Von Peter-Philipp Schmitt (Texte) und Julia Zimmermann (Fotos)
Im Berliner Bauhaus-Archiv scheinen die Objekte auf Benutzer zu warten. Also los: Schauspieler und Kreative kommen ins Museum für Gestaltung und freunden sich mit ihren Lieblingsstücken an.
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Neulich beim Riesen Timpetu: Diese Version hier ist zwar neu. Doch Götz Schubert fühlt sich gleich in seine Kindheit versetzt, auch weil ihm das in der DDR wieder aufgelegte Picknick-Geschirr vertraut vorkommt. Ursprünglich stammen die knallorangen Resopal-Teller und -Tassen aus dem Jahr 1930. Entworfen hat sie Christian Dell, der eigentlich Silberschmied und Werkmeister am Bauhaus Weimar war, später an die Frankfurter Städelschule ging. Schubert kann gar nicht genug von dem unzerstörbaren Service bekommen: So gibt er auch gleich einen Hütchenspieler, indem er die auf den Kopf gestellten Becher auf Marcel Breuers Stahlrohrhocker von 1926 hin und her schiebt. In verschiedene Rollen schlüpfen kann der Schauspieler, der in Pirna geboren wurde, wie kaum ein anderer. Gerade war er noch im viel beachteten ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ zu sehen, davor als Meno Rohde in der Verfilmung von Uwe Tellkamps „Der Turm“, für den auch er den Grimme-Preis bekam. Bei so vielen Engagements muss auch mal Zeit für ein Picknick sein.