Von Peter-Philipp Schmitt (Texte) und Julia Zimmermann (Fotos)
Im Berliner Bauhaus-Archiv scheinen die Objekte auf Benutzer zu warten. Also los: Schauspieler und Kreative kommen ins Museum für Gestaltung und freunden sich mit ihren Lieblingsstücken an.
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Klar kennt sie ihn. Er ist schließlich der Bauhaus-Klassiker schlechthin. Auch sein Name ist Aylin Tezel geläufig: „Wassily“. Eigentlich heißt der Stuhl aus dem Jahr 1925 „B 3“, nach seinem Gestalter Marcel Breuer. Der gelernte Tischler hatte sich das Industrieprodukt Stahlrohr bei seinem Fahrrad abgeguckt und für den Möbelbau entdeckt. Und weil der Lehrer am Bauhaus, der Maler Wassily Kandinsky, zudem die revolutionäre Ästhetik des Entwurfs erkannte, erhielt der Stuhl später seinen Beinamen. Revolutionäre Ästhetik: Das passt zu der 29 Jahre alten deutsch-türkischen Schauspielerin, die zwar seit Kurzem im Dortmunder „Tatort“ ermittelt, aber besonders für ihre Hauptrolle im Kinofilm „Am Himmel der Tag“ als ungewollt schwangere Studentin, die eine Totgeburt erleidet, ausgezeichnet wurde. Sie war „Beste Schauspielerin“ beim 30. Torino Film Festival und erhielt gerade den Deutschen Schauspielerpreis in der Kategorie „Beste Schauspielerin Nachwuchs“. Beim Fototermin treffen sich also gleich zwei Stars.