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Post plant Preissenkung für Online-Brief

05.05.2010 ·  bü. BONN, 5. Mai. Der sogenannte Online-Brief ist noch gar nicht auf dem Markt, da plant die Deutsche Post schon die erste Preissenkung. Bei der Netzagentur hat sie einen entsprechenden neuen Portoantrag eingereicht.

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bü. BONN, 5. Mai. Der sogenannte Online-Brief ist noch gar nicht auf dem Markt, da plant die Deutsche Post schon die erste Preissenkung. Bei der Netzagentur hat sie einen entsprechenden neuen Portoantrag eingereicht. Darin geht es um den Preis für die physische Zustellung von Briefen, die digital verschickt und anschließend von der Post ausgedruckt und in den Briefkasten befördert werden. Für die reine Beförderungsleistung zwischen dem Briefzentrum und dem Empfänger hatte die Post ursprünglich 46 Cent in Rechnung stellen wollen - neun Cent weniger als für einen herkömmlichen Standardbrief.

Durch die zum 1. Juli geplante Einführung der Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf bestimmte Postdienste droht den Kunden aber eine Verteuerung der "Hybridpost". Um diesen Effekt aufzufangen, will die Post das Porto auf 39 Cent senken. Damit bliebe der Bruttopreis inklusive Mehrwertsteuer praktisch unverändert. Was ein "normaler", vom Absender bis zum Adressaten vollständig digital zugestellter Online-Brief kosten wird, will die Post erst im Sommer bekanntgeben, wenn sie mit dem neuen Angebot auf den Markt kommen will. Der Start ist im Juli geplant. Auch der Gesamtpreis für den hybriden Brief steht noch nicht fest. Denn zusätzlich zum Porto für die physische Zustellung wird der Kunde wohl auch das Ausdrucken und die Kuvertierung bezahlen müssen.

Gerade mit dem hybriden Angebot rechnet sich die Post gute Marktchancen aus. Weil viele Millionen Haushalte - etwa 30 Prozent der Bevölkerung - immer noch keinen Internetanschluss haben, sind sie über E-Mail nicht direkt erreichbar. Mit ihrem flächendeckenden Zustellnetz hat die Post deshalb im digitalen Briefgeschäft einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Deutschen Telekom, die unter der Bezeichnung DE-Mail ein konkurrierendes System entwickelt, aber keine flächendeckende eigene Zustellung garantieren kann. Beide Anbieter versprechen, dass ihre Online-Briefe so bequem und einfach zu verschicken sind wie eine herkömmliche E-Mail. Aufwendige Sicherheitstechnik und ein Anmeldeverfahren sollen das Briefgeheimnis gewährleisten.

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