15. Mai 2008
Unternehmen
RWE mit Ergebnisrückgang
Der Versorger RWE hat im ersten Quartal einen Ergebnisrückgang verbucht. Der Betriebsgewinn sank von 2,76 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 2,5 Milliarden Euro, wie der Stromkonzern am Donnerstag in Essen mitteilte. Zu dem Ergebnis trug eine schwächere Entwicklung im Handelsgeschäft bei. Auch aus regulatorischen Gründen niedrigere Netzentgelte drückten auf den Gewinn des Eon-Konkurrenten. Die Erwartungen der Analysten unterbot RWE zum Teil. (dpa-AFX)
TUI unter dem Strich mit höherem Verlust
Der Reise- und Schifffahrtskonzern Tui ist im ersten Quartal wegen Integrationskosten und eines Sondereffekts unter dem Strich tiefer in die roten Zahlen geraten. Der Konzernverlust sei im Vergleich zum Vorjahresquartal von 105,0 auf 278,1 Millionen Euro gestiegen, teilte der Dax-Konzern <Dax.ETR> am Donnerstag in Hannover mit. Minderheitsanteile Dritter herausgerechnet, wuchs der Verlust von 116,5 auf 166,8 Millionen Euro. Als Ursachen führte das Unternehmen Integrationskosten bei der Tochter Tui Travel in Höhe von 69 Millionen Euro sowie eine Sondereinnahme von 181 Millionen Euro im Vorjahr an, als der Konzern das Containerterminal in Montreal verkauft hatte. (dpa-AFX)
Ersol verfehlt Markterwartungen
Die Ersol Solar Energy AG, Erfurt, hat im ersten Quartal 2008 zwar Umsatz und Gewinn gesteigert, mit dem vorgelegten Ergebnis aber unter den Markterwartungen gelegen. Der Umsatz stieg nach Angaben des im TecDax notierten Unternehmens vom Donnerstag auf 52,4 (26,1) Millionen Euro, der Gewinn nach Steuern auf 3,2 (1,5) Millionen Euro. Damit sei das Ergebnis je Aktie auf 0,30 (0,15) Euro gestiegen. Das operative Ergebnis (Ebit) habe im Berichtszeitraum auf 7,7 (4,3) Millionen Euro zugelegt.
Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten einen Umsatz von 55,2 Millionen Euro und ein Ebit von 9,1 Millionen Euro erwartet. Das Ergebnis je Aktie hatten sie bei 0,46 Euro gesehen. (Dow Jones)
Hochtief steigert Gewinn stärker als erwartet
Die Hochtief AG hat im ersten Quartal kräftige Gewinnsteigerungen verbucht, die auch deutlich über den Erwartungen der Analysten lagen. Wie der Essener Baukonzern am Donnerstag mitteilte, kletterte das betriebliche Ergebnis Ebita in der Zeit von Januar bis März um 83 Prozent auf 132 Millionen Euro. Das Vorsteuer-Ergebnis legte in dieser Zeit um 57 Prozent auf 102,3 Millionen Euro zu, der Konzerngewinn nach Anteilen Dritter wurde auf 32,1 (Vorjahr: 9,6) Millionen Euro sogar mehr als verdreifacht.
Hochtief erklärte den überproportionalen Zuwachs damit, dass die Gewinnzuwächse vor allem in den Konzerntöchtern erzielt wurden, an denen Dritte nicht oder nur in geringem Umfang beteiligt seien. Auch alle anderen wesentlichen Eckdaten verbesserten sich im ersten Quartal kräftig. Nach Angaben von Hochtief kletterte der Auftragseingang um 34 Prozent, im Wesentlichen aufgrund von Großaufträgen aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Die Bauleistung legte 20 Prozent zu. Der Außenumsatz stieg dabei nur um 3 Prozent auf 3,80 Milliarden Euro. (Dow Jones)
Salzgitter mit rückläufigem Vorsteuergewinn im Quartal
Der Vorsteuergewinn von Deutschlands zweitgrößtem Stahlkonzern Salzgitter ist zum Jahresauftakt gesunken. Er habe mit 291,9 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau von 325,4 Millionen Euro gelegen, teilte Salzgitter am Donnerstag mit. Der Überschuss lag mit 194,9 (196,6) nur knapp unter Vorjahr. Dank der deutlich gestiegenen Stahlpreise erhöhte sich der Umsatz auf 2,9 (2,38) Milliarden Euro.
Mit den Zahlen lag der Konzern unter den Erwartungen von Branchenexperten. Die hatten im Schnitt für das erste Quartal mit einem Vorsteuerergebnis von 305 Millionen, einem Überschuss von 206 Millionen und einem Umsatz von 2,8 Milliarden Euro gerechnet. (Reuters)
Credit Agricole erhöht Kapital und verdient weniger
Credit Agricole SA hat im ersten Quartal aufgrund des Subprime-Engagements einen Rückgang des Nettogewinns um 66 Prozent verzeichnet und plant zur Stärkung der Kapitalbasis eine Kapitalerhöhung über 5,9 Milliarden Euro. Wie die Pariser Bank am Donnerstag mitteilte, betrug der Nettogewinn 892 Millionen Euro gegenüber 2,66 Milliarden Euro im Vorjahr.
Die Wertminderungen für Subprime-Kredite reduzierten den Quartalsgewinn um 1,25 Milliarden Euro, nachdem für das Gesamtjahr 2007 bereits 4,3 Milliarden Euro an Subprime-Belastungen entstanden waren, teilte die nach Marktwert drittgrößte französische Bank mit.
Als Folge der schlechten Marktlage kündigte das Finanzinstitut eine Kapitalerhöhung über 5,9 Milliarden Euro an, die noch vor dem Sommer durchgeführt werden soll. Die Regionalbanken, die rund 54 Prozent an Agricole halten, wollen sich daran voll beteiligen. Außerdem soll die Investmentbank-Sparte Caylon restrukturiert werden, kündigte Credit Agricole an. (Dow Jones)
Wacker Construction verdient mehr im Auftaktquartal
Der Baumaschinenhersteller Wacker Construction hat zu Jahresbeginn Umsatz und Gewinn gesteigert. Die Erlöse hätten um 42 Prozent zugelegt auf 228,2 Millionen Euro, teilte das bayerische Unternehmen am Donnerstag mit. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe sich um 20 Prozent auf 29,4 Millionen Euro erhöht.
Vor allem in Europa und Asien liefen die Geschäfte nach Unternehmensangaben glänzend. Dagegen ging der Umsatz in Amerika um 15 Prozent zurück, was Wacker Construction unter anderem auf die Immobilien- und Hypothekenkrise in den Vereinigten Staaten zurückführte.
Das unlängst mit der österreichischen Neuson fusionierte Unternehmen bestätigte aber dennoch seinen Ausblick für das Gesamtjahr: Der Umsatz soll bei mehr als einer Milliarde Euro liegen. (Reuters)
Hafengesellschaft HHLA mit Gewinnsprung im Auftaktquartal
Der anhaltende Boom im Güterverkehr hat der Hamburger Hafengesellschaft HHLA zu Jahresbeginn zu einem Gewinnsprung verholfen. Der Betriebsgewinn (Ebit) sei im ersten Quartal um knapp 30 Prozent auf 92,6 Millionen Euro geklettert, teilte der Logistikkonzern am Donnerstag mit. Der Umsatz stieg um 15,5 Prozent auf 320,8 Millionen Euro. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen von Analysten. Die von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Branchenexperten hatten im Schnitt mit einem Betriebsgewinn von 75 Millionen Euro und einem Umsatz von 308 Millionen Euro gerechnet. Für das Gesamtjahr stellte die HHLA ein weiterhin zweistelliges Umsatzwachstum in Aussicht. (Reuters)
QSC erhöht Jahresprognose trotz Verlust im ersten Quartal
Der Telekomanbieter QSC ist mit einem Verlust ins neue Jahr gestartet. Das Unternehmen sieht sich nichtsdestotrotz in der Lage, im Gesamtjahr am oberen Ende der bisherigen Prognosespanne abzuschneiden, wie es am Donnerstag in Köln mitteilte. Im Februar hatte QSC einen Umsatz zwischen 385 und 405 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 50 bis 60 Millionen in Aussicht gestellt. (dpa-AFX)
KlöCo sieht nach Gewinnsprung im 1. Quartal Wachstum für Gesamtjahr
Der Stahl- und Metallhändler Klöckner & Co rechnet nach Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis im Auftaktquartal für das Gesamtjahr 2008 mit einem Gewinnwachstum. Er erwarte eine Fortsetzung der guten Nachfrage- und Preisentwicklung und rechne mit einem deutlich über dem Vorjahr liegenden Jahresüberschuss, sagte Vorstandschef Thomas Ludwig am Donnerstag laut Mitteilung in Duisburg. 2007 hatte KlöCo unter dem Strich 156 Millionen Euro verdient.
Im Auftaktquartal stieg der Überschuss vor Minderheiten dank höherer Stahlpreise auf 52 (VJ 47) Millionen Euro. Operativ (Ebitda) legte der Konzern auf 109 (92) Millionen Euro zu. Damit übertraf Klöckner & Co die Analystenerwartungen. (dpa-AFX)
Colonia Real Estate rutscht im ersten Quartal deutlich in die Verlustzone
Wertverluste bei Zinssicherungsswaps haben die Erstquartalszahlen des Kölner Immobilienunternehmens Colonia Real Estate AG mit 8,5 Millionen Euro belastet. Wie das im SDax geführte Unternehmen am Donnerstag mitteilte, betrug der Konzernverlust 10,1 Millionen Euro, nachdem das Unternehmen im Vorjahresquartal noch 5,2 Millionen Euro als Konzernüberschuss erzielt hatte.
Während die Mieteinnahmen im ersten Quartal auf 14,7 (2007: 7,5) Millionen Euro stiegen, brach das Ebit auf 3,9 (9,7) Millionen Euro ein. Die Umsätze aus dem Asset- und Fonds-Management gaben deutlich auf 1,2 (6,1) Millionen Euro nach. (Dow Jones)
Koenig & Bauer startet mit Verlust ins Jahr
Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) hat zum Jahresauftakt rote Zahlen geschrieben. Im ersten Quartal belief sich der Verlust vor Steuern auf 6,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Würzburg mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von 13 Millionen Euro in den Büchern gestanden. Der Umsatz ging auf 301,7 von 414,2 Millionen Euro zurück, der Auftragseingang stieg aber.
KBA nannte die Quartalszahlen unbefriedigend, hielt aber für das laufende Jahr an der Prognose fest. Danach soll der Umsatz rund 1,6 Milliarden Euro betragen und der Vorsteuergewinn auf ähnlichem Niveau wie 2007 (63,2 Millionen Euro) liegen.-Prognose bekräftigt. (Reuters)
Maschinenbauer Homag verdient im Auftaktquartal mehr
Der Holzmaschinenbauer Homag hat im Auftaktquartal dieses Jahres mehr umgesetzt und mehr verdient als vor Jahresfrist. Der für die Möbel- und Bauindustrie tätige Konzern teilte am Donnerstag in Schopfloch im
Schwarzwald mit, der Umsatz sei in den Monaten Januar bis März um 18 Prozent auf 227 Millionen Euro geklettert. Der Überschuss vor Anteilen Dritter legte um 16 Prozent auf 12,1 Millionen Euro zu.
Mit einem prall gefüllten Orderbuch sieht der Börsenneuling gute Chancen, in diesem Jahr den Umsatz um mehr als sechs Prozent zu steigern, mehr als 900 Millionen Euro seien möglich. Der Überschuss werde vor Anteilen Dritter um mehr als 30 Prozent zulegen, bekräftigte der Vorstand. Die deutliche Marktschwäche in den Vereinigten Staaten, Spanien oder Japan konnten wir durch über Plan liegende Auftragseingänge in Osteuropa und Asien kompensieren, sagte Vorstandssprecher Joachim Brenk. (Reuters)
Zurich steigert Quartalsgewinn trotz höherer Schäden
Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich Financial Services hat im ersten Quartal 2008 trotz mehr Großschäden etwas mehr verdient. Gewachsen ist die Gesellschaft allerdings nur dank des schwachen Dollars.
Der Reingewinn stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um drei Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar. Zurich übertraf damit die Analystenerwartungen. Die Bruttoprämien und Policengebühren erhöhten sich nach Unternehmensangaben vom Donnerstag um fünf Prozent auf 14,05 Milliarden Dollar, wobei sich die Rentabilität im größten Bereich General Insurance wegen der höheren Schadenbelastung verschlechterte: Der Schaden-Kosten-Satzes stieg auf 94,6 von 93,3 Prozent im Vorjahresquartal. Das Wachstum beruhte aber in erster Linie auf dem schwachen Dollar. (Reuters)
Bechtle wächst kräftig
Der IT-Dienstleister Bechtle ist im ersten Quartal kräftig gewachsen. Das Ergebnis ging allerdings wegen eines Sondereffekts im Vorjahreszeitraum zurück. Der Umsatz sei von 311,9 auf 336,9 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Neckarsulm mit. Die vier von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Experten hatten mit 337,7 Millionen Euro gerechnet. Die Jahresprognose behielt das Unternehmen bei.
Der Vorsteuergewinn als entscheidende Steuerungsgröße für das Ergebnis sank von 13,2 auf 12,0 Millionen Euro, womit die Analystenprognose exakt getroffen wurde. Grund für das Absinken waren insbesondere Immobilienverkäufe, die vor einem Jahr das Ergebnis aufgebläht hatten. Unterm Strich verschlechterte sich der Gewinn von 9,0 auf 8,7 Millionen Euro (Prognose 8,0 bis 11,3 Millionen Euro). (dpa-AFX)
Marktforscher GfK geht mit Gewinnsprung in Fusionsgespräche
Das Marktforschungsunternehmen GfK hat seinen Gewinn im ersten Quartal um mehr als ein Fünftel gesteigert. Der Überschuss habe bei 10,4 Millionen Euro gelegen, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Donnerstag in Nürnberg mit. Der Umsatz stieg um 2,6 Prozent auf gut 268 Millionen Euro, bereinigt um Sondereffekte sogar um gut fünf Prozent. Im Gesamtjahr 2008 sollen die Erlöse organisch mindestens 5,5 Prozent zulegen. Damit wollen die Nürnberger schneller als der Markt wachsen.
Die GfK verhandelt derzeit mit dem britischen Rivalen Taylor Nelson Sofres (TNS) über eine Fusion. Zusammen wären beide Firmen hinter amerikanischen Marktführer Nielsen die neue Nummer zwei der Branche. Die bisherigen Prognosen zu den Sparten bekräftigte die
GfK vor dem Hintergrund der Verhandlungen nicht mehr. (Reuters)
Bauer AG mit deutlicher Ergebnissteigerung im ersten Quartal
Die Bauer AG hat im ersten Quartal 2008 die Gesamtkonzernleistung um 29,1 Prozent auf 339,7 (Vorjahr: 263,1) Millionen Euro gesteigert. Das operative Vorsteuerergebnis (Ebit) wurde mit 25,4 (11,9) Millionen Euro mehr als verdoppelt, teilte der im bayerischen Schrobenhausen ansässige Bau- und Maschinenbaukonzern am Donnerstag mit. Damit wurde eine Ebit-Marge von 9,7 Prozent (5,8 Prozent) erzielt.
Das Periodenergebnis wurde mit 12,4 (3,6) Millionen Euro mehr als verdreifacht. Mit einem Auftragsbestand, der gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 77,3 Prozent auf 743,4 (419,2) Millionen Euro stieg, sieht sich der Konzern bis Jahresende gut ausgelastet. (Dow Jones)
GE plant Verkauf von Haushaltsgeräte-Sparte
Der amerikanischen Mischkonzern General Electric erwägt einem Zeitungsbericht zufolge den Verkauf seiner Haushaltsgerätesparte. Die Einheit werde möglicherweise versteigert und könne dann zwischen fünf und acht Milliarden Dollar erzielen, hieß es auf der Internetseite des Wall Street Journal am Mittwoch. Den Angaben zufolge hat GE die Investmentbank Goldman Sachs mit der Vorbereitung des Geschäfts beauftragt.
GE hatte zuletzt mit dem Ergebnis seines ersten Quartals und einer Gewinnwarnung fürs Gesamtjahr enttäuscht. Unter anderem machte der Konzern weniger Umsatz mit Haushaltsgeräten. (Reuters)
Hochtief-Tochter Leighton steigert Gewinn um 37 Prozent
Die australische Hochtief-Tochter Leighton hat ihren Gewinn in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2008 um 37 Prozent gesteigert. Der größte Baukonzern des Landes verdiente in diesem Zeitraum nach Angaben vom Donnerstag 375 Millionen Australische Dollar (227 Millionen Euro). Seinen Umsatz gab er mit umgerechnet 6,1 Milliarden Euro an, was einem Plus von 16 Prozent entspricht.
Für das Gesamtjahr bekräftigte Leighton, mit einem Gewinnwachstum von mindestens 30 Prozent zu rechnen. Beim Umsatz rechne man in den kommenden drei Jahren dank einer Reihe von Bergbau- und Infrastrukturprojekten mit jeweils mehr als zehn Prozent Zuwachs. (Reuters)
Bouygues steigert Umsatz im 1. Quartal stärker als erwartet
Der französische Mischkonzern Bouygues hat im ersten Quartal einen überraschend deutlichen Umsatzsprung gemacht. Angetrieben vom starken Wachstum in der Bausparte sei der Konzernumsatz in den ersten drei Monaten um 15 Prozent auf 6,815 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Paris mit. Analysten hatten im Schnitt mit 6,580 Milliarden Euro gerechnet.
Die Bausparte meldete dank der Umsetzung von Großprojekten einen Umsatzanstieg von 21 Prozent auf 2,148 Milliarden Euro. Auch Bouygues Telecom konnte zulegen und zwar um 6,8 Prozent auf 1,197 Milliarden Euro. Die TV-Sparte TF1 verbuchte allerdings einen Umsatzrückgang von sechs Prozent auf 654 Millionen Euro, was der Konzern mit niedrigeren Werbeumsätzen erklärte. Den vollständigen Quartalsbericht will Bouygues am 3. Juni vorlegen. (dpa-AFX)
Vivendi erleidet im ersten Quartal Gewinnrückgang
Der französische Medienkonzern Vivendi hat im ersten Quartal einen Gewinnrückgang erlitten. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EbitA) sei um 5,6 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gefallen, teilte der Konzern am Mittwoch in Paris mit. Der bereinigte Überschuss ging gar um 9,6 Prozent auf 697 Millionen Euro zurück. Vivendi machte dafür Steuereffekte, aber auch einen deutlichen Umsatz- und Gewinneinbruch in der Spielesparte verantwortlich. Im Vorjahresquartal hatte der Konzern das Videospiel World of Warcraft: The Burning Crusade erfolgreich auf den Markt gebracht. Die in diesem Jahr anstehende Nachfolgeversion des Spiels ist aber erst ab dem zweiten Halbjahr zu kaufen.
Beim Umsatz erzielte Vivendi ein Plus von 5,2 Prozent auf 5,28 Milliarden Euro.Die von Thomson Financial befragten Analysten hatten mit einem EbitA in Höhe von 1,165 Milliarden Euro und einem Überschuss von 616 Millionen Euro gerechnet. Für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern seine Prognose. Danach soll der Gewinn auf vergleichbarer Basis in etwa gleichstark wie im Vorjahr wachsen (dpa-AFX)
DEVIL sagt Börsengang ab
Der IT-Distributor DEVIL hat seinen geplanten Börsengang abgesagt. Die bis zu 2.500.000 zu einem Preis von 6,00 bis 9,00 Euro angebotenen Aktien hätten nur zur Hälfte abgesetzt werden können, wie aus der am Mittwoch in Braunschweig veröffentlichten Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. Der hieraus zu erzielende Erlös wäre nach Einschätzung des Managements und der Eigentümer der DEVIL AG nicht ausreichend, die vorgesehenen Zukäufe im geplanten Umfang umzusetzen. Nun will das Unternehmen zunächst weitere Finanzierungsoptionen prüfen und einen Börsengang gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt durchführen. (dpa-AFX)
Phoenix Solar steigert im ersten Quartal Ergebnis
Die Solarfirma Phoenix Solar ist nach einem erfreulich guten ersten Quartal zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Der Vorstand gehe nunmehr von Gesamtumsatzerlösen von über 370 Millionen Euro und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von über 23 Millionen Euro aus, teilte das im TecDax notierte Unternehmen am Mittwoch in Sulzemoos mit. Bisher war Phoenix Solar von deutlich über 300 Millionen Euro Umsatz und rund 18 Millionen Euro Ebit ausgegangen.
Die angehobene Ebit-Prognose ist einem Händler zufolge weniger spektakulär. Bisher habe der Markt mit einem Umsatz von 338 Millionen Euro sowie einem Ebit von 24,25 Millionen Euro gerechnet.
Von Januar bis März waren die Gesamtumsatzerlöse im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 177 Prozent auf 41,6 Millionen Euro geklettert, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Dabei stiegen die Erlöse im Segment Komponenten & Systeme um 120 Prozent auf 25,1 Millionen Euro und im Segment Kraftwerke um 358 Prozent auf 16,5 Millionen Euro. (dpa-AFX)
Bayer nimmt Herzmittel Trasylol vom Markt
Bayer nimmt sein umstrittenes Herzpräparat Trasylol praktisch vollständig vom Markt. Die amerikanische Arzneimittelaufsicht FDA erklärte am Mittwoch, Bayer habe angekündigt, in den Vereinigten Staaten die noch vorhandenen Bestände einzuziehen. Das Medikament solle künftig nur noch zu Studienzwecken für bestimmte Patienten verfügbar bleiben, die keine akzeptablen Alternativen hätten. Die Behörde befürworte die Entscheidung, Trasylol komplett aus dem regulären Gebrauch in den Vereinigten Staaten zu nehmen.
Eine Bayer-Sprecherin erklärte, die Bestände des Präparats würden in allen Ländern eingezogen, in denen sie sich noch in der Lieferkette befänden. Davon ausgenommen seien nur Staaten, in denen die Behörden das Mittel für Sonderprogramme auf dem Markt halten wollten. (Reuters)
Auch BayernLB zieht Interesse an IKB zurück
Nach dem Abschied des amerikanischen Investors JC Flowers hat sich einem Zeitungsbericht zufolge auch die BayernLB vorerst aus dem Bieterverfahren um die angeschlagene Mittelstandsbank IKB zurückgezogen. Die Landesbank werde bis Freitag kein erhärtetes Angebot abgeben, berichtete die Financial Times Deutschland (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Auch eine Offerte der Privatbank Sal. Oppenheim gelte als höchst unwahrscheinlich, hieß es weiter. Der Prozess ist mausetot, sagten Frankfurter Investmentbanker dem Blatt.
Die IKB hatte Ende April erklärt, es gebe neun Interessenten aus dem In- und Ausland. Darunter ist auch die WestLB. Finanzkreisen zufolge gelten auch Investoren wie Lone Star und Ripplewood als Interessenten. Nach Aussagen von Wirtschaftsstaatssekretär Walther Otremba wird der Kreis der Bieter in den nächsten Tagen eingegrenzt.
Ein Scheitern des Verkaufsprozesses wird nicht ausgeschlossen, zu viele Fragen gelten noch als offen. So droht eine Milliardenklage des amerikanischen Anleiheversicherers FGIC. Zudem ist unklar, welche Risiken noch in den Büchern der IKB schlummern. Die Düsseldorfer Bank hatte sich in großem Stil am amerikanischen Hypothekenmarkt verspekuliert und musste mit insgesamt fast 8,5 Milliarden Euro von ihrer Hauptaktionärin KfW, dem Bund und anderen Banken gestützt werden. Der Bund erwartet nach eigenen Aussagen einen Verkaufspreis von etwa 800 Millionen Euro. (Reuters)
Wirtschaftsmeldungen
Deutsche Wirtschaft mit stärkstem Wachstum seit zwölf Jahren
Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal trotz der Finanzkrise so kräftig gewachsen wie seit fast zwölf Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Januar bis März um 1,5 Prozent im Vergleich zum
Schlussquartal 2007 zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Das ist das stärkste Wachstum seit Frühjahr 1996. Die deutsche Wirtschaft hat sich am Anfang des Jahres 2008 auch bei zunehmenden Belastungsfaktoren als sehr robust gewiesen, schrieben die Statistiker. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 0,7 Prozent gerechnet. Im vierten Quartal waren es 0,3 Prozent.
Angekurbelt wurde die Wirtschaft vor allem von steigenden Investitionen der Unternehmen. Auch der private Konsum legte zu. Vom Außenbeitrag kamen dagegen keine positiven Wachstumsimpulse. Details wollen die Statistiker in zwei Wochen bekanntgeben.
Für das gesamte Jahr 2008 sagen Experten eine Konjunkturabkühlung voraus. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen mit einem Wachstum von 1,8 Prozent. 2007 waren es noch 2,5 und 2006 sogar 2,9 Prozent. Als wichtigster Grund für die erwartete Abschwächung gilt die internationale Finanzkrise, die das Wachstum bei wichtigen Handelspartnern wie den Vereinigten Staaten und damit auch die Nachfrage nach deutschen Exportprodukten dämpft. (Reuters)
Inflation in Deutschland schwächt sich im April ab
Den deutschen Verbrauchern ist im April ein neuerlicher Teuerungsschub erspart geblieben. Die Verbraucherpreise stiegen um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, bestätigte das Statistische Bundesamt am Donnerstag eine frühere Schätzung. Im März hatte die Teuerungsrate noch 3,1 Prozent betragen. Im Vergleich zum Vormonat gaben die Preise sogar um 0,2 Prozent nach.
Zwei Sondereinflüsse waren für die relativ niedrige Teuerungsrate im April maßgebend. Pauschalreisen verbilligten sich, weil das Osterfest und die damit verbundenen saisonüblichen Preiserhöhungen diesmal schon auf den März fielen. Urlaubsreisen kosteten deshalb 7,4 Prozent weniger als im April 2007. Auch ein statistischer Effekt dämpfte den Preisauftrieb: Im vergangenen Jahr wurden in einigen Bundesländern Studiengebühren eingeführt, was die Teuerung im Bildungsbereich antrieb. Dieser zusätzliche Schub fiel nun weg.
Bei Lebensmitteln und Energie ist dagegen keine Entspannung in Sicht: Brot und Getreideprodukte kosteten 8,8 Prozent mehr, Molkereiprodukte wie Milch oder Butter gar 24 Prozent. Dagegen verbilligte sich Gemüse. Auch Autofahren wurde deutlich teurer: Benzin und Diesel verteuerten sich um 5,8 beziehungsweise 17,2 Prozent.
Trotz der jüngsten Abschwächung liegt die Inflation weiterhin über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp unter zwei Prozent. Der Rückgang dürfte Druck von den Notenbankern nehmen, die Zinsen mittelfristig weiter anzuheben. (Reuters)
EZB-Ratsmitglied Garganas warnt vor Inflationsgefahr 2009
EZB-Ratsmitglied Nicholas Garganas rechnet mit einem anhaltenden Inflationsdruck in der Euro-Zone im kommenden Jahr. Es gebe die Sorge, dass der Einfluss der wirtschaftlichen Abschwächung nicht stark genug ist, um die Inflation 2009 wieder unter 2,0 Prozent zu drücken, sagte der griechische Notenbankchef in einem am Mittwochabend veröffentlichten Interview der Financial Times Deutschland. Die aktuell hohen Preissteigerungen seien aber vorübergehend und die Inflationserwartungen seien immer noch im Großen und Ganzen gut verankert. Der im Juni aus seinem Amt ausscheidende Zentralbanker wandte sich zugleich gegen einen übertriebenen Konjunkturpessimismus. Alles in allem beobachten wir eine 'kontrollierte Abschwächung', keinen freien Fall, sagte er dem Blatt. (Reuters)
Japans Maschinenbauaufträge auf niedrigstem Stand seit 3 Jahren
Die Auftragseingänge der japanischen Maschinenbauunternehmen sind im März in der Kernberechnung (ohne Berücksichtigung von Kraftwerksanlagen und Schiffbau) auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen. Wie die Regierung am Donnerstag mitteilte, wurde gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt ein Rückgang von 8,3 Prozent auf 956,8 Milliarden Yen verzeichnet.
Für den Zeitraum April bis Juni rechneten die befragten Unternehmen mit einem Orderminus von 10,3 Prozent. Das passt zu den Ergebnissen des jüngsten Tankan-Berichts, der ergeben hatte, dass die großen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes ihre Investitionen im laufenden Fiskaljahr um 3,3 Prozent reduzieren wollen.
Die Auftragseingänge aus dem Ausland sanken im März um 16,1 Prozent, nachdem es bereits im Vormonat zu einem Minus von 13,2 Prozent gekommen war. Der Ordereingang im Maschinenbau wird von Volkswirten als vorlaufender Indikator für die Entwicklung der Ausgaben der Unternehmen für langfristige Sachanlagen gewertet. (Dow Jones)
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters, dpa-AFX.
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Bildmaterial: FAZ.NET-Jan Bazing
| Tops & Flops | +/- | Prozent |
|---|---|---|
| INFINEON TECHNOLOGIE | +0,09 | +1,95 |
| METRO AG STAMMAKTIEN | +0,28 | +0,71 |
| TUI AG NAMENS - AKTI | +0,07 | +0,49 |
| CONTINENTAL AG INHAB | -3,22 | -5,13 |
| DEUTSCHE POSTBANK AG | -2,65 | -4,80 |
| COMMERZBANK AG INHAB | -0,85 | -4,34 |
| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 6.272,21 | -1,28 |
| TecDax | 734,26 | -0,60 |
| DowJones | 11.288,54 | +0,65 |
| Nasdaq | 2.245,38 | -0,27 |
| STOXX 50 | 3.275,20 | -1,67 |
| Nikkei 225 | 13.237,89 | -0,21 |
| S&P 500 Zert. | 12,61 | +0,08 |
| Euro/Dollar | 1,57 | +0,01 |
| Bund Future | 111,54 | +0,36 |
| Gold | 932,30 | +0,03 |
| Öl | 145,16 | +0,10 |
