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Steve Jobs meldet sich zurück

10.09.2008 ·  Steve Jobs ist bekannt als Inszenierungskünstler: Kaum ein anderes Unternehmen schafft es, um die Vorstellung neuer Produkte so viel Marketingwirbel zu erzeugen wie der Computer- und Elektronikkonzern Apple, dessen Vorstandsvorsitzender Jobs ist.

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Steve Jobs ist bekannt als Inszenierungskünstler: Kaum ein anderes Unternehmen schafft es, um die Vorstellung neuer Produkte so viel Marketingwirbel zu erzeugen wie der Computer- und Elektronikkonzern Apple, dessen Vorstandsvorsitzender Jobs ist. Üblicherweise brodelt schon Wochen vor der Vorstellung neuer Produkte die Gerüchteküche darüber, was Jobs im Köcher hat. Schließlich enthüllt er in pompösen Veranstaltungen die Apple-Neuheiten.

Bei der jüngsten Apple-Show am Dienstag in San Francisco war es anders: Das öffentliche Interesse galt nicht in erster Linie den dort gezeigten neuen Modellen des digitalen Musikspielers iPod, sondern Steve Jobs selbst. Es war der erste Auftritt für den 53 Jahre alten Jobs, seit er im Juni die neue Version des Multifunktionshandys iPhone vorgestellt hat. Damals hat er die Öffentlichkeit mit seinem äußeren Erscheinungsbild alarmiert: Der Apple-Vorstandsvorsitzende sah fahl und eingefallen aus. Sofort kochten Spekulationen hoch, ob Jobs wieder ernsthaft erkrankt sein könnte, denn die Gesundheit von Jobs ist schon seit einigen Jahren ein Thema. Apple gab im Jahr 2004 bekannt, dass Jobs an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt ist und ihm ein Tumor entfernt wurde. Jobs versicherte, er habe den Krebs überwunden.

Apple hat es seit der Veranstaltung im Juni nicht geschafft, die Sorgen um Steve Jobs zu zerstreuen. Bei der Vorlage von Quartalszahlen im Juli sagte das Unternehmen nur, die Gesundheit des Vorstandsvorsitzenden sei seine Privatangelegenheit und er habe keine Pläne, Apple zu verlassen. Als Jobs nun am Dienstag in San Francisco auf die Bühne kam, hat er mit seinem üblichen Showtalent erstmals Stellung bezogen. Hinter ihm auf der Leinwand war der Satz eingeblendet: "Die Berichte über meinen Tod sind stark übertrieben." Es war eine humorige Referenz an ein Zitat des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain, der damit einen fälschlicherweise veröffentlichten Nachruf auf ihn kommentierte. Jobs war vor ein paar Wochen das Gleiche passiert, als der Finanzdienst Bloomberg irrtümlich einen Nachruf auf ihn publizierte. Jenseits des Zitats ging Jobs auf der Bühne nicht weiter auf seinen Gesundheitszustand ein, sein Erscheinungsbild hat sich aber gegenüber Juni nicht allzu stark verändert. Jobs legte zwar eine energiegeladene Präsentation hin, sah aber noch immer sehr hager aus. Später zitierte der Fernsehsender CNBC aus einem Interview mit Jobs vor abgeschalteten Kameras, wonach er beteuerte, er sei gesund. Die Gesundheit des Vorstandsvorsitzenden ist bei Apple ein sensibles Thema, da Jobs die alles überstrahlende Figur des Unternehmens ist. Jobs beansprucht bei den großen Veranstaltungen das Rampenlicht für sich selbst und gilt als Vater des Aufstiegs von Apple. Auch ist die Öffentlichkeit im Unklaren über eine Nachfolgeregelung bei dem Unternehmen. lid.

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