26.07.2011 · Fünf Tage nach seiner Festnahme ist der Serbe Goran Hadzic zum ersten Mal vor den Richtern des Internationalen Kriegsverbrechertribunals für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag erschienen.
Fünf Tage nach seiner Festnahme ist der Serbe Goran Hadzic zum ersten Mal vor den Richtern des Internationalen Kriegsverbrechertribunals für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag erschienen. Bei der Anhörung am Montag machte der einstige Führer der serbischen Minderheit in Kroatien von seinem Recht Gebrauch, sich vorerst nicht zur Anklage zu äußern.
Sein Mandant wolle die Möglichkeit nutzen, dies erst später zu tun, äußerte der Pflichtverteidiger. Zuvor hatte der Vorsitzende Richter O-Gon Kwon dem Angeklagten erläutert, dass er 30 Tage Zeit habe, um auf schuldig oder nicht schuldig zu plädieren.
Die Staatsanwaltschaft wirft Hadzic in insgesamt 14 Anklagepunkten vor, für die Ermordung Hunderter kroatischer Zivilisten und die Zwangsvertreibung Zehntausender weiterer Kroaten durch serbische Truppen verantwortlich zu sein. Die Anklage umfasst auch den Mord an mehr als 200 Kroaten in der Stadt Vukovar im November 1991. Hadzic bestätigte während der kurzen ersten Anhörung, dass er die inzwischen von der Staatsanwaltschaft aktualisierte Anklageschrift gelesen und verstanden habe.