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Renten- und Devisenmarktbericht Dubai-Schock löst Flucht in Staatsanleihen aus

27.11.2009 ·  Die Nachricht von Zahlungsproblemen des Golfemirates Dubai hat die Investoren am Donnerstag in den sicheren Hafen der Staatsanleihen flüchten lassen. Der Bund-Future legte um 88 Stellen auf 123,53 Prozent zu.

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Die Nachricht von Zahlungsproblemen des Golfemirates Dubai hat die Investoren am Donnerstag in den sicheren Hafen der Staatsanleihen flüchten lassen. Der Bund-Future legte um 88 Stellen auf 123,53 Prozent zu. Die Rendite der dem Terminkontrakt zugrunde liegenden zehnjährigen Bundesanleihe sank entsprechend von 3,265 auf 3,167 Prozent. Die Angst vor einer Schuldenkrise der Region am arabischen Golf hat am Aktienmarkt zu Verkäufen geführt, vor allem bei jenen Werten, an denen arabische Investoren beteiligt sind. Die Mittel wurden in den Rentenmarkt umgeschichtet. Während die Anleihen von Staaten mit hoher Bonität, zu denen Deutschland zählt, hoch im Kurs standen, stiegen die Risikoprämien auf Forderungen gegenüber Schuldnern aus der Golfregion deutlich. Die Kreditausfallversicherung gegenüber Dubai kostete mehr als 5 Prozent. Binnen eines Tages verteuerte sich die Kreditausfallversicherung um mehr als einen Prozentpunkt.

Am Devisenmarkt übersprang der Euro die Marke von 1,51 Dollar. Die Gemeinschaftswährung wurde zeitweise mit 1,5145 Dollar gehandelt. Dies ist der höchste Stand seit August 2008. Allerdings setzten am Nachmittag Gewinnmitnahmen ein. Der Euro fiel sogar wieder unter die Marke von 1,50 Dollar. Auf ein 14-Jahres-Tief sank die amerikanische Währung gegenüber dem japanischen Yen. Mit 86,30 Yen musste für einen Dollar der niedrigste Kurs seit April 1995 bezahlt werden. Damals kostete der Dollar weniger als 80 Yen. Den Anstieg der japanischen Währung führten Devisenhändler auf Aussagen des japanischen Finanzministers Hirohisa Fujii zurück, der aufgrund der Dollar-Schwäche gegenwärtig keinen Handlungsdruck erkennen kann. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs des Euro am Donnerstagmittag mit 1,5071 (Mittwoch: 1,5083) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6635 (0,6630) Euro. maf.

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