In gut drei Dutzend mexikanischen Städten haben Tausende Menschen gegen die fortgesetzte Gewalt im Drogenkrieg protestiert.
Zu den Demonstrationen unter dem Motto „Für den Frieden - Gegen die Gewalt“ hatte unter anderen der Dichter Javier Sicilia aufgerufen, dessen 24 Jahre alter Sohn Ende März von einem Drogenkartell ermordet worden war.
Sie forderten ein Ende des Krieges gegen die Kartelle, den Präsident Felipe Calderón unmittelbar nach seinem Amtsantritt vom Dezember 2006 erklärt hatte. Seither starben in Mexiko mehr als 34.600 Menschen, die meisten bei Verteilungskämpfen verfeindeter Kartelle.
Unterdessen wurden in mehreren Massengräbern im Norden Mexikos 59 Leichen entdeckt. Wie die Behörden des Bundesstaats Tamaulipas mitteilten, wurden nach dem Fund der acht Massengräber auf einer Ranch in San Fernando elf Verdächtige festgenommen. Die Ermittler glauben, dass es sich um entführte Migranten aus Mittelamerika handelt, die sich geweigert hatten, für die Kartelle zu arbeiten.