückt. Die Kombination der Worte war unglücklich und belastend, sagte ein Händler. Bernanke habe bei der Inflation das Aufwärtsrisiko betont, andererseits beim Wachstum das Abwärtsrisiko. Insgesamt zeichnete Bernanke ein pessimistisches Bild über den gegenwärtigen Zustand der amerikanische Wirtschaft und gab zudem keine Hinweise auf mögliche Zinsänderungen.
Der eine Stunde vor Handelsstart veröffentlichte Empire State Index war stärker gestiegen als vermutet, was aber wohl zum Großteil an den gestiegenen Preisen gelegen hat. Auch die Produzentenpreise lagen mit plus 1,8 Prozent im Juni über der Erwartung von plus 1,5 Prozent, nicht jedoch die mehr beachtete Kernrate, die weniger stieg als erwartet. Der amerikanische Einzelhandelsumsatz lag mit plus 0,8 Prozent etwa im Rahmen der Erwartungen. Hier stört nur die kräftige Abwärtsrevision des Vormonats, sagte ein Händler.
Der Finanzsektor wies unterschiedliche Vorzeichen auf. Sollte es Zeichen auf Besserung bei Regionalbanken geben, wäre die Bodenbildung im Sektor abgeschlossen, sagte Steve Charest, Vermögensverwalter bei DiVine Capital Markets. Allerdings sei ein solches Szenario kurzfristig nicht erkennbar.
Die halbstaatlichen Hypothekenfinanzierer brachen erneut ein: Fannie Mae verloren 27,3 Prozent auf 7,07 Dollar und Freddie Mac 26 Prozent auf 5,26 Dollar. Wachovia gaben 7,7 Prozent auf 9,08 Dollar ab. Von den Dow-Finanzwerten verloren AIG 8,5 Prozent auf 20,64 Dollar, Citigroup sanken um 4,3 Prozent auf 14,56 Dollar und J.P. Morgan ermäßigten sich um 2,1 Prozent auf 31,02 Dollar. Lehman schnellten dagegen um 6,6 Prozent auf 13,22 Dollar empor.
Die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckende Investmentbank erwägt offenbar, sich von der Börse zurückzuziehen. Der CEO des in New York ansässigen Finanzinstituts, Dick Fuld, denke ernsthaft über den Rückzug der Bank von der Börse nach, berichtet die New York Post in ihrer Dienstagausgabe unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die internen Gespräche seien bereits weit gediehen.
Positiv wurde im Handel gewertet, dass der Finanzdienstleister State Street den Ausblick angehoben hat. Das Unternehmen rechne nun mit einem Umsatzwachstum im laufenden Jahr oberhalb der bisherigen Spanne von 14 Prozent bis 17 Prozent. Die Aktie legte um 7,1 Prozent auf 59,65 Dollar zu.
Johnson & Johnson aus dem Dow Jones profitierten von einem angehobenen Ausblick und gewannen 1,9 Prozent auf 67,70 Dollar. General Motors (GM) drehten nach dem Rückgang des Ölpreises ins Plus und stiegen um 4,9 Prozent auf 9,84 Dollar. Der Automobilhersteller will die Liquidität bis 2009 um 15 Milliarden Dollar erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, will GM die Investitionen für das kommende Jahr auf 7 Milliarden von zuvor 8,5 Milliarden Dollar herunterfahren und die Dividendenzahlung aussetzen.
Amerikanische Anleihen im späten Handel uneinheitlich
Die Notierungen der amerikanische Staatsanleihen sind am Dienstag im späten Verlauf des New Yorker Handels von ihren Tageshochs zurückgekommen und haben sich uneinheitlich präsentiert. Zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 3,875 Prozent stiegen um 09/32 auf 100-14/32 und rentierten mit 3,821 Prozent. Die mit 4,375 Prozent verzinste 30-jährige Staatsanleihe büßte dagegen 6/32 auf 98-20/32 ein, ihre Rendite legte von 4,447 auf 4,459 Prozent zu.
Am Markt wurde auf die Anhörung von amerikanische Notenbankpräsident Ben Bernanke verwiesen. Nach Ansicht von Marktbeobachtern habe Bernanke in seiner Rhetorik die Konjunkturrisiken stärker als zuletzt betont. Diese habe die Hoffnung auf steigende Leitzinsen bis zum Jahresende gedämpft, sagten Händler.
Zuvor hatten bereits schwache Daten zu den amerikanische Einzelhandelsumsätzen stützend gewirkt. Mit dem Nachgeben des Ölpreises sei die Zuversicht am Aktienmarkt gestiegen, was die Notierungen bei den Anleihe etwas zurückkommen ließ, hieß es.
Bernanke hatte vor den Mitgliedern des Bankenausschusses des amerikanische Senats ein ungewöhnlich pessimistisches Bild über den Zustand der amerikanische Wirtschaft gezeichnet und damit den amerikanische Anleihen zunächst Auftrieb verliehen. Er verwies darauf, dass es signifikante Abwärtsrisiken für das amerikanische Wirtschaftswachstum gebe. Oberste Priorität für die amerikanische Notenbank habe die Rückkehr des Finanzmarktes zur Normalität. Gleichzeitig dürfte die Inflation seiner Einschätzung nach vor dem Hintergrund des weltweit kräftigen Rohstoffpreisanstiegs weiterhin hoch bleiben.
Die Einzelhandelsumsätze in den Vereinigten Staaten waren im Juni im Vergleich zum Vormonat um lediglich 0,1 Prozent auf saisonbereinigt 384,2 Milliarden Dollar gestiegen. Damit blieb der Zuwachs deutlich hinter den Erwartungen zurück. Volkswirte hatten einen Anstieg um 0,6 Prozent vorhergesagt. Trotz der Steuergutschriften, die amerikanische Regierung zur Stützung der Konjunktur an die amerikanische Bürger verschickt hat, hielten sich die Verbraucher offenbar zurück, sagten Beobachter.
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, Reuters, dpa-AFX, F.A.Z.
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Bildmaterial: FAZ.NET-Jan Bazing
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