Können wir unsere Haut vor der Natur noch retten? Eine Ausstellung in Dresden zeigt, wie wir unser Verhältnis zu Klima und Atmosphäre zerrüttet haben. Mit naturwissenschaftlicher Strenge, historischer Tiefe - und geradezu verspielter Symbolik. Von Joachim Müller-Jung
Schreitet die Erwärmung der Arktis weiter voran, könnte der sibirische Permafrostboden dauerhaft auftauen. Einstweilen inaktive Mikroben würde dann beginnen, den in Pflanzenresten gebundenen Kohlenstoff zu verarbeiten: Die Folge wäre eine zusätzliche Freisetzung von Treihausgasen. Von Horst Rademacher
Im algerischen Gasfeld Krechba mitten in der Sahara wird überschüssiges Kohlendioxid in großem Maßstab in der Erde vergraben. Auch in anderen Weltgegenden denkt man über technische Großprojekte dieser Art nach, um die Erderwärmung zu mindern. Es bleiben aber noch manche Fragen und Probleme.
Wenn es nach Volker Mosbrugger geht, darf die Glühbirne, welche die Europäische Union verbieten will, erst einmal weiter brennen. Der Direktor des Senckenberg-Instituts plädiert für das Denken in größeren Zusammenhängen. Größer soll auch das Senckenberg-Museum werden. Von Eva-Maria Magel
Man muss nur dran glauben: Großtechnische Visionen treiben die Forschung wider den Klimawandel an. Doch sollten ausgerechnet Geo-Ingenieure die Welt retten können? Auf ihrem Weg zum Geo-Engineering großen Stils stolpern die Forscher immerhin auch über viele Lösungen kleineren Zuschnitts. Von Niklas Schenck
Am Kalkskelett von Rotalgen lassen sich frühere Meerestemperaturen ablesen. Forscher hoffen nun, mit der Auswertung großer Algenstöcke in der Bering-See die Temperaturschwankungen der letzten 2000 Jahre rekonstruieren zu können. Von Niklas Schenck
Weltuntergang! Immerhin, wir waren dabei. Harald Welzer erklärt dem umweltbewussten mitteleuropäischen Mülltrenner, dass all seine Anstrengung umsonst ist. In seinem Buch Klimakriege betreibt er eine Soziologie der Katastrophe. Von Andreas Kilb
Werden Regionen wie das Irrawaddy-Delta in Burma auch deshalb von Stürmen verwüstet, weil schützende Mangrovenwälder abgeholzt wurden? Viele Wissenschaftler vertreten eine entsprechende These. Doch Belege fehlen bisher. Von Jörg Albrecht
Der Chemienobelpreisträger Paul Crutzen hatte schon vor Jahren die Idee, für den Klimaschutz einen stratosphärischen Sonnenschirm aus Sulfatpartikeln aufzuspannen. Forscher haben nun herausgefunden, dass dadurch neue Ozonlöcher über den Polen entstehen würden. Von Joachim Müller-Jung
Klein, aber oho: Der Bergkiefernkäfer treibt in den Wäldern Kanadas sein Unwesen. Vermehrt er sich in großen Massen, kann er ganze Landstriche verwüsten - und erhöht damit indirekt den Ausstoß von Kohlendioxid. Ein Käfer als Klimafaktor? Von Reinhard Wandtner
Jahrzehntelang hatte sich das Südpolarmeer aufgeheizt - nun ist der Trend durchbrochen worden: Die Tiefsee der Antarktis hat sich nach Angaben von Forschern merklich abgekühlt. Satellitenbilder hätten zudem die größte Ausdehnung der Eisdecke gezeigt, die je im antarktischen Sommer gemessen wurde.
Der amerikanische Präsident hat mit seiner Rede zum Klimaschutz sowohl im eigenen Land als auch beim deutschen Umweltminister Gabriel harsche Kritik hervorgerufen. Bush falle weit hinter die Ergebnisse der UN-Konferenz auf Bali und sogar des G8-Gipfels in Heiligendamm zurück.
Sieben Monate war Jürgen Graeser, Wissenschaftstechniker des Alfred-Wegener-Instituts, auf der russischen Drifteisstation Nordpol-35 in der Arktis unterwegs. Nicht einmal Eisbären konnten ihm etwas anhaben. Henning Sietz hat ihn interviewt.
Die Sintflut kehrt zurück, mitten hinein ins Abendprogramm. So zelebriert jeder seine Katatrophe. Das Zweite versucht es mit einem zweiteiligen Klimaschocker, der die Fakten in Paniksoße tunkt. Von Joachim Müller-Jung