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"Semantik macht die Suche überflüssig"

27.04.2009 ·  Computer können Informationen verstehen und besser einander zuordnen / Web 3.0 steckt aber noch in den Anfängen

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ht. FRANKFURT, 27. April. Ein "Google-Killer" will Jörg Wurzer nicht sein. "Dafür ist die Marke Google viel zu stark."Doch Wurzers Unternehmen IQser setzt auf eine Technik, die zumindest das Potential hat, besser zu sein als der Algorithmus des Suchmaschinenriesen: die Semantik. Sie kann die Bedeutung der Informationen für Computer verstehbar machen und auf diese Weise die Inhalte intelligenter miteinander verknüpfen als heute. Die Semantik wird daher auch gerne als nächste Internetgeneration (Web 3.0) bezeichnet.

Lange Zeit waren semantische Verfahren ein Experimentierfeld der Wissenschaftler. "Jetzt hat die Semantik die Wissenschaft verlassen. Es gibt viele Start-ups, die sich damit beschäftigen", sagt Wurzer. Seine Software könne Mitarbeiter in Unternehmen automatisch mit allen notwendigen Informationen aus dem Internet und internen Datenquellen versorgen, zum Beispiel neuen Forschungsergebnissen, passenden Nachrichten, aber auch dem aktuellen Auftragsstatus. Ein Einsatzfeld seien auch Internetseiten, zum Beispiel Reiseportale. Die Software könne Reiseziele automatisch mit passenden Nutzerkommentaren aus dem Web 2.0 oder Reisebeschreibungen anreichern. "Damit wird die Suche überflüssig", sagt Wurzer, was sich doch ein klein wenig nach Google-Killer anhört. Ein Einsatzfeld seien auch intelligente Web-Monitoring-Systeme, die erkennen, in welchem Zusammenhang im Internet über ein Unternehmen und seine Produkte diskutiert wird.

Zurzeit ist Wurzers Software für den Einsatz in Unternehmen gedacht, die dort von Partnern wie T-Systems installiert werden soll. Doch Wurzer kann sich auch ein Angebot für private Internetnutzer vorstellen, das den Umgang mit persönlichen Informationen ändern kann. Noch fehlt dem Start-up aber das Geld, um ein solches Projekt auf die Beine zu stellen. Zumal sich Risikokapitalgeber mit Investitionen zurzeit eher zurückhalten. "In Deutschland gilt die Aufmerksamkeit dem Theseus-Projekt, das vor allem große Unternehmen bevorzugt. Daneben ist es schwierig, mit seinen Themen durchzudringen", klagt Wurzer.

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